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Chronische Hepatitis C

Leberzirrhose durch langsam verlaufende Virusleberentzündung CLeberzirrhose durch chronische Virushepatitis C

Die Hepatitis C ist eine Erkrankung, die durch die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus provoziert wird. Wenn eine solche Infektion für mehr als sechs Monate besteht, wird eine chronische Hepatitis C diagnostiziert, und diese Kondition birgt ein hohes Risiko auf eine Leberzirrhose und die maligne Entartung von Leberzellen.


Symptome

Eine akute Phase der Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus wurde beschrieben, aber die Mehrzahl der Patienten bleibt jahrelang asymptomatisch. Wenn sich Beschwerden einstellen, dann deuten diese auf eine geringgradige Entzündung der Leber hin: Betroffene leiden dann an allgemeinem Unwohlsein, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und einem Ikterus. Diese Symptome können mehrere Wochen anhalten.

Etwa drei Viertel aller Patienten mit manifester Hepatitis C entwickeln schließlich eine chronische Hepatitis C. Dabei schreitet die Erkrankung nur sehr langsam fort. Über Jahre hinweg können vermehrte Müdigkeit und rekurrente Nausea die einzigen Anzeichen einer fortwährenden Infektion sein. Im Laufe der Zeit gewinnen die Beschwerden an Intensität; diese Entwicklung korreliert mit dem zunehmenden Ersatz von Hepatozyten durch nicht funktionelles Bindegewebe. Ein Patient mit einer Leberzirrhose ist häufig lethargisch, leidet an Anorexie, Übelkeit und Erbrechen, einem nicht gewollten Gewichtsverlust und einem Verlust der Libido. Manche Betroffene beschreiben ein Druckgefühl im oberen rechten Abdomen. Ein Ikterus und dermatologische Symptome werden häufig festgestellt. Auch neurologische Defizite wurden im Zusammenhang mit einer Leberzirrhose beschrieben und umfassen vor allem Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisprobleme. Das klinische Bild, das bei einem hepatozellulärem Karzinom präsentiert wird, gestaltet sich sehr ähnlich. Tatsächlich leiden die meisten Patienten mit Hepatitis C-induziertem Leberkrebs auch an einer Leberzirrhose [1]. Übrigens besteht trotz Therapie der Hepatitis C und Elimination des kausalen Pathogens bei Leberzirrhose-Patienten weiterhin ein erhöhtes Risikos auf ein hepatozelluläres Karzinom [2]. Als zusätzliche Risikofaktoren diesbezüglich gelten Diabetes mellitus und übermäßiger Alkoholkonsum [2] [3].

Gewichtsverlust
  • Ein Patient mit einer Leberzirrhose ist häufig lethargisch, leidet an Anorexie, Übelkeit und Erbrechen, einem nicht gewollten Gewichtsverlust und einem Verlust der Libido. Manche Betroffene beschreiben ein Druckgefühl im oberen rechten Abdomen.[symptoma.com]
  • Mögliche Beschwerden nach einer Inkubationszeit von 20 bis 60 Tagen sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Druck- oder Spannungsgefühl im rechten Oberbauch, möglicherweise auch ein Gewichtsverlust.[de.wikipedia.org]
Fieber
  • […] übertragen werden A65-A69 Sonstige Spirochätenkrankheiten A70-A74 Sonstige Krankheiten durch Chlamydien A75-A79 Rickettsiosen A80-A89 Virusinfektionen des Zentralnervensystems A92-A99 Durch Arthropoden übertragene Viruskrankheiten und virale hämorrhagische Fieber[dimdi.de]
  • Müdigkeit, leichte Übelkeit, heller Stuhl, dunkler Urin, grippeähnliche Symptome oder Fieber. Eine Gelbfärbung der Haut/Augen (Ikterus) ist bei Hepatitis C relativ selten. Im Spätstadium können Symptome einer Zirrhose auftreten.[leberhilfe.org]
  • (Peg)-Interferon α kann unter anderem zu grippalen Symptomen (Fieber, Schüttelfrost), Müdigkeit, leichtem Haarausfall, Fehlfunktionen der Schilddrüse und psychischen Nebenwirkungen wie Depressionen, Aggressionen oder Angstzuständen führen.[de.wikipedia.org]
Schmerz
  • Wenn sich Beschwerden einstellen, dann deuten diese auf eine geringgradige Entzündung der Leber hin: Betroffene leiden dann an allgemeinem Unwohlsein, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und einem Ikterus. Diese Symptome können mehrere Wochen anhalten.[symptoma.com]
  • Das Mittel können sich die Betroffenen selbst injizieren, es ist eine Verheißung auf ein Leben ohne Krankenhäuser, ohne Schmerzen. Mathias, Markus und Winfried sind jetzt zwischen 6 und 19 Jahre alt.[spiegel.de]
Unwohlsein
  • Wenn sich Beschwerden einstellen, dann deuten diese auf eine geringgradige Entzündung der Leber hin: Betroffene leiden dann an allgemeinem Unwohlsein, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und einem Ikterus. Diese Symptome können mehrere Wochen anhalten.[symptoma.com]
Pruritus
  • […] hafte virologische Ansprechraten der ADVANCE-Studie für unbehandelte HCV-Genotyp-1-Patienten (19) Die Nebenwirkungen in der ADVANCE-Studie, die häufiger in den telaprevirhaltigen Studienarmen vorkamen, waren Anämie (36 %), anorektale Symptome inklusive Pruritus[aerzteblatt.de]
Nausea
  • Über Jahre hinweg können vermehrte Müdigkeit und rekurrente Nausea die einzigen Anzeichen einer fortwährenden Infektion sein.[symptoma.com]
Rissige Lippen
  • Besonders besorgte Menschen fragen mitunter, ob man sich in solchen Situationen durch unsichtbare Blutreste vielleicht doch anstecken könne, wenn man gleichzeitig eine Mikroverletzung, rissige Lippen, Zahnfleischbluten oder einen Mückenstich habe; solche[leberhilfe.org]

