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Acanthosis nigricans

Acanthosis nigricans maligna

Die Acanthosis nigricans ist eine Erkrankung der Haut mit abnormer Hyperpigmentierung und Hyperkeratose aller Hautpartien, besonders in Beugebereichen (Leisten und Achselregion).


Symptome

Grundsätzlich kann jede Körperregion von der Erkrankung betroffen sein. Bevorzugt befallen sind jedoch die Leisten- und Achselregion, sowie der Hals.

Bei der paraneoplastischen Acanthosis nigricans können auch andere Körperareale betroffen sein (Lippen, Mundschleimhaut, Hände).

Es bilden sich meist symmetrische, hyperpigmentierte Plaques oder Flecken mit verdickter, samtartiger, rauer Oberfläche. Bei manchen Betroffenen besteht ein Pruritus. Der Beginn der Erkrankung in ihrer nicht-paraneoplastischen Form ist schleichend.

Die paraneoplastische Form tritt plötzlich auf, die Läsionen sind ausgedehnter und Pruritus ist häufig vorhanden [7].

Diagnostik

Die klinischen Symptome und die charakteristische Lokalisation der Läsionen sind diagnostisch wegweisend. Bei normalgewichtigen Patienten ohne bekannten Auslöser der Acanthosis nigricans, muss eine maligne Erkrankung ausgeschlossen werden.

Therapie

Die Therapie besteht in erster Linie aus Gewichtsreduktion und gegebenenfalls Therapie der Grunderkrankung. Lokal können Präparate mit Vitamin A-Säure, 20%igen Harnstoff, Alpha-Hydroxysäuren oder Salizylsäure eingesetzt werden [7] [8].

Prognose

Die Prognose ist abhängig von der Form der Erkrankung.

Ätiologie

Die Ätiologie der Akanthosis nigricans ist unbekannt. Die Erkrankung kommt gehäuft bei Adipositas, Diabetes mellitus und anderen Endokrinopathien und bei erblichen Syndromen vor und kann auch durch Medikamente verursacht werden [1] [2] [3] [4]. Selten ist die paraneoplastische Form, die als Acanthosis nigricans maligna bezeichnet wird [5].

Epidemiologie

Acanthosis nigricans kommt in allen Altersgruppen vor. Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Die Entstehung der Acanthosis nigricans ist abängig von ihrer Form. Die nicht-paraneoplastische Acanthosis nigricans wird vermutlich durch eine Aktivierung von Wachstumsfaktoren (Epidermal-Growth-Factor-Rezeptor, Insulin-like-Growth-Factor-Rezeptor und Fibroblasten-Growth-Factor-Rezeptor) und deren Wirkung auf die Haut verursacht [6].

Die Acanthosis nigricans maligna entsteht wahrscheinlich durch einen Wachstumsfaktor, der von dem Malignom sezerniert wird.

Die medikamentös bedingte Form wird durch Interaktionen bestimmter Medikamente mit der Haut hervorgerufen.

Prävention

Es gibt keine Richtlinien für die Prävention von Acanthosis nigricans.

Zusammenfassung

Die Acanthosis nigricans ist eine Hauterkrankung unklarer Genese, die durch eine flächige Hyperpigmentierung und Hyperkeratose gekennzeichnet ist.

Die Acanthosis nigricans kann idiopathisch, bei Adipositas, in Assoziation mit endokrinologischen Erkrankungen, im Rahmen genetischer Defekte, medikamentös oder paraneoplastisch auftreten.

Die Erkrankung ist sehr viel häufiger bei Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Sie ist in allen Altersgruppen vorkommend. Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig. Die Hautveränderungen treten meist symmetrisch auf.

Die Therapie erfolgt meist symptomatisch und lokal mit Vitamin A-Säure, 20%igen Harnstoff, Alpha-Hydroxysäuren oder Salizylsäure.

Patientenhinweise

Die Acanthosis nigricans ist eine Hautkrankheit, die durch braune bis graue Hautveränderungen und Verdickung der Haut besonders in den Achseln, im Nacken und in der Leistenregion auffällig wird. Sie tritt entweder als reine Hautkrankheit oder als Begleitsymptom bei unterschiedlichen Krankheiten auf.

Quellen

Artikel

  1. Krawczyk M, Mykala-Ciesla J, Kolodziej-Jaskula A. Acanthosis nigricans as a paraneoplastic syndrome. Case reports and review of literature. Pol Arch Med Wewn. Mar 2009;119(3):180-3. 
  2. Lane SW, Manoharan S, Mollee PN. Palifermin-induced acanthosis nigricans. Intern Med J. Jun 2007;37(6):417-8.
  3. Sadeghian G, Ziaie H, Amini M, Ali Nilfroushzadeh M. Evaluation of insulin resistance in obese women with and without acanthosis nigricans. J Dermatol. Apr 2009;36(4):209-12.
  4. Yamazaki H et al. Acanthosis nigricans is a reliable cutaneous marker of insulin resistance in obese Japanese children. Pediatr Int 2003 45: 701-705
  5. Lenzner U, Ramsauer J, Petzoldt W, Meigel W. Acanthosis nigricans maligna. Case report and review of the literature. Hautarzt. 1998 Jan;49(1):41-7.
  6. Torley D, Bellus GA, Munro CS. Genes, growth factors and acanthosis nigricans. Br J Dermatol. Dec 2002;147(6):1096-101.
  7. Sinha S, Schwartz RA. Juvenile acanthosis nigricans. J Am Acad Dermatol. Sep 2007;57(3):502-8.
  8. Adigun CG, Pandya AG. Improvement of idiopathic acanthosis nigricans with a triple combination depigmenting cream. J Eur Acad Dermatol Venereol. Apr 2009;23(4):486-7.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 14:26