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Hepatitis A

Die Hepatitis A ist eine häufige Virusinfektion der Leber, die akut verläuft und meist ohne ernsthafte Komplikationen spontan ausheilt. Erreger der Hepatitis A ist das Hepatitis-A-Virus, ein kleines RNA-Virus aus der Familie der Picornaviridae. Die Übertragung der Erkrankung erfolgt fäkal-oral durch eine Kontaktinfektion oder Schmierinfektion und häufig über verunreinigtes Wasser und Lebensmittel. Die Hepatitis A verläuft oft asymptomatisch. Bei symptomatischen Verläufen kommt es nach einer Inkubationszeit von etwa 15 bis 50 Tagen zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerz, Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit, Ikterus, Stuhlentfärbung, Pruritus und Druckschmerzhaftigkeit der Leber.

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Symptome

Die klinischen Symptome variieren von Person zu Person, einige Patienten bleiben asymptomatisch, manche leiden an milden Symptomen. Die subklinischen Fälle sind bei Kindern unter 5 Jahren häufiger. Die Manifestation der Erkrankung beginnt mit einem Prodromalstadium mit Fieber, Schüttelfrost, Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Müdigkeit und Bauchschmerzen. Diese Symptome dauern etwa eine Woche an und werden von Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerze, Myalgien und Arthralgien gefolgt [8].

Danach erscheint Ikterus, mit Gelbfärbung der Haut und Skleren, dunkler Urin und heller Stuhl. Es kann zu intensivem Pruritus mit Hautausschlag kommen. Hepatomegalie, Lymphadenopathie und Splenomegalie können auftreten, obwohl diese Symptome von Person zu Person variieren, abhängig von dem allgemeinen Gesundheitszustand und der Altersgruppe. Die Person ist 15-20 Tage vor dem Auftreten des Ikterus infektiös und bis 8 Tage nach dem Ikterus. Die Hepatomegalie besteht meist 2 bis 12 Wochen, anschließend besteht keine Beeinträchtigung der Leberfunktion [6].

