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Botulismus

Clostridium botulinum-Vergiftung

Botulismus ist eine Intoxikation durch Toxine des Bakteriums Clostridium botulinum, ein grampositives, stäbchenförmiges Bakterium aus der Familie der Clostridiaceae.


Symptome

Die Symptome sind bei allen Formen von Botulismus ähnlich, doch in der lebensmittelbedingten Form, können gastrointestinale Symptome wie Erbrechen und Durchfall vorhanden sein.

Die häufigsten Symptome sind die charakteristische Schwächen der von den Hirnnerven versorgten Muskeln. Muskellähmungen gehen vom Gesicht aus und umfassen den Verlust der Mimik, Ptosis, Diplopie, Atemnot, Schluckstörungen und Schwierigkeiten beim Sprechen [4].

Die Lähmung steigen dann symmetrisch auf die Gliedmaßen ab und verursachen Schwäche der Arme und Beine. Es kann auch zu einer Hyporeflexie und Areflexie kommen. Die Lähmung der Atemmuskulatur kann lebensbedrohlich sein.

Obstipation ist ein frühes Symptom des infantilen Botulismus, das jedoch häufig übersehen wird.

Schlaganfall
  • Die Symptome können die Anzeichen anderer Krankheiten wie Guillain-Barré-Syndrom, Schlaganfall und Myasthenia gravis imitieren.[symptoma.com]
  • Die andere Seite des Botulinumtoxins Obwohl Botulinumtoxin so gefährlich ist, wird es auch als Heilmittel bei verschiedenen Erkrankungen, wie beispielsweise bei Migräne, übermäßigem Schwitzen, der sogenannten Hyperhidrose oder bei Spastiken nach Schlaganfall[n-tv.de]
  • B. angewandt, um verkrampfte Muskeln bei einem Schiefhals zu lösen, bei Hyperhidrose zur Blockierung der Schweißdrüsen, bei Schlaganfall zur Lockerung einer Spastik, in der Schmerztherapie und in der Schönheitschirurgie um tiefe Gesichtsfalten "wegzuspritzen[medizinfo.de]
Dysarthrie
  • Nach einer Latenz von 12-36 Stunden werden diese Frühsymptome durch spezifische Spätsymptome abgelöst: Muskulatur Proximal betonte Schwäche der Skelettmuskulatur Dysphagie Dysarthrie ( Sprechstörung ) Ptosis Herabgesetzte Sehnenreflexe Autonomes Nervensystem[flexikon.doccheck.com]
  • Dorothea Hellmich von der Universitätsklinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), berichten, wurde die Frau im Krankenhaus mit Symptomen wie Schwindel , Diplopie ( Doppelbilder sehen), Sprechstörungen (Dysarthrie) und Ptosis[heilpraxisnet.de]
  • Ferner kommt es zu bulbären Lähmungserscheinungen wie Dysarthrie (Störungen des Sprechens), Dysphagie (Störung der Nahrungsaufnahme) und nasalen Regurgitationen ( Schluckstörungen ).[chirurgie-portal.de]
Guillain-Barré-Syndrom
  • Die Symptome können die Anzeichen anderer Krankheiten wie Guillain-Barré-Syndrom, Schlaganfall und Myasthenia gravis imitieren.[symptoma.com]
Hyporeflexie
  • Es kann auch zu einer Hyporeflexie und Areflexie kommen. Die Lähmung der Atemmuskulatur kann lebensbedrohlich sein. Obstipation ist ein frühes Symptom des infantilen Botulismus, das jedoch häufig übersehen wird.[symptoma.com]
Mydriasis
  • An den Augen sind eine Mydriasis, Diplopie, Ptosis und eine Photophobie erkennbar. Es folgen Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Schluckstörungen und weiter anticholinerge Symptome. Schlaffe, symmetrisch absteigende Paresen sind zu erkennen.[gifte.de]
  • Dazu können neurologische Störungen auftreten, wie zum Beispiel Mundtrockenheit, erweiterte Pupillen (Mydriasis) und Doppelbilder.[hauswirtschaft.info]
Schluckstörung
