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Fieber durch Schwermetalldampf

Akute Zinnstaubvergiftung Metalldampffieber (Gießerfieber) durch Zinnstaub

Fieber durch Schwermetalldampf (FMD) ist eine Berufskrankheit, die zumeist durch die akut verstärkte oder langfristige Exposition gegenüber Zinkoxid ausgelöst wird. Für diese Variante des FMD wird deshalb auch der Begriff Zinkfieber oder Gussfieber verwendet. Des Weiteren führt die Inhalation oder anderweitige Aufnahme von Dämpfen und Rauchen, die Eisen- oder Kupferverbindungen enthalten, gelegentlich zum FMD. Die Therapie erfolgt nach Bedarf rein symptomatisch, insbesondere sind aber Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen, um eine erneute Exposition gegenüber den giftigen Dämpfen zu vermeiden.


Symptome

Schwermetalldämpfe und -rauche sind giftig. Je nach Art der Exposition ist das klinische Bild von neurologischen, respiratorischen, gastrointestinalen und/oder dermatologischen Symptomen geprägt, die jedoch allesamt unspezifisch sind:

  • Häufigste Ursache des FMD ist die Inhalation von Schwermetalldämpfen. Diese führt akut zu Husten und Schmerzen in der Brust, und mit einer Verzögerung von mehreren Stunden zu konstitutiven Symptomen wie Fieber, Schweißausbrüchen und Schüttelfrost, aber auch zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Viele FMD-Patienten beschreiben zudem ein Gefühl allgemeiner Schwäche, Myalgien und Arthralgien. Zuweilen verleitet diese Symptomatik zur falschen Annahme eines grippalen Infekts oder einer Influenza [1].
  • Die langfristige Inhalation von Schwermetalldämpfen geht mit einer chronischen Reizung der Atemwege einher, was schließlich ein Asthma bronchiale hervorrufen kann [2].
  • Fieber kann sich auch nach der oralen Aufnahme von Schwermetallen einstellen, allerdings geht diesem meist eine ausgeprägte gastrointestinale Symptomatik voraus. Die Metalle reizen die Schleimhaut im Verdauungstrakt und provozieren abdominelle Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
  • Der dauerhafte Kontakt zu Schwermetalldämpfen und -rauchen kann eine Dermatitis auslösen.

In Fällen einer akuten Intoxikation mit Schwermetalldämpfen klingen die Beschwerden in der Regel binnen eines Tages wieder ab [3]. Allerdings ist diesbezüglich auch die Dosis und die Art der Exposition zu beachten, sodass sich unter Umständen ein längerer Beobachtungszeitraum empfiehlt.

Husten
  • Diese führt akut zu Husten und Schmerzen in der Brust, und mit einer Verzögerung von mehreren Stunden zu konstitutiven Symptomen wie Fieber, Schweißausbrüchen und Schüttelfrost, aber auch zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.[symptoma.de]
Fieber
  • Fieber durch Schwermetalldampf (FMD) ist eine Berufskrankheit, die zumeist durch die akut verstärkte oder langfristige Exposition gegenüber Zinkoxid ausgelöst wird.[symptoma.de]
  • Die Stunden bis wenige Tage anhaltenden, mit einem grippalen Infekt vergleichbaren Symptome (Fieber, Krankheitsgefühl, Beschwerden im Bereich der Atemwege) werden heute bei Inhalation metalloxidhaltiger Aerosole (Dämpfe oder Räuche) beobachtet, so beim[de.wikipedia.org]
  • Antwort : Lieber warten, außer wenn es sich um chronisches Fieber handelt, dann natürlich schon. Ich habe öfters Patienten die immer eine Temperatur von 37,5 haben und da muss man den Test eben auch bei diesem leichten Fieber machen.[tox-test.de]
Metallarbeiter
  • Werden ein oder gar mehrere Metallarbeiter mit FMD vorstellig, sind daher auch Maßnahmen zur Kontrolle des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz einzuleiten.[symptoma.de]
Unwohlsein
  • Metalldampffieber, Zinkfieber, Gieß- oder Gießerfieber war für wenigstens ein Jahrhundert lang die übliche Bezeichnung für ein anfangs nicht recht erklärbares abendliches Unwohlsein mit schüttelfrostähnlicher Komponente, das Arbeiter befiel, die in Messinggießereien[de.wikipedia.org]
Arthralgie
  • Viele FMD-Patienten beschreiben zudem ein Gefühl allgemeiner Schwäche, Myalgien und Arthralgien. Zuweilen verleitet diese Symptomatik zur falschen Annahme eines grippalen Infekts oder einer Influenza.[symptoma.de]