Kopfschmerz
  • Je älter der Erkrankte ist, um so stärker sind die Krankheitssymptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen und Schmerzen im Leberbereich und um so häufiger kommt es zu schweren Verläufen.[reisemed-experten.de]
  • Erste Anzeichen können allgemeine Krankheitssymptome wie Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen und eine Erhöhung der Körpertemperatur sein. Eine spezifische Behandlung gegen das Virus gibt es nicht.[gesundheit.de]
  • Hinzukommen können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber, heller Stuhl, dunkelbrauner Urin sowie eine Gelbfärbung der Augen und/oder der Haut.[gesundheitsstadt-berlin.de]
  • Bei 10 % kommt es aber zu kurzzeitigen Störungen des Allgemeinbefindens wie Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit. Kontraindikationen wie Allergien gegen Bestandteile des Impfstoffes oder akute Erkrankungen sind zu beachten.[tropeninstitut.de]
Fieber
  • Die häufigsten Symptome sind Gelbsucht, Fieber, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Appetitlosigkeit.[symptoma.com]
  • Fieber, Übelkeit und Abgeschlagenheit Typisch für eine Infektion mit Hepatitis A, der so genannten Reisegelbsucht, sind neben Fieber, Übelkeit, allgemeiner Abgeschlagenheit und Oberbauchbeschwerden, die Gelbfärbung von Haut und Augen.[sueddeutsche.de]
  • Fieber, Erbrechen und eine Gelbfärbung der Haut sind Zeichen einer Infektion. Die Impfung gegen Hepatitis A wird für viele Reiseländer der Welt empfohlen.[fr.de]
  • Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber bis zu 39 Grad. In etwa einem Drittel der Fälle tritt eine Gelbsucht (Ikterus, daher der Name ansteckende Gelbsucht) auf. In den allermeisten Fällen erholt sich der Patient vollständig.[nuernberg.de]
Unwohlsein
  • Hat man sich mit Hepatitis A angesteckt, bekommt man etwa 15 bis 30 Tage danach plötzlich Fieber, Unwohlsein, Bauchschmerzen, Brechreiz, Erbrechen und Durchfall. Manchmal kommt es einige Tage nach der Infektion zu einer Gelbsucht.[big-direkt.de]
  • Hepatitis A wird durch einen magensaftresistenten RNA-Virus übertragen, der bei älteren Kindern und Erwachsenen typische Symptome von viraler Hepatitis verursacht, einschließlich Anorexie, Unwohlsein und Gelbsucht.[msdmanuals.com]
  • Eine akute Infektion führt zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber oder Unwohlsein.[queer.de]
  • Eine akute Infektion, die in der Regel zwei bis sechs Wochen nach der Ansteckung auftritt, führt zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber oder Unwohlsein, auch die typische Gelbfärbung von Haut, Schleimhäuten sowie Augen kann auftreten.[queer.de]
  • Symptome einer akuten Infektion mit Hepatitis A sind das plötzliche Einsetzen von Fieber, Unwohlsein und Brechreiz, einige Tage später gefolgt von Gelbsucht.[nw.de]
Gewichtsverlust
  • Typische Beschwerden sind Übelkeit, Kopf- und Gelenkschmerzen, Appetitmangel, Gewichtsverlust und Fieber. Mitunter klagen die Patienten während der akuten Krankheitsphase auch über starken Juckreiz.[schleswig-holstein.de]
Ikterus
  • Die Person ist 15-20 Tage vor dem Auftreten des Ikterus infektiös und bis 8 Tage nach dem Ikterus. Die Hepatomegalie besteht meist 2 bis 12 Wochen, anschließend besteht keine Beeinträchtigung der Leberfunktion.[symptoma.com]
  • Eine Gelbfärbung der Haut und der Schleimhäute (Ikterus), die aber nicht immer auftreten muss, zeigt die Leberschädigung an.[marburg-biedenkopf.de]
  • In etwa einem Drittel der Fälle tritt eine Gelbsucht (Ikterus, daher der Name ansteckende Gelbsucht) auf. In den allermeisten Fällen erholt sich der Patient vollständig.[nuernberg.de]
  • Gelbsucht (Ikterus), hinzukommt. Sie tritt vor allem bei Erwachsenen auf, weniger bei erkrankten Kindern. Erkrankte Personen sind 1-2 Wochen vor und bis zu 1 Woche nach Auftreten des Ikterus ansteckend.[altenburgerland.de]
  • Symptome oft abortiv ansonsten leichtes Krankheitsgefühl gering bis mäßig ausgeprägter Ikterus Hepatosplenomegalie Pruritus und flüchtige scarlatiniforme Exantheme evtl. Zeichen einer Cholestase.[gelbe-liste.de]
Hepatomegalie
  • Die Hepatomegalie besteht meist 2 bis 12 Wochen, anschließend besteht keine Beeinträchtigung der Leberfunktion. Die Hepatitis A wird serologisch diagnostiziert.[symptoma.com]
Druckschmerzhaftigkeit der Leber
