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Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom

DLBCL

Etwa ein Drittel der Patienten, die an einem Non-Hodgkin-Lymphom leiden, erhält die Diagnose diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DGBZL). Es handelt sich hierbei um eine heterogene Gruppe bösartiger Neoplasien des lymphatischen Systems, die sich klinisch durch disseminiertes Wachstum und histologisch durch die Präsenz großer B-Lymphozyten auszeichnen. DGBZL können dabei von verschiedenen Populationen der B-Zellen ausgehen, und darauf basiert die weitere Klassifizierung dieser Lymphome.

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Symptome

Viele Patienten haben zum Zeitpunkt der Diagnose das 60. Lebensjahr bereits vollendet, aber auch jüngere Menschen können am DGBZL erkranken [1]. Ein Teil der Betroffenen macht in der Anamnese Angaben zu einer im Voraus diagnostizierten lymphoproliferativen Erkrankung, z.B. follikuläres Lymphom oder chronische lymphatische Leukämie [2] [3]. Zudem prädisponieren auch Autoimmunerkrankungen, die mit einer Aktivierung der B-Lymphozyten einhergehen, sowie Hepatitis C und eine erworbene Immunschwäche für DGBZL [4]. Auch nach einer familiären Vorbelastung bezüglich lymphoproliferativer Pathologien oder Autoimmunerkrankungen sollte gefragt werden.

DGBZL-Patienten werden in der Regel mit konstitutiven Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust vorstellig. In der Allgemeinuntersuchung fällt häufig eine generalisierte Lymphadenopathie auf; Tumoren der Lymphknoten wachsen schnell und invasiv und können die Funktion nahegelegener Organe beeinträchtigen. Des Weiteren ist das klinische Bild stark von der Lokalisation solider Tumoren abhängig, die sich außerhalb des lymphatischen Systems entwickeln. So können Tumore im Mediastinum zu Schmerzen im Brustraum, zu Dyspnoe und Kreislaufkomplikationen führen. Der Gastrointestinaltrakt, Leber, Milz, Nieren und Knochenmark können ebenso betroffen sein wie Haut, Nebennieren, Hoden und viele andere Organe [5]. In etwa 5% der Fälle ist das zentrale Nervensystem beteiligt und Metastasen finden sich in der Leptomeninx oder im Hirnparenchym [6].

