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Fibromyalgie

Fibromyalgie-Syndrom

Die Fibromyalgie ist ein nicht-entzündlich bedingtes chronisches Schmerzsyndrom mit Weichteilbeschwerden in verschiedenen Körperregionen. Weitere typische Hauptsymptome sind andauernde Müdigkeit bis hin zu Fatigue-Syndrom, sowie Schlafstörungen.


Symptome

Die wichtigsten Symptome sind Schmerzen in verschiedenen Regionen des Körpers, sowie Müdigkeit [6]. Viele betroffenen Individuen entwickeln einige der folgenden Symptome, aber der Schweregrad variiert von Person zu Person.

Schlafstörung
  • Hauptsymptome sind chronische Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, Schlafstörungen und Erschöpfungsneigung. Der Erkrankungsbeginn ist häufig schleichend.[symptoma.com]
  • Angefangen bei Schlafstörungen wie Ein- und Durchschlafproblemen und zu oberflächlichem Schlaf ohne ausreichende Tiefschlafphasen, über chronische Erschöpfung, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Nervosität, depressive Verstimmungen sowie erhöhte[magnesium.de]
  • Die Fibromyalgie wird in der International Classification of Sleep Disorders (ICSD-2, 2005) im Anhang A und in der Leitlinie „Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen“ bei den Schlafstörungen, die assoziiert mit andernorts klassifizierten Erkrankungen[de.wikipedia.org]
  • Fibromyalgie, das bedeutet Schmerzen am ganzen Körper, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwellungen und sehr viele rätselhafte funktionelle Beschwerden .[weiss.de]
  • So kann eine Schlafstörung (mit fehlender Tiefschlafphase) sowohl eine weitere hormonelle Dysbalance als auch Störungen im Immunsystem nach sich zu ziehen, die ihrerseits die Symptomatik der Fibromyalgie erklären.[gesundheit.de]
Ermüdung
  • So kann ein Energiemangel der Muskelzellen nicht nur eine vorzeitige Ermüdung und Schwäche verursachen, sondern auch eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit nach sich ziehen.[magnesium.de]
Rückenschmerz
  • Buchner M, Neubauer E, Barie A, Schiltenwolf M (2007) Komorbidität bei chronischen Rückenschmerzen. Schmerz 21: 218–225 PubMed CrossRef Google Scholar 6. Buskila D, Neumann L, Alhoasle A et al. (2000) Fibromyalgia syndrome in men.[doi.org]
  • Zu den typischen Symptomen zählen neben Müdigkeit und Schlafstörungen auch Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwellungsgefühl an Füßen, Händen und Gesicht, sowie unspezifische Schmerzen am ganzen Körper.[dr-feil.com]
  • Kerstin Kümmel wacht mitten in der Nacht mit rasenden Rückenschmerzen auf. Als sie aufstehen will, geben die Beine nach. „Das war so schlimm, dass ich das erste Mal in meinem Leben den Notarzt gerufen habe“, sagt sie.[ksta.de]
  • […] neuesten medizinischen Erkenntnissen und Leitlinien Procain-Basen-Infusionen, Nervenblockaden, Triggerpunkt-Injektionen, Neuraltherapie, Medikamentenpumpen, TENS-Therapie Schwerpunkt: Behandlung myofaszialer Schmerzen (Muskeln-Sehnen als Ursache Kopf- und Rückenschmerzen[ambulantes-schmerzzentrum.de]
  • Sie klagte über starke Rückenschmerzen im Hals- und Brustwirbelbereich, Kopfschmerzen , Gelenkschmerzen. Migräne , Schlafstörungen, Magen-Darm-Probleme plagten sie, und sie grübelte viel zu häufig über Kleinigkeiten.[welt.de]
Nackenschmerz
  • Video: Wenn Sie mal wieder Schmerzen im Nacken verspüren, dann versuchen Sie es doch mal mit unseren besten Übungen gegen Nackenschmerzen: Quelle: Bella Lesen Sie hier weiter: Morbus Bechterew: Alles über die chronische Erkrankung Tipps zum Arzttermin[liebenswert-magazin.de]
  • "Ich war oft müde und antriebslos", erinnert sich Dora, "Dann kamen die Rücken- und Nackenschmerzen dazu."[wunderweib.de]
Schulterschmerz
  • Sie können in den Füßen auftauchen, was das Laufen erschwert, oder als brennender Schulterschmerz, was vom Schlafen abhalten kann, weil die Matratze drückt. Oder sie strahlen durch die Beine, von Hüfte zu Fuß.[morgenpost.de]
Myalgie
  • Von Duden empfohlene Trennung: Fi bro my al gie Alle Trennmöglichkeiten: Fi b ro my al gie Bedeutungsübersicht chronische Erkrankung mit Muskel- und Sehnenschmerzen Aussprache Betonung: Fibromyalg ie Anzeige Herkunft zu lateinisch fibra, Fiber und zu Myalgie[duden.de]