  • Bei symptomatischen Verläufen kommt es nach einer Inkubationszeit von etwa 15 bis 50 Tagen zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerz, Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit, Ikterus, Stuhlentfärbung, Pruritus und Druckschmerzhaftigkeit der Leber.[symptoma.com]
Hepatosplenomegalie
  • Symptome oft abortiv ansonsten leichtes Krankheitsgefühl gering bis mäßig ausgeprägter Ikterus Hepatosplenomegalie Pruritus und flüchtige scarlatiniforme Exantheme evtl. Zeichen einer Cholestase.[gelbe-liste.de]
Bauchschmerz
  • Die häufigsten Symptome sind Gelbsucht, Fieber, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Appetitlosigkeit.[symptoma.com]
  • Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen und Gelbsucht treten in der Regel erst zwei bis sechs Wochen nach der Infektion auf.[continentale-bkk.de]
  • Hat man sich mit Hepatitis A angesteckt, bekommt man etwa 15 bis 30 Tage danach plötzlich Fieber, Unwohlsein, Bauchschmerzen, Brechreiz, Erbrechen und Durchfall. Manchmal kommt es einige Tage nach der Infektion zu einer Gelbsucht.[big-direkt.de]
  • Klassenkameraden) sollten bei typischen Krankheitserscheinungen (Übelkeit, Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit, Gelbfärbung der Haut, heller Stuhl, dunkler Urin) umgehend den Arzt aufsuchen und ggf. die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung, die sie besuchen[marburg-biedenkopf.de]
  • Die Symptome sind Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Erbrechen und allgemeines Krankheitsgefühl.[gesundheitsstadt-berlin.de]
Heller Stuhl
  • Stuhl) Diagnostik Blutuntersuchung Therapie Keine spezifische Therapie möglich.[gesundheitsamt-bw.de]
  • Klassenkameraden) sollten bei typischen Krankheitserscheinungen (Übelkeit, Bauchschmerzen, Abgeschlagenheit, Gelbfärbung der Haut, heller Stuhl, dunkler Urin) umgehend den Arzt aufsuchen und ggf. die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung, die sie besuchen[marburg-biedenkopf.de]
  • Stuhl und dunklem Urin.[drfruehwein.de]
  • Hinzukommen können Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber, heller Stuhl, dunkelbrauner Urin sowie eine Gelbfärbung der Augen und/oder der Haut.[gesundheitsstadt-berlin.de]
  • Krankheitsbilder Den uncharakteristischen Prodromalsymptomen folgen in den meisten Fällen Ikterus, mehrfacher Fieberanstieg, heller Stuhl, hepatische Beschwerden, Juckreiz, Serumtransaminasenanstieg (nach zwei Monaten wieder rückläufig).[infektionsschutz.gesundheitsdienstportal.de]
Diarrhoe
  • Diese Symptome dauern etwa eine Woche an und werden von Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerze, Myalgien und Arthralgien gefolgt. Danach erscheint Ikterus, mit Gelbfärbung der Haut und Skleren, dunkler Urin und heller Stuhl.[symptoma.com]
Appetitverlust
  • In schwereren Fällen treten zunächst unspezifische Krankheitssymptome wie leichtes Fieber (niedriger als 38 Grad), Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen und Druckschmerzen im rechten Oberbauch auf.[doktorkarl.de]
Splenomegalie
  • Hepatomegalie, Lymphadenopathie und Splenomegalie können auftreten, obwohl diese Symptome von Person zu Person variieren, abhängig von dem allgemeinen Gesundheitszustand und der Altersgruppe.[symptoma.com]
Myalgie
  • Diese Symptome dauern etwa eine Woche an und werden von Diarrhoe, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerze, Myalgien und Arthralgien gefolgt. Danach erscheint Ikterus, mit Gelbfärbung der Haut und Skleren, dunkler Urin und heller Stuhl.[symptoma.com]
Dunkler Urin
  • Symptome Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Abneigung gegen Fett und Alkohol, Abgeschlagenheit, rasche Ermüdbarkeit, Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, Fieber, in 30-50 % der Fälle Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten, dunklem Urin[gesundheitsamt-bw.de]
  • Zur medikamentösen Vorbeugung stehen Impfstoffe zur Verfügung. synonym: HAV Symptome Zu den möglichen Symptomen der akuten Leberentzündung gehören: Müdigkeit Schmerzen , Fieber Übelkeit , Erbrechen , Appetitmangel Heller Stuhlgang, dunkler Urin Gelbsucht[pharmawiki.ch]
  • Symptome der Hepatitis A Erkältungs-Symptome, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, dunkler Urin, heller Stuhl, Gelbsucht Verlauf von Hepatitis A Eine Hepatitis A kündigt sich oft durch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber,[rund-ums-baby.de]