  • Es folgen Sehstörungen, Mundtrockenheit, Sprech- Schluckstörungen, begleitet von Müdigkeit, Schwächegefühl und Schwindel. Die in Deutschland sehr seltene Erkrankung kann bis zur Lähmung des Atemzentrums und zum Tod durch Ersticken führen.[welt.de]
  • Die Folge davon sind Schluckstörungen. Die Gefahr, dass der Betroffene Nahrungsmittel, Getränke oder Speichel in die Atemwege verschluckt, ist groß. Die Speichelproduktion setzt aus und der Mund wird trocken.[medizinfo.de]
  • Ferner kommt es zu bulbären Lähmungserscheinungen wie Dysarthrie (Störungen des Sprechens), Dysphagie (Störung der Nahrungsaufnahme) und nasalen Regurgitationen ( Schluckstörungen ).[chirurgie-portal.de]
  • Es folgen Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Schluckstörungen und weiter anticholinerge Symptome. Schlaffe, symmetrisch absteigende Paresen sind zu erkennen. Die Patienten versterben an einer Atemlähmung.[gifte.de]
Lebensmittelvergiftung
  • Fleischvergiftung, Lebensmittelvergiftung Quelle: Wiktionary-Seite zu 'Botulismus' [ Autoren ] Lizenz: Creative Commons Attribution-ShareAlike Wikipedia-Links Einkochen · Lebensmittelvergiftung · Botulinumtoxin · Bakterien · Clostridium botulinum · Gift[openthesaurus.de]
  • Lebensmittelvergiftung Dennoch kommt es aufgrund einer unsachgemäßen Lagerung oder Bearbeitung von Lebensmitteln immer wieder zu einer akuten Lebensmittelvergiftung.[medizin.de]
  • Als Botulismus wird eine Lebensmittelvergiftung bezeichnet, die durch Bakterien mit dem Namen Clostridium botulinum verursacht wird. Diese Bakterien beziehungsweise deren Sporen sind in der Umwelt weit verbreitet.[n-tv.de]
  • Verantwortlich für diese Lebensmittelvergiftung ist ein sporentragendes, obligat anaerobes, grampositives Bakterium, Clostridium botulinum, welches sieben verschiedene Toxine produziert.[chirurgie-portal.de]
Ersticken
  • Die in Deutschland sehr seltene Erkrankung kann bis zur Lähmung des Atemzentrums und zum Tod durch Ersticken führen. In zwei Dritteln der Fälle verläuft die Krankheit tödlich.[welt.de]
  • In schweren Fällen werden alle Muskeln des Körpers bis hin zur Atemwegsmuskulatur beeinträchtigt, so dass es durch Lähmung der Herz- und Atemwegsmuskulatur zum Tod durch Ersticken oder Herzstillstand kommen kann.[rhoen-gesundheitsblog.de]
  • Die Folge ist eine Atemlähmung, die unbehandelt zum Tod durch Ersticken führt. Auch eine Darm- und Blasenlähmung können auftreten. Das Bewusstsein ist in der Regel nicht getrübt und die Empfindung der Patienten nicht beeinträchtigt.[tk.de]
  • Der Tod tritt schließlich durch Ersticken nach Lähmung der Atmungsmuskulatur bei völlig ungetrübtem Bewusstsein ein.[lgl.bayern.de]
Dysphagie
  • Dysphagie (Schluckstörung). Diese Form des Botulismus wird als mögliche Ursache für den plötzlichen Kindstod diskutiert.[gesundheits-lexikon.com]
  • Nach einer Latenz von 12-36 Stunden werden diese Frühsymptome durch spezifische Spätsymptome abgelöst: Muskulatur Proximal betonte Schwäche der Skelettmuskulatur Dysphagie Dysarthrie ( Sprechstörung ) Ptosis Herabgesetzte Sehnenreflexe Autonomes Nervensystem[flexikon.doccheck.com]
  • Ferner kommt es zu bulbären Lähmungserscheinungen wie Dysarthrie (Störungen des Sprechens), Dysphagie (Störung der Nahrungsaufnahme) und nasalen Regurgitationen ( Schluckstörungen ).[chirurgie-portal.de]
Bauchschmerz
  • Bei Beteiligung innerer Organe treten Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und krampfartigen Bauchschmerzen auf. Ist die Erkrankung voll ausgeprägt tritt eine einer Lungenentzündung ( Pneumonie ) im Vordergrund.[gesundheit.naanoo.de]