Diagnostik

Im Idealfall erfolgt bei allen Patienten, die Symptome einer akuten Hepatitis zeigen, eine gründliche Aufarbeitung, um das kausale Pathogen zu identifizieren. Heute kann mit Hilfe molekularbiologischer Methoden bereits wenige Tage nach der Ansteckung eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus nachgewiesen werden. Um die virale RNA zu detektieren, muss eine Reverse Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion durchgeführt werden. Das gleiche Verfahren erlaubt zudem eine Bestimmung des viralen Genotyps. Verschiedene Protokolle sind etabliert [4]. Auch Enzyme-linked Immunosorbent Assays, kurz ELISA, liefern zuverlässige Resultate, aber positive Ergebnisse sind frühestens zwei Monate nach der Exposition gegenüber dem Virus zu erwarten. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass weder die Resultate der Polymerase-Kettenreaktion noch des ELISA einen Rückschluss auf die Dauer der Infektion erlauben. Um eine chronische Hepatitis C diagnostizieren zu können, müssen entsprechende Untersuchung deshalb wiederholt durchgeführt werden.

Serologische Analysen können auch angestellt werden, aber spezifische Antikörper werden sowohl bei jenen Personen detektiert, die ein einer aktiven Hepatitis C leiden, als auch bei denen, die die Infektion bereits überwunden haben. Damit eignet sich die Serologie nicht, um zu kontrollieren, inwiefern ein Patient auf eine Therapie anspricht. Für die initiale Diagnose sind solche Untersuchungen jedoch sehr hilfreich.

Weiterhin sind Laboranalysen von Blutproben anzufordern. Um die Leberfunktion besser einschätzen zu können, sind die Serumkonzentrationen der hepatischen Transaminasen, der alkalischen Phosphatase und des Bilirubins zu bestimmen. Präzise Informationen zum Zustand des Leberparenchyms sind außerdem im Rahmen der histologischen Untersuchung einer Biopsieprobe einzuholen. Zur Diagnose der chronischen Hepatitis C ist sie nicht notwendig, wohl aber um den Grad des fibrösen Umbaus und eine eventuelle maligne Degeneration zu erkennen.

Weil die Leberzirrhose ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms ist, sollten Patienten, bei denen eine Zirrhose festgestellt wurde, regelmäßig auf Leberkrebs untersucht werden. Eine wichtige Rolle kommt hierbei der Sonographie und der Messung des Serumsspiegels an α-Fetoprotein zu.

Schließlich empfehlen sich Untersuchungen auf eine mögliche Koinfektion mit dem Hepatitis-B-Virus und dem humanen Immunschwäche-Virus [5].