Tachykardie
  • […] schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen, die bei mindestens 2 mit REVLIMID-Monotherapie behandelten MCL-Patienten auftraten, gehörten die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Kolitis durch Clostridium difficile, Sepsis, Basaliom und supraventrikuläre Tachykardie[pharma-zeitung.de]
Kopfschmerz
  • Dann ist in 4 Wochen eine neuer MRT Scan geplant, es sei denn, sie bekäme irgendwelche Probleme wie :Sehrstörungen, Kopfschmerzen,.Verschwommenes Sehen ect.....eben so wie vorher... dann könne acuh eher ein MRT Scan angesetzt werden.[hirntumor.de]
  • Die Infusionsreaktion kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Atembeschwerden bis hin zu Fieber und Schüttelforst führen.[shg-halle.de]
  • Die häufigsten Nebenwirkungen waren Müdigkeit, Diarrhoe, Übelkeit, Kopfschmerzen, Husten, Myalgie, makulopapulöser Hautausschlag, Übelkeit und Muskelkrämpfe. arznei-news.de – Quelle: AbbVie, Dez. 2016 Langfristige Verbesserung von Behandlungsergebnissen[arznei-news.de]
  • 49 %), Juckreiz (42 %), Hautausschlag (36 %), Müdigkeit (31 %), Verstopfung (24 %), Übelkeit (24 %), Nasopharyngitis (23 %), Gelenkschmerzen (22 %), Fieber (21 %), Rückenschmerzen (21 %), periphere Ödeme (20 %), Husten (20 %), Schwindelgefühl (20 %), Kopfschmerzen[pharma-zeitung.de]
Dyspnoe
  • So können Tumore im Mediastinum zu Schmerzen im Brustraum, zu Dyspnoe und Kreislaufkomplikationen führen.[symptoma.com]
  • Grades, die bei mindestens 5 % der MDS-Patienten mit 5q-Deletion beobachtet wurden, waren: Neutropenie (53 %), Thrombozytopenie (50 %), Lungenentzündung (7 %), Hautausschlag (7 %), Anämie (6 %), Leukopenie (5 %), Müdigkeit (5 %), Dyspnoe (5 %) und Rückenschmerzen[pharma-zeitung.de]
Husten
  • Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen ( 20 Prozent) aller Grade in der RESONATE-2-Studie waren Durchfall (42 Prozent), Müdigkeit (30 Prozent), Husten (22 Prozent) und Übelkeit (22 Prozent). arznei-news.de – Quelle: Janssen-Cilag International NV[arznei-news.de]
  • […] unerwünschten Ereignissen, die bei mindestens 15 Prozent der mit REVLIMID im Rahmen der MCL-Studie behandelten Patienten auftraten, gehörten Neutropenie (49 %), Thrombozytopenie (36 %), Müdigkeit (34 %), Anämie (31 %), Durchfall (31 %), Übelkeit (30 %), Husten[pharma-zeitung.de]
Gewichtsverlust
  • DGBZL-Patienten werden in der Regel mit konstitutiven Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust vorstellig.[symptoma.com]
  • Zudem können so genannte B-Symptome bestehen (Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust). Befallen die Lymphomzellen das Knochenmark, können die normalen blutbildenden Zellen dort verdrängt werden.[de.wikipedia.org]
  • Viele Patienten mit einem diffus großzelligen Lymphom berichten bei Diagnosestellung über eine sogenannte B-Symptomatik (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust).[myelom-lymphom.at]
  • Hinzu kommen ein unerklärlicher Gewichtsverlust, Nachtschweiß und regelmäßige Fieberschübe.[flexikon.doccheck.com]
Fieber
  • DGBZL-Patienten werden in der Regel mit konstitutiven Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust vorstellig.[symptoma.com]
  • Zudem können so genannte B-Symptome bestehen (Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust). Befallen die Lymphomzellen das Knochenmark, können die normalen blutbildenden Zellen dort verdrängt werden.[de.wikipedia.org]
  • Viele Patienten mit einem diffus großzelligen Lymphom berichten bei Diagnosestellung über eine sogenannte B-Symptomatik (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust).[myelom-lymphom.at]
  • Einige Patienten berichten über Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverslust, die so genannten B-Symptome.[krebsratgeber.de]
Lymphadenopathie
  • In der Allgemeinuntersuchung fällt häufig eine generalisierte Lymphadenopathie auf; Tumoren der Lymphknoten wachsen schnell und invasiv und können die Funktion nahegelegener Organe beeinträchtigen.[symptoma.com]
Nachtschweiß
  • DGBZL-Patienten werden in der Regel mit konstitutiven Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust vorstellig.[symptoma.com]
  • Zudem können so genannte B-Symptome bestehen (Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust). Befallen die Lymphomzellen das Knochenmark, können die normalen blutbildenden Zellen dort verdrängt werden.[de.wikipedia.org]
  • Viele Patienten mit einem diffus großzelligen Lymphom berichten bei Diagnosestellung über eine sogenannte B-Symptomatik (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust).[myelom-lymphom.at]
  • Einige Patienten berichten über Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverslust, die so genannten B-Symptome.[krebsratgeber.de]

Diagnostik

Um den Zustand eines Patienten und die Funktionsfähigkeit seiner Organe zu beurteilen, sollten zunächst ein vollständiges Blutbild, Blutchemie und Urinproben analysiert werden.

