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Hepatitis B

Akute Leberentzündung (Hepatitis) durch Hepatitis-B-Virus mit Delta-Virus (Begleitinfektion) ohne leberbedingtem Koma (Coma hepaticum)

Die Hepatitis B ist eine weltweit häufige Virusinfektion der Leber, die meist akut, gelegentlich auch chronisch verläuft.

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Symptome

Es gibt ein breites Spektrum der klinischen Manifestation der HBV-Infektion, das von einem asymptomatischen Zustand über eine milde, akute Infektion bis hin zu einer schweren chronischen Krankheit reicht. Der Patient kann eine anikterische Hepatitis entwickeln, bei denen die Betroffenen meist asymptomatisch sind und die sich in der Regel zu einer chronischen Hepatitis entwickelt. Die andere Form ist die ikterische Hepatitis, bei der der Patient unter leichtem Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschmerzen und Müdigkeit leidet. Schmerzen in der Magengegend oder im rechten oberen Quadranten könnte vorhanden sein. Ikterus mit Gelbfärbung der Skleren, Nägel und die Haut ist typisch. Der Urin kann dunkelgelb sein.

Die körperliche Untersuchung und Anamnese sind essentiell für die richtige Diagnose. Körperliche Befunde sind niedriges Fieber, Ikterus, Palmarerythem, Spider naevi, leicht vergrößerte Leber und Milz. Vaskulitis kann ebenfalls vorhanden sein. Wenn sich eine Leberzirrhose entwickelt, führt dies zu peripheren Ödemen, Aszites, Ikterus, Caput medusa, Varizenblutung, Hodenatrophie und Gynäkomastie.

Patienten mit chronischer Hepatitis können asymptomatisch sein oder dieselben Symptome wie bei einer akuten Infektion haben. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu Verwirrung, Schlafstörungen, hepatischer Enzephalopathie und Koma kommen. Auch gastrointestinale Blutungen und Aszites sind häufig. Verschiedene Organbeteiligunen manifestieren sich in Form von Pleuraerguss, hepatopulmonalem Syndrom, Myokarditis, Perikarditis, Herzrhythmusstörungen und disseminierter intravasale Koagulopathie (DIC). Der Patient kann aseptische Meningitis, Enzephalitis und Guillain-Barré-Syndrom (GBS) in der akuten Phase zu entwickeln. Pankreatitis kann ebenfalls auftreten. Hautmanifestationen sind bei Frauen häufiger als Männer.

