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Basalganglienblutung

Die Basalganglienblutung (BGB) zählt zu den häufigsten intrakraniellen Blutungen. Als Ursache kommen Vorerkrankungen wie eine Hypertonie, aber auch Traumata infrage. Betroffene leiden an Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, aber auch an kognitiver Beeinträchtigung und motorischen Defiziten. Lassen die klinischen Befunde einen Verdacht auf eine BGB aufkommen, ist die bildgebende Diagnostik zu bemühen, um diesen zu bestätigen.


Symptome

Die meisten zerebralen Blutungen betreffen entweder die Capsula interna oder die Basalganglien; je nach Studie sind die genannten Hirnstrukturen in einem bis zwei Drittel aller Fälle involviert [1].

Zu BGB kommt es vor allem im Rahmen chronischer, systemischer Erkrankungen, wobei als Hauptrisikofaktor der Bluthochdruck zählt. Darüber hinaus prädisponieren aber auch andere kardiovaskuläre Erkrankungen, Aneurysmen, Malformationen und Tumoren für eine BGB. Wenngleich insgesamt seltener, so müssen doch auch Traumata als Auslöser für BGB in Betracht gezogen werden [1] [2] [3] [4].

Die Mehrzahl der zerebralen Hämorrhagien führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie psychischen Auffälligkeiten, und BGB bilden hier keine Ausnahme. Allerdings wurden wiederholt bestimmte neurologische Defizite beschrieben, die mehr oder weniger stark auf eine Läsion im Bereich der Basalganglien hinweisen [1] [2] [4] [5]. Dazu gehören die kognitive Beeinträchtigung, eine Wahrnehmungsverzerrung und Störungen in der Verarbeitung von Emotionen. Selbst über Depressionen wurde im Zusammenhang mit BGB berichtet, und zudem über Bewegungsstörungen [4] [6] [7]. Während Infarkte im Bereich der Basalganglien zu Dystonie, Asterixis, choreiformer Bewegung und Hypokinese führen, leiden BGB-Patienten besonders häufig am Restless-Legs-Syndrom, das sich durch sehr unangenehme Empfindungen in den unteren Extremitäten charakterisiert [7] [8].

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Schädel-Hirn-Trauma nur selten isolierte Läsionen der Basalganglien nach sich ziehen, weshalb in diesem Kontext meist weitere neurologische Defizite zu beobachten sind, die nicht durch die BGB bedingt sind [2] [3].

Wahrnehmungsverzerrung
  • Dazu gehören die kognitive Beeinträchtigung, eine Wahrnehmungsverzerrung und Störungen in der Verarbeitung von Emotionen. Selbst über Depressionen wurde im Zusammenhang mit BGB berichtet, und zudem über Bewegungsstörungen.[symptoma.com]
Choreiforme Bewegung
  • Während Infarkte im Bereich der Basalganglien zu Dystonie, Asterixis, choreiformer Bewegung und Hypokinese führen, leiden BGB-Patienten besonders häufig am Restless-Legs-Syndrom, das sich durch sehr unangenehme Empfindungen in den unteren Extremitäten[symptoma.com]
Dystonie
  • Während Infarkte im Bereich der Basalganglien zu Dystonie, Asterixis, choreiformer Bewegung und Hypokinese führen, leiden BGB-Patienten besonders häufig am Restless-Legs-Syndrom, das sich durch sehr unangenehme Empfindungen in den unteren Extremitäten[symptoma.com]
Choreiforme Bewegungen
  • Während Infarkte im Bereich der Basalganglien zu Dystonie, Asterixis, choreiformer Bewegung und Hypokinese führen, leiden BGB-Patienten besonders häufig am Restless-Legs-Syndrom, das sich durch sehr unangenehme Empfindungen in den unteren Extremitäten[symptoma.com]
Gangstörung
  • B. halbseitig, die Koordination kann gestört sein in Form einer Gangstörung, es kann eine Sprachstörung auftreten mit Verlust des Sprechvermögens, verwirrter Sprache, verwaschenem oder unverständlichem Sprachausdruck.[biowellmed.de]
Asterixis
  • Während Infarkte im Bereich der Basalganglien zu Dystonie, Asterixis, choreiformer Bewegung und Hypokinese führen, leiden BGB-Patienten besonders häufig am Restless-Legs-Syndrom, das sich durch sehr unangenehme Empfindungen in den unteren Extremitäten[symptoma.com]
Restless-Legs-Syndrom
  • Während Infarkte im Bereich der Basalganglien zu Dystonie, Asterixis, choreiformer Bewegung und Hypokinese führen, leiden BGB-Patienten besonders häufig am Restless-Legs-Syndrom, das sich durch sehr unangenehme Empfindungen in den unteren Extremitäten[symptoma.com]

Diagnostik

Die Diagnose auf eine zerebrale Blutung muss so früh wie möglich gestellt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Deshalb ist auch bei minimalem Verdacht immer eine detaillierte Anamnese und eine vollständige klinische und neurologische Untersuchung durchzuführen.