  • Weiter kommt es durch eine Lähmung der inneren Organe zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, später Verstopfung und krampfartige Bauchschmerzen. Der Patient ist während des gesamten Krankheitsverlaufes bei vollem Bewusstsein.[abc-waffen.de]
  • Es kommt zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfällen oder Verstopfung. Im weiteren Verlauf kann es schließlich nach 3 bis 8 Tagen zu einer Atemlähmung kommen, die unbehandelt tödlich ist.[medizinfo.de]
Diplopie
  • Botulismus beginnt meistens mit trockenem Mund, Diplopie und Akkommodationsstörungen oder mit Verdauungssymptomen wie Durchfall, Erbrechen und Bauchkrämpfen.[msdmanuals.com]
  • An den Augen sind eine Mydriasis, Diplopie, Ptosis und eine Photophobie erkennbar. Es folgen Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Schluckstörungen und weiter anticholinerge Symptome. Schlaffe, symmetrisch absteigende Paresen sind zu erkennen.[gifte.de]
  • Muskellähmungen gehen vom Gesicht aus und umfassen den Verlust der Mimik, Ptosis, Diplopie, Atemnot, Schluckstörungen und Schwierigkeiten beim Sprechen.[symptoma.com]
  • Dorothea Hellmich von der Universitätsklinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsklinikum Halle (Saale), berichten, wurde die Frau im Krankenhaus mit Symptomen wie Schwindel , Diplopie ( Doppelbilder sehen), Sprechstörungen (Dysarthrie) und Ptosis[heilpraxisnet.de]
Verschwommenes Sehen
  • Zumeist sind die Augenmuskeln zuerst betroffen, was zu Doppelbildern, verschwommenem Sehen und Lichtscheu führen kann. Im weiteren Verlauf kommt es zur Erlahmung der Lippen- und Zungen sowie der Gaumen- und Kehlkopfmuskulatur.[gesundheit.naanoo.de]
  • Das führt häufig zu einem verschwommenen Sehen und zu Doppelbildern. Des Weiteren beklagen Betroffene häufig eine Mundtrockenheit sowie geweitete Pupillen. Ist die Erkrankung fortgeschritten, entstehen Schluck- und Sprechstörungen.[schmerz-online.de]
  • Etwa 4 bis 8 Tage nach Besiedlung der Wunde kommt es zu Doppeltsehen, Lichtscheu, verschwommenes Sehen, Schluckstörungen, trockener Mund durch Aussetzen der Speichelproduktion, schlaffe Lähmungen am gesamten Körper und nach 3 bis 8 Tagen zu Atemlähmung[medizinfo.de]
Muskelschwäche
  • Die giftigen, meist über Nahrung aufgenommenen Botulinumtoxine führen zu Muskelschwäche oder -lähmung.[msdmanuals.com]
  • Infizierte Säuglinge zeigen Muskelschwäche, sie können den Kopf kaum halten und haben Schwierigkeiten beim Atmen, was sich durch Röcheln oder Schnarchgeräusche äußern kann.[kinderaerzte-im-netz.de]
  • Innerhalb von drei Tagen entwickelte auch der Mann eine Muskelschwäche in allen Gliedmaßen. Er wurde ebenfalls auf mechanische Beatmung gesetzt. Er erholte sich langsam und konnte erst nach acht Monaten entlassen werden.[gesundheitsstadt-berlin.de]
  • Beim Säuglingsbotulismus kann es ebenfalls Tage dauern, bis die ersten Vergiftungssymptome auftreten: Verstopfung, Muskelschwäche, Appetitlosigkeit, Erbrechen und Apathie.[netdoktor.de]
Speichelfluss
  • Die Zunge hängt aus dem Maul heraus, das Tier hat Kau- und Schluckbeschwerden sowie starken Speichelfluss. Später breiten sich die Lähmungen auf die gesamte Körpermuskulatur aus.[de.wikipedia.org]
Harnretention
  • Stunden werden diese Frühsymptome durch spezifische Spätsymptome abgelöst: Muskulatur Proximal betonte Schwäche der Skelettmuskulatur Dysphagie Dysarthrie ( Sprechstörung ) Ptosis Herabgesetzte Sehnenreflexe Autonomes Nervensystem Bradykardie Hypotonie Harnretention[flexikon.doccheck.com]