Diagnostik

Die Hepatitis A wird serologisch diagnostiziert. Verschiedene Arten von serologischen Tests, wie Elektronenmikroskopie, Komplementfixierung, Immun-Adhärenz Hämagglutination, Radioimmunoassay und Enzym-Immunoassay stehen zur Verfügung. Von diesen wird die Immun-Adhärenz Hämagglutination am häufigsten verwendet. Spezifische HAV-IgM-Antikörper (Anti-HAV IgM) können im Serum innerhalb einer Woche nach der Infektion festgestellt werden. Die höchsten Werte werden nach der ersten Woche erreicht und gehen anschließend langsam während 40-60 Tagen zurück. Danach erscheinen spezifische IgG-Antikörper (Anti-HAV IgG), und bleiben für viele Jahre nachweisbar. Dieser Antikörper ist ein Marker für eine zurückliegende Infektion.

Auch die Leberfunktion sollte labormedizinisch überprüft wersen. Sie zeigt bei akuter Hepatitis A eine abnorme Erhöhung von Alanin-Aminotransferase (ALT), Aspartat-Aminotransferase (AST), Bilirubin und alkalische Phosphatase (AP).

Therapie

Die Hepatits A ist eine selbstlimitierende Erkrankung und es gibt keine spezifische Behandlung. Unterstützende Maßnahmen durch ausreichende Flüssigkeit und Nahrungsergänzung können notwendig sein. Kontinuierliche Überwachung und Bettruhe wird empfohlen [9]. Antiemetika können gegen Übelkeit und Erbrechen verabreicht werden. Intravenöse Flüssigkeitstherapie kann eingeleitet werden, um eine Dehydratation zu verhindern. Familienmitglieder der infizierten Person sollten geimpft werden, um das Risiko einer Infektion zu vermindern. Patienten wird empfohlen, auf fettige und ölige Nahrungsmittel und Alkohol zu verzichten.

Prognose

Es gibt keine chronischen Verlauf oder wiederkehrende Infektion der Hepatitis A. Einmal infiziert, besteht lebenslange Immunität. Die Prognose ist gut. Selten verläuft die Infektion tödlich. Dies wird hauptsächlich durch das Alter des Patienten bestimmt; ältere Menschen haben ein hohes Risiko einer schlechten Prognose und einer zugrunde liegenden Lebererkrankung, die zu akuter fulminanter Hepatitis führen kann.

Im Durchschnitt sterben 100 Menschen jedes Jahr in den Vereinigten Staaten an akutem Leberversagen aufgrund von Hepatitis A-Infektion. Die meisten Todesfälle traten bei Menschen älter als 50 Jahre auf, womit das Alter der wichtigste Faktor bei der Bestimmung der Prognose der Erkrankung ist [7].

Ätiologie

Die Erkrankung wird durch das Hepatitis A-Virus (HAV) verursacht. Das Hepatitis A-Virus ist ein Virus mit einzelsträngigem RNA-Genom in Plusstrang-Orientierung. Es wurde erstmals im Jahr 1979 isoliert. Das Virus ist bei niedrigen pH-Werten und moderaten Temperaturen überlebensfähig. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral, sowie durch Schmutz- und Schmierinfektion und ist weit verbreitet in Regionen mit schlechten hygienische Bedingungen. Häufige Quellen für Ausbrüche sind Lebensmittel und Wasser, die mit HAV kontaminiert sind. Dies geschieht oft, wenn infizierte Personen Lebensmittel berühren oder verarbeiten [1] [2].

Epidemiologie

Millionen von Menschen werden jährlich von diesem Virus infiziert. Im Jahr 1988 wurden etwa 27.000 Fälle in den Vereinigten Staaten registriert und im Jahr 1995 wurden rund 32.000 Fälle festgestellt. Von 1995 bis 2006 gab es eine Verringerung der Hepatitis A-Infektionen, da viele Kinder geimpft wurden. Daher wurden nur 1,2 Fälle pro 100.000 Personen erfasst.