  • In der medizinischen Vorgeschichte von BGB-Patienten nicht selten Hinweise auf eine bereits zuvor erfahrene zerebrovaskuläre Erkrankung [1] [9].
  • Es ist abzuklären, wann und in welchem Zusammenhang sich bestimmte Symptome eingestellt haben, ob die Erstmanifestation an ein auslösendes Ereignis geknüpft werden kann, und ob Risikofaktoren für eine BGB prädisponieren. Neben der zuvor bereits genannten Hypertonie gehören dazu auch Alkoholmissbrauch und Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, chronische Leber- und Nierenleiden sowie Malignome.
  • Die Hämostase mag weiterhin gestört sein, wenn der Patient in jüngster Zeit Antikoagulanzien oder andere Wirkstoffe eingenommen hat, die die Blutgerinnung beeinflussen [9].

Außerdem sollten Blutanalysen angefordert und Blutbild, Blutchemie und Koagulationsstudien ausgewertet werden, um beispielsweise den Wasser- und Elektrolythaushalt, das Gerinnungssystem sowie die Funktion von Leber und Nieren beurteilen zu können [9].

Der Goldstandard zur Diagnose aller zerebralen Blutungen einschließlich der BGB bleibt allerdings die bildgebende Diagnostik. Besonders gern wird die Computertomographie eingesetzt, da sich in entsprechenden Aufnahmen Hämorrhagien schon sehr früh sicher erkennen lassen [1] [3]. Die Magnetresonanztomographie zeichnet sich ebenfalls durch ihre hohe Sensitivität und Spezifität in Bezug auf die Detektion einer BGB aus und ist der Computertomographie hinsichtlich der Identifikation der Grunderkrankung sogar überlegen [1] [4].

Prognose

  • Die Behandlung der Schlaganfalles durch Mangeldurchblutung erfolgt üblicherweise durch eine systemische Lysebehandlung mit Actilyse, die nachgewiesenermaßen zu einer besseren Prognose führt Beim akuten Verschluss der Arteria cerebri media wird eine örtliche[biowellmed.de]

Epidemiologie

  • Synonym: Enzephalorrhagie Inhaltsverzeichnis 1 Definition 2 Ätiologie 3 Einteilung 3.1 ...nach Klinik 3.2 ...nach Ätiologie 3.2.1 Sekundäre intrazerebrale Blutungen 3.2.2 Spontane intrazerebrale Blutungen 4 Epidemiologie 1 Definition Intrazerebrale Blutungen[flexikon.doccheck.com]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Aguilar MI, Brott TG. Update in Intracerebral Hemorrhage. The Neurohospitalist. 2011;1(3):148-159.
  2. Bhargava P, Grewal SS, Gupta B, Jain V, Sobti H. Traumatic bilateral basal ganglia hematoma: A report of two cases. Asian J Neurosurg. 2012;7(3):147-150.
  3. Pandey N, Mahapatra A, Singh PK. Bilateral large traumatic hemorrhage of the basal ganglion. Asian J Neurosurg. 2014;9(4):240.
  4. Landi A, Marotta N, Mancarella C, Marruzzo D, Salvati M, Delfini R. Basal ganglia stroke due to mild head trauma in pediatric age - clinical and therapeutic management: a case report and 10 year literature review. Ital J Pediatr. 2011;37:2.
  5. Su CY, Chen HM, Kwan AL, Lin YH, Guo NW. Neuropsychological impairment after hemorrhagic stroke in basal ganglia. Arch Clin Neuropsychol. 2007;22(4):465-474.
  6. Paradiso S, Ostedgaard K, Vaidya J, Ponto LB, Robinson R. Emotional blunting following left basal ganglia stroke: The role of depression and fronto-limbic functional alterations. Psychiatry research. 2013;211(2):148-159.
  7. Park J. Movement Disorders Following Cerebrovascular Lesion in the Basal Ganglia Circuit. Mov Disord. 2016;9(2):71-79.
  8. Lee SJ, Kim JS, Song IU, An JY, Kim YI, Lee KS. Poststroke restless legs syndrome and lesion location: anatomical considerations. Mov Disord. 2009 Jan 15;24(1):77-84.
  9. Broderick J, Connolly S, Feldmann E, et al. Guidelines for the management of spontaneous intracerebral hemorrhage in adults: 2007 update: a guideline from the American Heart Association/American Stroke Association Stroke Council, High Blood Pressure Research Council, and the Quality of Care and Outcomes in Research Interdisciplinary Working Group. Stroke. 2007; 38(6):2001–2023.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:41