Die Diagnose eines DGBZL bedarf der detaillierten Untersuchung einer Gewebeprobe, die idealerweise mittels Exzisionsbiopsie gewonnen wurde [7]. Auf Stanzbiopsien bzw. die endoskopische Entnahme von Gewebeproben sollte nur zurückgegriffen werden, wenn eine Exzisionsbiopsie nicht durchführbar ist. Feinnadelaspirate sind zur Diagnose ungeeignet. Die Proben sollten sowohl histopathologisch als auch immunhistochemisch und/oder mittels Durchflusszytometrie untersucht werden. Falls weiterhin Zweifel an der Diagnose bestehen, können molekularbiologische Techniken angewandt werden, um den klonalen Ursprung der entarteten Lymphozyten nachzuweisen [8]. Es sei darauf hingewiesen, dass etwa 5% der B-Zell-Neoplasien biklonale Muster aufweisen. Der Nachweis von Mutationen in bestimmten Genen ist gleichzeitig von prognostischer Relevanz [9].

Wie oben beschrieben, können Metastasen in einer Vielzahl innerer Organe gefunden werden. Die bildgebende Diagnostik ist hier von großer Hilfe, wobei die Fluordesoxyglukose-Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie als Goldstandard für das Tumorstaging gilt [10] [11]. Ein Ganzkörper-Screening mittels kontrastverstärkter Computertomographie stellt hierzu eine Alternative dar, ist jedoch von geringerer Sensitivität [7]. Ergänzende Verfahren sollten in Abhängigkeit von der klinischen Präsentation und den Laborbefunden gewählt werden. Beispielsweise stellen sich Tumoren im zentralen Nervensystem am besten in der Magnetresonanztomographie dar, die der Computertomographie diesbezüglich überlegen ist [6]. In diesem Zusammenhang kann auch die Untersuchung einer Liquorprobe erforderlich werden.

Bei Bestätigung der Diagnose DGBZL wird empfohlen, den Patienten auf prädisponierende Erkrankungen hin zu untersuchen, z.B. auf Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus oder dem Human Immunodeficiency Virus.

Lymphknotenhyperplasie
  • Im Gegensatz zu einer reaktiven Lymphknotenhyperplasie fehlt der Wechsel zwischen Präparateabschnitten mit Überwiegen von Keimzentrumszellen - es können ja auch bei reaktiven Veränderungen stellenweise sehr viele Blasten vorkommen - und anderen Präparateabschnitten[hemato-images.eu]

Therapie

  • Nach der Diagnose wird eine rasche Therapie angestrebt.[de.wikipedia.org]
  • Seit einigen Jahren weiß man zudem, dass neben dem Stadium auch andere klinische Faktoren beeinflussen, wie Patienten auf die Therapie ansprechen. mehr Therapie Da das diffus großzellige B-Zell-Lymphom ein aggressives und rasch wachsendes Lymphom ist,[lymphome.de]
  • Viele - manche sagen sogar 80%-90% der Patienten - werden durch diese R-CHOP-Therapie geheilt. Leider kommt halt bei manchen der Krebs nach (oder sogar während) dieser Therapie wieder, d.h. es bildet sich ein sog.[krebs-kompass.org]
  • Salvage-Therapien Patienten, für die eine Stammzelltransplantation nicht in Betracht kommt, erhalten bei einem Rezidiv eine sogenannte Salvage-Therapie (engl. salvage Rettung).[shg-halle.de]
  • […] diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) und bei der B-Linien-ALL 29.01.2019 Nationale Dekade gegen Krebs gestartet 23.01.2019 Olaratumab beim Weichgewebssarkom – negative Phase-III-Studie Olaratumab (LartruvoTM) wurde im November 2016 von der EMA zur Therapie[dgho.de]

Prognose

  • Bei einer Mutation von zwei (double hit) oder drei der Gene (triple hit) liegt ebenfalls eine ungünstigere Prognose vor.[de.wikipedia.org]
  • Lebensjahres mit intermediärer Prognose (aaIPI 1) erwies sich das R-ACVBP -Protokoll dem R-CHOP-Protokoll signifikant überlegen [ 39 ].[onkopedia.com]
  • Prognose Die Prognose kann sich für einzelne Patienten deutlich unterscheiden. In zwei Dritteln aller Fälle mit fortgeschrittener Erkrankung kann eine komplette Remission, also ein kompletter Rückgang der Erkrankung, erreicht werden.[krebsratgeber.de]
  • Obwohl Veränderungen an den Genen MYC, BCL2 und BCL6 Auswirkungen auf die Prognose eines Patienten haben, werden diese Untersuchungen im klinischen Alltag noch kaum durchgeführt.[shg-halle.de]