Husten
  • Die Ansteckung erfolgt über Tröpfchen beim Husten und beim Niesen. Bei Erwachsenen und älteren Kindern treten nach einer Infektion meist keine Krankheitssymptome auf. Bei ihnen erfolgt deshalb in aller Regel keine Impfung bzw. Auffrischung.[br.de]
  • Nebenwirkungen Interferontherapie: Mόdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber und Husten. Vor allem vorbestehende Depressionen kφnnen durch das Medikament deutlich verstδrkt werden.[dr-med-heuer.de]
Fieber
  • Körperliche Befunde sind niedriges Fieber, Ikterus, Palmarerythem, Spider naevi, leicht vergrößerte Leber und Milz. Vaskulitis kann ebenfalls vorhanden sein.[symptoma.com]
  • Infizierte leiden an Müdigkeit, Appetitverlust, Erbrechen, Fieber, Schwäche und Durchfall. Es kann auch zum Auftreten von dunklem Harn und der Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht, Ikterus) kommen.[leberinfo.de]
  • Der Patient mit akuter Hepatitis B kann am Anfang sehr unterschiedliche Symptome haben von Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, über Erbrechen und Fieber.[big-direkt.de]
  • Die Patienten leiden unter grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit. Auch Virostatika, Nukleotid- oder Nukleosis-Analoga hemmen die Produktion neuer Hepatitis-B-Viren.[focus.de]
  • Krankheitsbild Unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Oberbauch- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Fieber Später kann eine Gelbfärbung der Augen und der Haut mit Dunkelfärbung des Urins hinzukommen.[bodenseekreis.de]
Zahnarzt
  • Behandelnde Ärzte/Zahnärzte sowie Pflegepersonal sollten über die Infektion unterrichtet werden Keine Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber In pflegerischen und medizinischen Berufen sollte der Betriebsarzt zur Beratung hinzugezogen werden.[bodenseekreis.de]
  • Ärzte und Zahnärzte kommen bei ihrer Tätigkeit mit Blut und Körpersekreten von Patienten in Kontakt. Sagen Sie immer, dass Sie "Virusträger von Hepatitis B" sind! Ihre Sexualpartner müssen Sie über Ihre Situation unterrichten![landkreis-celle.de]
  • Behandelnde Ärzte, Zahnärzte, Hebammen, Heilpraktiker und Personen, die berufsmäßig oder ehrenamtliche Tätigkeiten im Rettungsdienst ausüben, sind auf Befragen über die Hepatitis B - Infektion zu informieren, sofern eine Virusübertragung möglich erscheint[neuburg-schrobenhausen.de]
Unwohlsein
  • Der Patient mit akuter Hepatitis B kann am Anfang sehr unterschiedliche Symptome haben von Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, über Erbrechen und Fieber.[big-direkt.de]
  • Die Krankheit selbst verläuft mit Fieber, Gelenkschmerzen und Appetitlosigkeit sowie Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen. Nicht immer tritt auch die charakteristische Gelbsucht auf.[landkreis-celle.de]
  • Emesis, Diarrhoe und Abdominalschmerzen, Fieber mehr als 37,5 Grad Celsius, Unwohlsein, Schwellungen am Injektionsort, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Indurationen. gelegentliche Nebenwirkungen: Vertigo, Myalgie, grippeähnliche Beschwerden. seltene[gelbe-liste.de]
  • Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen, wie Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen und Arthralgien. Wenige Tage später beginnt die ikterische Phase.[expeditionen.de]
Schwäche
  • Infizierte leiden an Müdigkeit, Appetitverlust, Erbrechen, Fieber, Schwäche und Durchfall. Es kann auch zum Auftreten von dunklem Harn und der Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht, Ikterus) kommen.[leberinfo.de]
  • Typisch sind gelb gefärbte Haut und Augen, dunkler Urin, extreme Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Beschwerden können wochenlang anhalten, oft brauchen Erkrankte einige Monate, bis sie sich von der Infektion erholt haben.[pharmazeutische-zeitung.de]
  • Bei Frauen sind die Symptome deutlich schwächer ausgeprägt. Seit Mitte der 1990er-Jahre gibt es in Deutschland wieder mehr Erkrankungen, nachdem die Zahlen zuvor eher rückläufig waren. Hepatitis B Bei einer Hepatitis B entzündet sich die Leber.[netdoktor.de]
  • Bei ungenügendem Antikörper-Titer (Zeitdauer seit Impfung sehr lange oder schwache initiale Impfantwort) kann eine transitorische Infektion auftreten.[web.archive.org]
Prostituierte
  • […] für medizinisches Personal und Patienten, die häufig Blutprodukte erhalten oder dialysepflichtig sind für Personen mit chronischen Leberkrankheiten Insassen von Justizvollzugsanstalten Personen mit häufig wechselnden Sexualkontakten Drogenabhängige Prostituierte[tropeninstitut.de]
  • Drogenabhängige, Prostituierte bzw. Menschen mit häufigem Partnerwechsel, Empfänger von Blutkonserven, Dialysepatienten aber auch Angestellte in medizinischen Einrichtungen gelten als Risikogruppe für eine Infektion mit dem Virus.[doktorweigl.de]
Ikterus
  • Wenn sich eine Leberzirrhose entwickelt, führt dies zu peripheren Ödemen, Aszites, Ikterus, Caput medusa, Varizenblutung, Hodenatrophie und Gynäkomastie.[symptoma.com]
