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Eosinophile Gastroenteritis

Eosinophile Magendarmentzündung (Gastroenteritis) vom mukosalen Typ

Die eosinophile Gastroenteritis ist eine seltene gastrointestinale Erkrankung, der eine Infiltration von Eosinophilen in mukosale, muskuläre und seröse Gewebsschichten zugrunde liegt. Typische Symptome sind Abdominalschmerzen, Dysphagie, Diarrhoe, Gedeihstörungen, Amenorrhoe, Protein- und Eisenmalabsorption, Blutungen und Anämie. Eine erste Diagnose kann durch eine genaue klinische Untersuchung und Labortests, die eine Eosinophilie nachweisen, gestellt werden. Bildgebung, mikrobiologische und histopathologische Studien sind nötig um häufigere Ursachen einer Eosinophilie auszuschließen und das Vorhandensein Eosinophiler in der intestinalen Epithelzellschicht sowie im Magen zu beweisen.


Symptome

Die Symptomatik einer eosinophilen Gastroenteritis entsteht durch eine eosinophile Infiltration in der intestinalen Epithelzellschicht mit anschließenden Entzündungsreaktionen [1] [2] [3] [4]. Obwohl fast jeder Abschnitt des Gastrointestinaltrakts betroffen sein kann, scheinen der Magen und das proximale Intestinum tenue am häufigsten betroffen zu sein [1] [2]. Die Ausprägungsstärke der Symptome hängt in gewissem Maß davon ab, wie umfassend die Entzündung ist. Bei der klinischen Erstvorstellung dominieren unspezifische Beschwerden - Abdominalschmerz, der häufig von Krämpfen begleitet wird, Diarrhoe, Nausea mit Emesis und Dysphagie sind typisch [1] [2]. Da die intestinale Mukosaschicht allgemein betroffen ist, werden häufig Malabsorptionssyndrome, speziell eine Proteinverlust-Enteropathie (PLE) und ein Eisenmangel beobachtet, was zu Gewichtsverlust bzw. Anämie führen kann [1] [5]. Blutungen im unteren Gastrointestinaltrakt sind möglich, wenn die eosinophile Gastroenteritis auch das Kolon betrifft [1] [6]. Bei Kindern und Jugendlichen kann diese Erkrankung zu einer Pubertas tarda, Amenorrhoe, Gedeihstörungen sowie zu Wachstumsretardierung führen [1] [5] [6]. Asziten mit starker peripherer Eosinophilie sind Leitsymptome bei einer schweren Ausprägung der eosinophilen Gastroenteritis, die auch die subserösen Schichten der Intestinalwand betrifft [1]. In seltenen Fällen können als Begleiterkrankungen u.a. auch Pankreatitis, akute Appendicitis und Duodenalulzera auftreten [1].

Diagnostik

Da die eosinophile Gastroenteritis in der klinischen Praxis eher selten auftritt, können bei der erfolgreichen Erkennung Probleme auftreten. Studien zufolge zeigen etwa 80% der Patienten charakteristische Symptome über mehrere Jahre, bis die Erkrankung erfolgreich diagnostiziert wird [1] [4]. Aus diesem Grund ist eine umfassende Untersuchung bei Patienten, die sich mit unspezifischen gastrointestinalen Beschwerden vorstellen, notwendig. Startpunkte sind hier die Analyse der Patientengeschichte und eine klinische Erstuntersuchung. Nachdem die Symptome und ihre Progression erfasst worden sind, sollten Labortests durchgeführt werden, die bei einer eosinophilen Gastroenteritis eine markante periphere Eosinophilie mit Durchschnittswerten von 2000 /µl nachweisen [1]. Zusätzliche Befunde sind u.a. Anämie, Hypoalbuminämie infolge eines fäkalen Proteinverlusts, der über eine Alpha-1-Antitrypsin Analyse im Rahmen einer 24h Fezes-Sammlung festgestellt werden kann), Steatorrhoe und hohe Werte von Immunglobulin E (IgE) im Serum [1]. Es bestehen zahlreiche Differentialdiagnosen bei der eosinophilen Gastroenteritis, sodass Stuhlkulturen (Ausschluss parasitärer Infektionen) und Prick-Tests (Ausschluss von Allergien) wichtige Kontrollen darstellen [1]. Computertomografie und Ultrasonografie sind ebenfalls nützlich, da sie Asziten und eine Verdickung der Rugae gastricae nachweisen können. Diese Befunde sind jedoch zu unspezifisch und erfordern eine endoskopische Untersuchung mit anschließender histopathologischer Analyse [1] [5].

Die eosinophile Gastroenteritis gilt als eindeutig nachgewiesen, wenn Eosinophile im Gastrointestinaltrakt nachgewiesen wurden, und wenn alle anderen möglichen Ursachen für eine Eosinophilie ausgeschlossen werden können [1] [5] [6].

Therapie

  • Es wurde darauf erneut eine Prednisolon-Therapie mit 1,5 mg/kg KG eingeleitet. Hierunter waren die Ergüsse sowie der Aszites nach 14 Tagen komplett rückläufig.[thieme-connect.com]
  • […] zu: Eosinophile Gastritis Therapie Eosinophile Gastritis Die therapeutischen Möglichkeiten bei der eosinophilen Gastritis umfassen: bei allergischer Reaktion: orale Steroide: Prednisolon, Methylprednisolon Cromoglicinsäure: 4x200mg p.o. bei parasitären[med2click.de]
  • Management Kortikosteroide sind die Hauptstütze der Therapie mit einem 90% Rücklaufquote in einigen Studien. Geeignete Dauer der Steroid-Behandlung ist nicht bekannt und Rückfall erfordert häufig eine Langzeitbehandlung.[haltenraum.com]

Epidemiologie

  • […] zu: Eosinophile Gastritis Epidemiologie Eosinophile Gastritis Genaue epidemiologische Daten zur eosinophilen Gastritis sind zur Zeit nicht verfügbar.[med2click.de]
  • Epidemiologie Epidemiologie zwischen Studien unterscheiden, wie Zahl der Fälle sind klein, mit rund 300 EG Fällen in der veröffentlichten Literatur berichtet.[haltenraum.com]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

  • Pathophysiologie Peripheren Blut-Eosinophilie und erhöhte Serum-IgE sind üblich, aber nicht universal. Der Schaden an den Gastrointestinaltrakt Wand durch eosinophile Infiltration und Degranulation verursacht.[haltenraum.com]

Quellen

Artikel

  1. Ingle SB, Hinge (Ingle) CR. Eosinophilic gastroenteritis: An unusual type of gastroenteritis. World J Gastroenterol. 2013;19(31):5061-5066.
  2. Chen MJ, Chu CH, Lin SC, Shih SC, Wang TE. Eosinophilic gastroenteritis: clinical experience with 15 patients. World J Gastroenterol. 2003;9(12):2813–2816.
  3. Hsu YQ, Lo CY. A case of eosinophilic gastroenteritis. Hong Kong Med J. 1998;4(2):226–228.
  4. Christopher V, Thompson MH, Hughes S. Eosinophilic gastroenteritis mimicking pancreatic cancer. Postgrad Med J. 2002;78(922):498–499.
  5. Freeman HJ. Adult eosinophilic gastroenteritis and hypereosinophilic syndromes. World J Gastroenterol. 2008;14(44):6771-6773.
  6. Baig MA, Qadir A, Rasheed J. A review of eosinophilic gastroenteritis. J Natl Med Assoc. 2006;98(10):1616–1619.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 13:33