Epidemiologie

  • Epidemiologie Über 30% der weltweit diagnostizierten Non-Hodgkin-Lymphome sind diffus großzellige B-Zell-Lymphome. Somit ist das DLBCL das häufigste maligne Lymphom weltweit.[krebsratgeber.de]
  • Histologie der Neuroblastome gehen von Lymphzellen (Lymphozyten, sowohl T- als auch B-Zellen) aus in 95% der Fälle hochmalignes diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom meist maligner, infiltrativ wachsender Tumor keine WHO-Klassifizierung Epidemiologie der[hirntumorhilfe.de]
  • Insgesamt ist die Heilungsrate relativ hoch, primäre Behandlungsmethode ist eine Chemotherapie. 2 Epidemiologie Die Häufigkeit einer Neuerkrankung liegt für das B-Zell-Lymphom bei etwa 7:100.000 Einwohnern.[flexikon.doccheck.com]
  • Es wird daher hier nicht abgehandelt. 2.2 Epidemiologie Die Inzidenz des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms beträgt ca. 7 Fälle pro 100.000 Einwohner pro Jahr.[onkopedia.com]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Hans CP, Weisenburger DD, Greiner TC, et al. Confirmation of the molecular classification of diffuse large B-cell lymphoma by immunohistochemistry using a tissue microarray. Blood. 2004; 103(1):275-282.
  2. Alizadeh AA, Eisen MB, Davis RE, et al. Distinct types of diffuse large B-cell lymphoma identified by gene expression profiling. Nature. 2000; 403(6769):503-511.
  3. Giles FJ, O'Brien SM, Keating MJ. Chronic lymphocytic leukemia in (Richter's) transformation. Semin Oncol. 1998; 25(1):117-125.
  4. Martelli M, Ferreri AJ, Agostinelli C, Di Rocco A, Pfreundschuh M, Pileri SA. Diffuse large B-cell lymphoma. Crit Rev Oncol Hematol. 2013; 87(2):146-171.
  5. Takahashi H, Tomita N, Yokoyama M, et al. Prognostic impact of extranodal involvement in diffuse large B-cell lymphoma in the rituximab era. Cancer. 2012; 118(17):4166-4172.
  6. Peñalver FJ, Sancho JM, de la Fuente A, et al. Guidelines for diagnosis, prevention and management of central nervous system involvement in diffuse large B-cell lymphoma patients by the Spanish Lymphoma Group (GELTAMO). Haematologica. 2016.
  7. Tilly H, Gomes da Silva M, Vitolo U, et al. Diffuse large B-cell lymphoma (DLBCL): ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol. 2015; 26 Suppl 5:v116-125.
  8. Langerak AW, Groenen PJ, Bruggemann M, et al. EuroClonality/BIOMED-2 guidelines for interpretation and reporting of Ig/TCR clonality testing in suspected lymphoproliferations. Leukemia. 2012; 26(10):2159-2171.
  9. Tekin N, Omidvar N, Morris TP, et al. Protocol for qRT-PCR analysis from formalin fixed paraffin embedded tissue sections from diffuse large b-cell lymphoma: Validation of the six-gene predictor score. Oncotarget. 2016.
  10. Barrington SF, Mikhaeel NG, Kostakoglu L, et al. Role of imaging in the staging and response assessment of lymphoma: consensus of the International Conference on Malignant Lymphomas Imaging Working Group. J Clin Oncol. 2014; 32(27):3048-3058.
  11. Cheson BD, Fisher RI, Barrington SF, et al. Recommendations for initial evaluation, staging, and response assessment of Hodgkin and non-Hodgkin lymphoma: the Lugano classification. J Clin Oncol. 2014; 32(27):3059-3068.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:33