Diagnostik

Die meisten Fälle von infantilem Botulismus können klinisch diagnostiziert werden. Die Diagnose kann durch Stuhlproben bestätigt werden.

Bei allen anderen Formen basiert die Diagnose von Botulismus auf Anamnese und körperlicher Untersuchung des Patienten. Die Symptome können die Anzeichen anderer Krankheiten wie Guillain-Barré-Syndrom, Schlaganfall und Myasthenia gravis imitieren [5].

Die Diagnose kann bestätigt werden, wenn Botulinumtoxin in den Lebensmitteln, Mageninhalt, Erbochenem und/oder Fäkalien von Patienten identifiziert werden kann.

In perakuten Fällen kann das Toxin im Blut nachgewiesen werden. Der Nachweis kann durch verschiedene Tests durchgeführt werden:

  • Enzyme Linked Immunosorbent Assay (ELISA)
  • Elektrochemilumineszenz (ECL) [6] 
  • Mäuse-Inokulations-Versuch

Therapie

Die primäre Behandlung besteht in der Gabe von Antitoxin und der Bereitstellung von unterstützender Pflege [7].
Bei Atemlähmung kann Beatmung für Wochen oder Monate erforderlich sein [8]. Lebensmittelbedingter und Wundbotulismus können, wenn frühzeitig diagnostiziert, mit passiver Immunisierung und Antibiotika behandelt werden.

Zwei Arten von Antitoxinen sind verfügbar:

  • dreiwertiges Antitoxin (wirksam gegen die Toxintypen A, B und E) [9] 
  • siebenwertiges Antitoxin (wirksam gegen alle Arten von Toxin A bis G) [10]

Infantiler Botulismus ist schwieriger zu therapieren. Derzeit ist ein Medikament namens Botulismus intravenöse Immunglobulin-Human die einzige geeignete Option, um diese Form des Botulismus zu behandeln.

Prognose

Unbehandelter Botulismus ist in etwa 60% der Fälle tödlich. Wenn er allerdings früh diagnostiziert wird, kann die Krankheit erfolgreich und ohne Komplikationen behandelt werden. Die Erholung kann aber einige Wochen dauern.

Ätiologie

Botulismus wird durch das von dem Bakterium Clostridium botulinum erzeugte Toxin verursacht und nicht durch das Bakterium selbst. Es erzeugt Toxine unter anaeroben Bedingungen. Das Toxin gelangt in die Blutbahn, wirkt auf das Nervensystem und verursacht schlaffe Lähmungen der willkürlichen Muskulatur, was durch eine Lähmung der Atemmuskulatur zu Atemstillstand fortschreiten kann.

Die Krankheit beim Menschen wird meist von den drei Toxinen A, B und E verursacht. Die letale Dosis liegt bei einem Mann von 70 kg Körpergewicht schätzungsweise bei 0,09 bis 0,15 Mikrogramm intravenös, 0,80 bis 0,90 Mikrogramm durch Einatmen und 70 Mikrogramm oral.

Lebensmittelbedingter Botulismus

Diese Form des Botulismus tritt auf, wenn Lebensmittel, die Botulinumtoxin enthalten, konsumiert werden. Bei Umweltbelastungen bilden die Bakterien Sporen, die resistent gegen Abkochen sind. Später, in einem günstigeren Umfeld (zB. alkalischer pH-Wert und niedriger Salz-und Zuckergehalt), produzieren sie Botulinumtoxin. Dies geschieht meist bei unsachgemäß aufbewahrten Lebensmitteln. Symptome erscheinen 12 bis 36 Stunden nach dem Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln.

Infantiler Botulismus

Diese Art von Botulismus tritt durch Ansiedlung der Bakterien im Darm auf. Die Bakterien produzieren Toxine, die aus der Darmwand in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Infantiler Botulismus tritt am häufigsten bei Kindern im Alter von 2 bis 3 Monaten auf. Dies geschieht, weil in diesem Alter die normale Darmflora noch nicht voll etabliert ist. Normalerweise bekämpft die Darmflora Clostrodium botulinum und verhindert die Besiedelung aktiv. Honigkonsum bei Säuglingen ist die häufigste Ursache [2]. Die adulte Form des infantilen Botulismus ist äußerst selten.

Wundbotulismus

Wundbotulismus tritt als Folge der Kontamination einer Wunde entweder durch Bakterien oder deren Sporen auf. Die von ihnen produzierten Giftstoffe gelangen in den Blutkreislauf. Heute ist intravenöser Drogenkonsum eine sehr häufige Ursache dieser Form von Botulismus [3].

Inhalationsbotulismus

Dies ist eine sehr seltene Art von Botulismus. In einigen Fällen wurden Inhalationen von Clostridium botulinum-Sporen durch Laborpersonal gemeldet.

Epidemiologie

Weltweit gesehen ist Botulismus eine seltene Erkrankung. Die meisten Fälle sind sporadisch, wenn auch manchmal Ausbrüche sind in bestimmten Regionen der Vereinigten Staaten und Großbritannien aufgetreten sind.

Die Centers for Disease Control (CDC) USA hat in den Jahren von 1990 bis 2000 263 Einzelfällen dokumentiert. 163 davon wurden durch Lebensmittel verursacht. Die durchschnittliche Zahl der Fälle pro Jahr von lebensmittelbedingtem Botulismus in den Vereinigten Staaten beträgt 24 Fälle, von denen die meisten in Alaska vorkommen [1].