Kinder in der Altersgruppe von 5 bis 14 Jahren haben ein höheres Infektionsrisiko [3]. Verschiedene Berichte zeigen jedoch, dass das Durchschnittsalter der Infektion allmählich steigt. Die geographische Verteilung ist von den sozioökonomischen Bedingungen beeinflusst, in Entwicklungsländern mit schlechten hygienischen Bedingungen ist die Erkrankung häufiger. Personen mit einem erhöhten Risiko sind männliche Homosexuelle, Erzieherinnen, medizinisches Personal, Reisende und Personen, die in niedrigen sozioökonomischen Bedingungen leben [4].

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Nach dem Erreichen der Leber, dringt das Virus in die Leberzellen ein. Das Ribosom bindet die RNA an den IRES (Internal Ribosoal Entry Sites), benutzt den Wirtstranslationsapparat und synthetisiert die viralen Proteine. Diese werden dann im Kot ausgeschieden. Ein entzündlicher Prozess beginnt in der gesamten Leber, wobei Hepatozyten die durch das Virus angegriffen werden, zerstört werden. Während der Inkubationszeit ist eine große Anzahl von Viren in den Fäkalien der infizierten Person vorhanden.

Andere Veränderungen, die in der Leber vorkommenden, umfassen fokale Aktivierung von sinusoidalen Endothelzellen und Ansammlung von Histiozyten und Lymphozyten im Parenchym der Leber. Diese ersetzen die zerstörten nekrotischen Hepatozyten. Gelegentlich ist fokale Degeneration mit acidophilen Körpern zu sehen [5].

Während der Inkubationszeit, entwickelt die Wirtsabwehr Antikörper gegen das Hepatitis A-Virus. Spezifische HAV-IgM-Antikörper (Anti-HAV IgM) können im Serum innerhalb einer Woche nach der Infektion festgestellt. Die höchsten Werte werden nach der ersten Woche erreicht und gehen anschließend langsam während 40 bis 60 Tagen zurück. Danach erscheinen spezifischen IgG-Antikörper (Anti-HAV IgG), und bleibt für viele Jahre nachweisbar. Dieser Antikörper ist ein Marker für eine zurückliegende Infektion [6].

Prävention

Da die Hepatitis A von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, müssen Vorkehrungen getroffen werden, um ihre Verbreitung zu verhindern. Die gründliche Reinigung der Hände mit einem Desinfektionsmittel, besonders vor dem Bereiten von Mahlzeiten, vor und nach dem Essen, vor und nach der Verwendung von Toiletten und nach dem Wickeln von Kindern ist wichtig. Strikte Hygiene und die richtige Entsorgung von Fäkalien sind unabdingbar. Reisende sollten gekochte Speisen zu sich nehmen und Milchprodukte und rohes Gemüse vermeiden. Trinkwasser sollte abgekocht werden oder aus sicherer Quelle stammen. Die Impfung ist vor Reisen in Länder, in denen Ausbrüche bekannt sind, notwendig. 

Die passive Impfung gegen Hepatitis A besteht aus einem spezifischen Immunglobulin (HAV-Ig). Sie wird intramuskulär in einer Dosis von 2 IU/kg Körpergewicht verabreicht. Aktive Hepatitis A-Impfstoffe sind sicher und bieten Immunität gegen die Infektion. Nach der ersten Dosis, wird eine weitere Impfung nach 6 bis 12 Monaten gegeben. Diese Impfung ist besonders wichtig bei Personen, die einem Berufsrisiko ausgesetzt sind [10].

Zusammenfassung

Die Hepatitis A ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Erreger ist das Hepatitis-A-Virus, ein kleines RNA-Virus aus der Familie der Picornaviridae. Die Übertragung der Erkrankung erfolgt fäkal-oral durch eine Kontaktinfektion oder Schmierinfektion und häufig über verunreinigtes Wasser und Lebensmittel.