Diagnostik

Das unspezifische klinische Bild erlaubt kaum Rückschlüsse auf die Ursache der Beschwerden. Nur eine gründliche Anamnese, die Angaben zum Beruf des Patienten einschließt, lässt den Verdacht auf FMD aufkommen [4]. Besonders bei langfristiger Exposition und Verdacht auf chronisches FMD ist zu erfragen, ob die Symptome am Wochenende oder während des Urlaubs nachlassen. Im Sinne einer Tachyphylaxie kommt es nach der arbeitsfreien Zeit bei erneuter Exposition zu besonders starken Symptomen [5] [6].

Nach Möglichkeit sind die Serum- und Urinspiegel des Schwermetalls zu bestimmen, das als Auslöser des FMD infrage kommt. Standardanalysen von Blut und Urin sollten außerdem realisiert werden, um den Allgemeinzustand des Patienten besser einschätzen zu können. Nicht selten finden sich im Zusammenhang mit einem FMD erhöhte Leukozytenzahlen, erhöhte Konzentrationen C-reaktiven Proteins und eine beschleunigte Blutsenkung.

Die Inhalation von Schwermetalldämpfen kann zu strukturellen Umbauten im Atmungstrakt führen, weshalb unbedingt auch eine Röntgenuntersuchung, besser noch eine Computertomographie des Thorax durchgeführt werden sollte. In den meisten Fällen bleibt die Lungenaufnahme ohne besonderen Befund, aber nach chronischer Inhalation von Schwermetalldämpfen können sich auch diffuse fleckige Verdichtungen zeigen [5].

Zum Schutz der Beschäftigten in der Metallbranche wurden für viele Substanzen - unter anderem für Zink und Zinkverbindungen - maximale Arbeitsplatzkonzentrationen definiert. Werden ein oder gar mehrere Metallarbeiter mit FMD vorstellig, sind daher auch Maßnahmen zur Kontrolle des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz einzuleiten [4].

Therapie

  • Die Therapie erfolgt nach Bedarf rein symptomatisch, insbesondere sind aber Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen, um eine erneute Exposition gegenüber den giftigen Dämpfen zu vermeiden. Schwermetalldämpfe und -rauche sind giftig.[symptoma.de]

Quellen

Artikel

  1. Regamey F, Ceppi M. [Case report of metal fume fever, first diagnosed as H1N1]. Rev Med Suisse. 2010; 6(237):412.
  2. Dube D, Puruckherr M, Byrd RP, Jr., Roy TM. Reactive airways dysfunction syndrome following metal fume fever. Tenn Med. 2002; 95(6):236-238.
  3. Kaye P, Young H, O'Sullivan I. Metal fume fever: a case report and review of the literature. Emerg Med J. 2002; 19(3):268-269.
  4. Cain JR, Fletcher RM. Diagnosing metal fume fever--an integrated approach. Occup Med (Lond). 2010; 60(5):398-400.
  5. Greenberg MI, Vearrier D. Metal fume fever and polymer fume fever. Clin Toxicol (Phila). 2015; 53(4):195-203.
  6. Wong A, Greene S, Robinson J. Metal fume fever - a case review of calls made to the Victorian Poisons Information Centre. Aust Fam Physician. 2012; 41(3):141-143.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:35