Diagnostik

Die Diagnose beruht auf der Feststellung von druckschmerzhaften Punkten (tender points) in verschiedenen Körperregionen [7]. Es gibt keine Laboruntersuchungen oder bildgebende Verfahren zur Bestätigung dieser Diagnose. Jedoch können verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, um andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Hypothyreose oder eine Arthritis im Anfangsstadium, auszuschließen.

Therapie

Es gibt keine kurative Therapie für Fibromyalgie und die Behandlung erfolgt symptomatisch [8]. Im Laufe der Jahre haben viele Behandlungsmethoden unterschiedlichen Erfolg gezeigt. Regelmäßige Bewegung ist eine Form der nicht-medikamentösen Behandlung. Schmerzmittel und Antidepressiva zählen zu den üblichen medikamentösen Behandlungsmaßnahmen.

Prognose

Laut langfristigen Follow-up-Studien ist Fibromyalgie eine chronische Erkrankung. Allerdings kann die Intensität der Symptome schwanken. Die Auswirkungen der Fibromyalgie auf die täglichen Aktivitäten und Aufgaben variiert stark bei den Patienten [5]. Die Einschränkungen können denen von rheumatoider Arthritis entsprechen und zum Beispiel zu Verlust des Arbeitsplatzes führen.

Ätiologie

Die Ursache der Fibromyalgie ist unbekannt, aber viele Hypothesen wurden postuliert [2]. Einige der vermuteten Ursachen sind folgende:

  • Prädisponierenden Faktoren (wie Schlafstörungen, Depressionen und chronische Krankheiten)
  • Psychische Belastung und eine somatische Manifestation der Depression
  • Gewebetrauma bei Operation oder Körperverletzung (zwischen 14-23% der Patienten entwickeln Fibromyalgie nach Trauma oder Operation)
  • Immunologische Anomalien (55% der Patienten entwickelten Fibromyalgie nach Infektionen mit HIV, Lyme-Borreliose und Coxsackievirus)
  • Veränderungen in peripheren Nozizeptoren was zu einer erhöhten Schmerzwahrnehmung führt
  • Veränderungen in Muskelgewebe auf zellulärer Ebene zusätzlich zu Veränderungen im Blutfluss

Epidemiologie

Die Diagnose der Fibromyalgie erfolgt weitgehend subjektiv und deshalb sollte die Häufigkeit in diesem Zusammenhang [3] interpretiert werden. Die Erkrankung tritt bei etwa 20 bis 30 pro 1000 Personen auf und scheint über alle Altersgruppen verteilt zu sein. Die am häufigsten betroffene Altersgruppe ist 30-50 Jahre. Fibromyalgie tritt meist bei Frauen auf und das Verhältnis erkrankter Frauen zu Männern ist 9:1.