Die Hepatitis A verläuft oft asymptomatisch. Bei symptomatischen Verläufen kommt es nach einer Inkubationszeit von etwa 15 bis 50 Tagen zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerz, Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit, Ikterus, Stuhlentfärbung, Pruritus und Druckschmerzhaftigkeit der Leber.

Hepatitis A ist eine selbstlimitierende Krankheit mit einer Dauer von 2 Wochen bis zu mehreren Monaten. Einmal infiziert, entsteht eine lebenslange Immunität und es gibt keine Trägerstatus. Hepatitis A kann für eine Person, die bereits eine zugrunde liegende chronische Lebererkrankung hat, fatal sein [1].

Patientenhinweise

Die Hepatitis A ist eine häufige Infektion der Leber. Diese Krankheit wird durch das Hepatitis A-Virus verursacht, das hauptsächlich auf fäkal-oralem Weg übertragen wird. Daher ist die Erkrankung häufig bei mangelhaften hygienischen Verhältnisse zu sehen. Die Infektion kann durch Einhaltung der richtigen Hygiene, wie Waschen der Hände vor dem Essen und vor dem Kochen oder dem Umgang mit Lebensmitteln, vermieden werden. Eine wirksame Impfung ist verfügbar. Die häufigsten Symptome sind Gelbsucht, Fieber, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Appetitlosigkeit.

Quellen

Artikel

  1. Wasley A, Feinstone SM, and Bell BP. 2009. Hepatitis A Virus. In: Mandell, Douglas, and Bennett’s Principles and Practice of Infectious Diseases. (pp-2367-2387) 7th ed. Philadelphia. PA: Churchill Livingstone Elsevier.
  2. Klevens RM, Kruszon-Moran D, Wasley A, Gallagher K, et al. Seroprevalence of Hepatitis A Virus Antibodies in the United States: Results from the national Health and Nutrition Examination Survey. Public Health Rep.2011 Jul-Aug; 126(4): 522–532.
  3. Payne L, Coulombier D. Hepatitis A in the European Union: responding to challenges related to new epidemiological patterns. Euro Surveill. 2009;14(3):pii=19101.
  4. Klevens RM, Miller J, Iqbal K, Thomas A, Rizzo EM, Hanson H, et al. The Evolving Epidemiology of Hepatitis A in the United States: Incidence and Molecular Epidemiology from Population-Based Surveillance. Arch Intern Med. 2010 Nov 8;170(20):1811–8.
  5. Wedemeyer H, Pawlotsky JM. 2011. Acute viral hepatitis. In: Goldman L, Schafer AI, (Eds.) Cecil Medicine. (chp 150)- 24th ed. Philadelphia, Pa: Saunders Elsevier.
  6. Sjogren MH, Cheatham JG. 2010. Hepatitis A. In: Feldman M, Friedman LS, Brandt LJ, (Eds.) Sleisenger and Fordtran's Gastrointestinal and Liver Disease.(chp 77) 9th ed. Philadelphia, Pa: Saunders Elsevier.
  7. Akriviadis EA, Redeker AG. Fulminant hepatitis A in intravenous drug users with chronic liver disease. Ann Intern Med. 1989 May 15;110(10):838-9.
  8. Active immunization. In: Pickering LK [Ed.] Red Book: 2003 Report of the Committee on Infectious Diseases, 26th edition. Elk Grove Village, IL: American Academy of Pediatrics;2003.
  9. Lachish T, Tandlich M, Schwartz E. Acute hepatitis in israeli travelers. J Travel Med. 2013 Jul-Aug;20(4):232-6. 
  10. Prevention [CDC] Update: Prevention of hepatitis A after exposure to hepatitis A virus and in international travelers. Updated recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices [ACIP]. MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2007;56:1080-1084.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 15:56