Hepatozelluläres Karzinom
  • Übrigens besteht trotz Therapie der Hepatitis C und Elimination des kausalen Pathogens bei Leberzirrhose-Patienten weiterhin ein erhöhtes Risikos auf ein hepatozelluläres Karzinom.[symptoma.com]
  • . - Freiburg : Universität, 2019 Protektive CD8 T-Zellantworten bei der Hepatitis-C-Virus Genotyp-4-Infektion und beim hepatozellulären Karzinom Grass, Franziska Elisa. - Freiburg : Universität, 2018 ...[d-nb.info]
  • Bei bestehender Leberzirrhose wird das kumulative 5-Jahresrisiko für die Entwicklung eines Hepatozellulären Karzinoms (HCC) mit 17 % angegeben ( 3 ).[aerzteblatt.de]
Leberbiopsie
  • Eine Leberbiopsie oder eine Lebersonographie können zuverlässige Aussagen über das Stadium der Krankheit (Stadium der Gewebsschädigung) treffen.[de.wikipedia.org]

Therapie

  • Einleitung einer antiviralen Therapie unverzichtbar ( 15 ).[aerzteblatt.de]
  • Übrigens besteht trotz Therapie der Hepatitis C und Elimination des kausalen Pathogens bei Leberzirrhose-Patienten weiterhin ein erhöhtes Risikos auf ein hepatozelluläres Karzinom.[symptoma.de]
  • Vor dem Hintergrund, dass nach der Konsensuskonferenz zu dieser Leitlinie im Jahr 2017 neue Medikamente zugelassen wurden, die aus methodischen Gründen in der aktuellen Leitlinie nicht berücksichtig werden konnten, wird in Kürze ein Addendum zur Therapie[dgvs.de]
  • Erst- und Re-Therapie für alle Genotypen Ribavirin als Kombinationstherapie zur Erst- und Re-Therapie für alle Genotypen Proteaseinhibitoren: Simeprevir (Olysio von Janssen Pharmaceutica) als Kombinationstherapie zur Erst- und Re-Therapie für die Genotypen[de.wikipedia.org]

Prognose

  • Prävention: Therapie: Prognose der Erkrankung: Art des Verlaufes Häufigkeit subklinischer Verlauf 75% ikterischer Verlauf 25% fulminante Hepatitis: tödlicher Verlauf 1% Verlaufsformen: Ausheilung mit Viruselimination 20-50% chronische Infektion: 50-80%[laborlexikon.de]

Epidemiologie

  • Infektionskrankheiten A-Z Übersicht RKI -Ratgeber (2018) Hepatitis C: Infektionsschutzgesetz und Meldewesen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (17.1.2018) GBE -Themenheft "Hepatitis C" (2016) Kurzbeschreibung im Infektionsepidemiologischen Jahrbuch Epidemiologie[rki.de]
  • HCV-Immunoblot keine Banden nachweisbar Antigennachweise HCV-PCR negativ Bewertung: siehe: Test Material Bewertung HCV-ELISA Serum HCV- Immunoblot Serum HCV-PCR (Polymerase- kettenreaktion) EDTA-Blut Morphologie des Virus: Übertragungswege: Risikogruppen: Epidemiologie[laborlexikon.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Arguedas MR, Chen VK, Eloubeidi MA, Fallon MB. Screening for hepatocellular carcinoma in patients with hepatitis C cirrhosis: a cost-utility analysis. Am J Gastroenterol. 2003; 98(3):679-690.
  2. Hedenstierna M, Nangarhari A, Weiland O, Aleman S. Diabetes and cirrhosis are risk factors for hepatocellular carcinoma after successful treatment of chronic hepatitis C. Clin Infect Dis. 2016.
  3. Vandenbulcke H, Moreno C, Colle I, et al. Alcohol intake increases the risk of hepatocellular carcinoma in patients with hepatitis C virus-related compensated cirrhosis: a prospective study. J Hepatol. 2016.
  4. Sábato MF, Shiffman ML, Langley MR, Wilkinson DS, Ferreira-Gonzalez A. Comparison of performance characteristics of three real-time reverse transcription-PCR test systems for detection and quantification of hepatitis C virus. J Clin Microbiol. 2007; 45(8):2529-2536.
  5. Chan DP, Sun HY, Wong HT, Lee SS, Hung CC. Sexually acquired hepatitis C virus infection: a review. Int J Infect Dis. 2016.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:39