Bis heute gibt es keine schlüssigen Beweise über die Auswirkungen der Genetik bei Fibromyalgie. Jedoch zeigen Verwandte ersten Grades von Fibromyalgie-Patienten eine erhöhte Inzidenz von Depression. Fibromyalgie ist vor allem bei Menschen in den mittleren und oberen sozioökonomischen Klassen verbreitetet. Dies kann jedoch auch auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass Menschen aus niedrigeren sozioökonomischen Schichten einen schlechteren Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Fibromyalgie wird allgemein als eine Erkrankung angesehen, bei der eine Schmerzüberempfindlichkeit vorhanden ist. Patienten mit dieser Erkrankung haben oft eine niedrigere Schwelle für Schmerzen und relevante Stimuli wie Lärm, Hitze und starke Gerüche [4]. Durch neurobiologischen Veränderungen, die die Wahrnehmung von Schmerzen beeinflussen oder durch Erwartungshaltung und Hypervigilanz könnte diese Überempfindlichkeit erklärt werden. Obwohl die Pathogenese der Fibromyalgie ist nicht vollständig geklärt ist, hat die Forschung einige genetische, biochemische, neurophysiologische, psychische und weitere Faktoren identifiziert, die beteiligt sein könnten. Dies hat den Verdacht, dass Fibromyalgie ein subjektiver Schmerzzustand ist, wiederlegt.

Zusammenfassung

Die Fibromyalgie ist ein multilokuläres Schmerzsyndrom mit charakteristischer Symptomatik. Hauptsymptome sind chronische Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, Schlafstörungen und Erschöpfungsneigung. Der Erkrankungsbeginn ist häufig schleichend.

Etwa 2 % der Bevölkerung sind betroffen, das Verhältnis erkrankter Frauen zu Männern beträgt 9:1. Die Ätiologie und Pathogenese der Fibromyalgie sind derzeit nicht geklärt. Eine kausale Therapie der Erkrankung ist nicht bekannt.

Patientenhinweise

Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung, die durch Schmerzen in verschiedenen Regionen das Körpers gekennzeichnet ist. Der Schmerz wird oft von Müdigkeit, Gedächtnisproblemen und Schlafstörungen begleitet. Bei Patienten mit Fibromyalgie kommt es wahrscheinlich zu einer Schmerzüberempfindlichkeit deren genaue Ursache nicht bekannt ist.

Die Symptome der Fibromyalgie treten auch in manchen Fällen nach Operationen, Infektionen, erheblicher psychischer Belastung oder nach körperlichem Trauma auf. Die meisten Menschen mit Fibromyalgie klagen auch über Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, sowie Depression und Angst. Derzeit gibt es keine vollständige Heilung für Fibromyalgie, aber verschiedene medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungen können die Symptome lindern.

Quellen

Artikel

  1. López-Pousa S, Garre-Olmo J, de Gracia M, Ribot J, Calvó-Perxas L, Vilalta-Franch J. Development of a multidimensional measure of fibromyalgia symptomatology: The comprehensive rating scale for fibromyalgia symptomatology. J Psychosom Res. May 2013;74(5):384-92
  2. Yunus MB. Fibromyalgia and overlapping disorders: the unifying concept of central sensitivity syndromes. Semin Arthritis Rheum. Jun 2007;36(6):339-56.
  3. Burgmer M, Pogatzki-Zahn E, Gaubitz M, et al. Altered brain activity during pain processing in fibromyalgia. Neuroimage. Jan 15 2009;44(2):502-8.
  4. Gracely RH, Petzke F, Wolf JM, Clauw DJ. Functional magnetic resonance imaging evidence of augmented pain processing in fibromyalgia. Arthritis Rheum. May 2002;46(5):1333-43.
  5. Wolfe F, Cathey MA, Kleinheksel SM. Fibrositis (Fibromyalgia) in rheumatoid arthritis. J Rheumatol. Dec 1984;11(6):814-8. [Medline].
  6. Hassett AL, Gevirtz RN. Nonpharmacologic treatment for fibromyalgia: patient education, cognitive-behavioral therapy, relaxation techniques, and complementary and alternative medicine. Rheum Dis Clin North Am 2009; 35:393.
  7. Goldenberg DL, Burckhardt C, Crofford L. Management of fibromyalgia syndrome. JAMA 2004; 292:2388.
  8. Carville SF, Arendt-Nielsen S, Bliddal H, et al. EULAR evidence-based recommendations for the management of fibromyalgia syndrome. Ann Rheum Dis 2008; 67:536.
  9. Boomershine CS, Crofford LJ. A symptom-based approach to pharmacologic management of fibromyalgia. Nat Rev Rheumatol 2009; 5:191.
  10. Schmidt-Wilcke T, Clauw DJ. Fibromyalgia: from pathophysiology to therapy. Nat Rev Rheumatol 2011; 7:518.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 15:54