Es gibt etwa 80 bis 100 Fälle von infantilem Botulismus jährlich in den Vereinigten Staaten und er ist damit die häufigste Form. Über 20% davon kommen durch den Verzehr von Honig zustande, in Philadelphia und Pennsylvania treten die meisten Fälle auf.

Wundbotulismus tritt aufgrund von Trauma auf und die Inzidenz steigt seit den 1990er Jahren durch intravenösen Drogenkonsum.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Das Bakterium Clostridium botulinum erzeugt acht Arten von Toxinen (A, B, C1, C2, D, E, F und G). Diese Toxine sind serologisch unterschiedlich, verursachen aber ähnliche Symptome bei den Patienten. Die Toxin-Typen A, B und E verursachen Krankheiten beim Menschen.

Alle Formen des Toxins wirken auf das Nervensystem. Sobald es den Blutstrom erreicht, gelangt es an die peripheren cholinergen Synapsen, besonders die der neuromuskulären Verbindungen, wo es die Freisetzung von Acetylcholin aus den Nervenenden durch irreversible Bindung an Acetylcholin-Rezeptoren hemmt.
Das Toxin blockiert enzymatisch die Acetylcholin-Freisetzung aus den Motornervenenden, was zu Lähmungen führt.

Prävention

Es gibt keine Richtlinien für die Prävention von Botulismus.

Zusammenfassung

Botulismus ist ein seltener, aber potenziell lebensgefährlicher Zustand, welcher durch Botulinumtoxin verursacht wird.

In Abhängigkeit von der Route des Eintritts des Toxins, können verschiedene Typen unterschieden werden: lebensmittelbedingter Botulismus, infantiler Botulismus, Wundbotulismus und der seltene Inhalationsbotulismus.

Im Vordergrund steht die symptomatische Therapie. Zirkulierende Toxine können durch Verabreichung eines Antitoxins neutralisiert werden.

Patientenhinweise

Botulismus ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Krankheit, die durch ein Bakterium, das normalerweise in der Erde gefunden wird, verursacht wird. Die Erkrankung wird durch Lähmung der Muskeln von Gesicht, Arme, Beine und Brust (einschließlich der für die Atmung erforderlichen Muskeln) charakterisiert.

Botulismus wird in der Regel durch den Verzehr von Lebensmitteln, die mit dem Toxin des Bakteriums kontaminiert sind, verursacht. Dieser Zustand wird durch die Injektion von geeigneten Antitoxinen behandelt. In Fällen, in denen die Diagnose frühzeitig erfolgt, ist die Prognose gut.

Quellen

Artikel

  1. Shaffer N, Wainwright, RB, Middaugh, JP, et al. Botulism among Alaska Natives. The role of changing food preparation and consumption practices. West J Med. 1990;153(4):393-393.
  2. Grant KA, McLauchlin J, Amar C. Infant botulism: advice on avoiding feeding honey to babies and other possible risk factors. Community practitioner : the journal of the Community Practitioners' & Health Visitors' Association. Jul 2013;86(7):44-46.
  3. Passaro DJ, Werner SB, McGee J, Mac Kenzie WR, Vugia DJ. Wound botulism associated with black tar heroin among injecting drug users. JAMA : the journal of the American Medical Association. Mar 18 1998;279(11):859-863.
  4. Khakshoor H, Moghaddam AA, Vejdani AH, Armstrong BK, Moshirfar M. Diplopia as the primary presentation of foodborne botulism. Oman journal of ophthalmology. May 2012;5(2):109-111.
  5. Forss N, Ramstad R, Backlund T, Lindstrom M, Kolho E. Difficulties in diagnosing food-borne botulism. Case reports in neurology. May 2012;4(2):113-115.
  6. Sachdeva A, Singh AK, Sharma SK. An electrochemiluminescence assay for the detection of bio threat agents in selected food matrices and in the screening of Clostridium botulinum outbreak strains associated with type A botulism. Journal of the science of food and agriculture. Mar 15 2014;94(4):707-712.
  7. Werner SB, Chin J. Botulism--diagnosis, management and public health considerations. California medicine. May 1973;118(5):84-88.
  8. Chalk CH, Benstead TJ, Keezer M. Medical treatment for botulism. The Cochrane database of systematic reviews. Feb 20 2014;2:CD008123.
  9. Alizadeh AM, Zamani N. Treatment of foodborne botulism in current clinical toxicology. Pediatric reports. Apr 2 2012;4(2):e22.
  10. Hill SE, Iqbal R, Cadiz CL, Le J. Foodborne botulism treated with heptavalent botulism antitoxin. The Annals of pharmacotherapy. Feb 2013;47(2):e12.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:50