  • Es kann auch zum Auftreten von dunklem Harn und der Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht, Ikterus) kommen. Behandlung: Gerade junge Menschen sind gegen Hepatitis B weder ausreichend geschützt noch gut informiert.[leberinfo.de]
  • Später färben sich Haut, Schleimhäute und Augen gelb (Gelbsucht/Ikterus), der Stuhl entfärbt sich und der Urin wird dunkel. Die Erkrankung dauert meist vier bis sechs Wochen an.[doktorkarl.de]
  • Kommt es hingegen zu einem klinisch apparenten Verlauf, dann leiden die Patienten unter Fieber, Übelkeit und Erbrechen, Oberbauchschmerzen, Ikterus (Gelbfärbung der Haut und Augen), entfärbtem, weißlichem Stuhl, manchmal auch unter Beschwerden der Atemwege[praxisvita.de]
  • […] aller Infektionen verlaufen ohne klinische Anzeichen (asymptomatisch), d. h. nur etwa ein Drittel der Infizierten zeigen nach einer Inkubationszeit von ein bis sechs Monaten die klassischen Hepatitiszeichen wie Gelbfärbung der Haut und der Skleren ( Ikterus[de.wikipedia.org]
Urtikaria
  • […] als 37,5 Grad Celsius, Unwohlsein, Schwellungen am Injektionsort, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Indurationen. gelegentliche Nebenwirkungen: Vertigo, Myalgie, grippeähnliche Beschwerden. seltene Nebenwirkungen: Lymphadenopathie, Parästhesien, Urtikaria[gelbe-liste.de]
Diarrhoe
  • Emesis, Diarrhoe und Abdominalschmerzen, Fieber mehr als 37,5 Grad Celsius, Unwohlsein, Schwellungen am Injektionsort, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Indurationen. gelegentliche Nebenwirkungen: Vertigo, Myalgie, grippeähnliche Beschwerden. seltene[gelbe-liste.de]
  • Bei der akuten Form ist Bettruhe und eine kohlenhydratreiche, fettarme Kost empfehlenswert, außerdem sollte bei Erbrechen oder Diarrhö auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.[pharmazeutische-zeitung.de]
  • Der Patient hat keine Diarrhoe, kein Erbrechen, jedoch gelegentlich Übelkeit. Bei der Untersuchung zeigt sich eine weiche Bauchdecke ohne tastbare Resistenzen, Leber und Milz sind nicht vergrößert, die Nierenlager sind klopfschmerzfrei.[iww.de]
Bauchschmerz
  • Typisch sind gelb gefärbte Haut und Augen, dunkler Urin, extreme Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Beschwerden können wochenlang anhalten, oft brauchen Erkrankte einige Monate, bis sie sich von der Infektion erholt haben.[pharmazeutische-zeitung.de]
  • Der Fall Der 41-jährige Patient stellt sich mit diffusen Bauchschmerzen, allgemeiner Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und Gliederschmerzen in der Sprechstunde vor.[iww.de]
  • In manchen Fällen kommt es kurz nach der Infektion zu Symptomen wie den folgenden: Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht) Appetitlosigkeit Bauchschmerzen Übelkeit und Erbrechen erhöhte Temperatur Gelenk- und Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein[aidsmap.com]
Heller Stuhl
  • Übelkeit, Erbrechen, Abneigung gegen Fett und Alkohol, Abgeschlagenheit, rasche Ermüdbarkeit, Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, Fieber, in 30 % der Fälle Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten, dunkler Urin, heller Stuhl).[gesundheitsamt-bw.de]
  • Ansonsten kommt es etwa 6 Wochen bis 6 Monate nach Ansteckung zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild mit Abgeschlagenheit und Fieber, gefolgt von dunkler Verfärbung des Urins und Ausscheidung von hellem Stuhl.[muenchen.de]
  • Treten doch Symptome auf, sind diese unspezifisch und können unter Umständen grippeähnlich sein – zum Beispiel Gelenkschmerzen, Fieber und Übelkeit, aber auch heller Stuhl, dunkler Urin oder eine leichte Gelbfärbung unter den Augen beziehungsweise unter[focus.de]
Nausea
  • […] rekombiniert, monovalent ( S.cerevisiae) Nebenwirkungen sehr häufige Nebenwirkungen: Reizbarkeit, Schmerzen und Rötungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit. häufige Nebenwirkungen: Inappetenz, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden wie Nausea[gelbe-liste.de]
Emesis
  • Emesis, Diarrhoe und Abdominalschmerzen, Fieber mehr als 37,5 Grad Celsius, Unwohlsein, Schwellungen am Injektionsort, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Indurationen. gelegentliche Nebenwirkungen: Vertigo, Myalgie, grippeähnliche Beschwerden. seltene[gelbe-liste.de]
Arthralgie
  • Schwellungen am Injektionsort, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Indurationen. gelegentliche Nebenwirkungen: Vertigo, Myalgie, grippeähnliche Beschwerden. seltene Nebenwirkungen: Lymphadenopathie, Parästhesien, Urtikaria, Pruritus, Hautexantheme, Arthralgie[gelbe-liste.de]
  • Die Erkrankung beginnt mit unspezifischen Symptomen, wie Appetitlosigkeit, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen und Arthralgien. Wenige Tage später beginnt die ikterische Phase.[expeditionen.de]
Myalgie
  • Emesis, Diarrhoe und Abdominalschmerzen, Fieber mehr als 37,5 Grad Celsius, Unwohlsein, Schwellungen am Injektionsort, Reaktionen an der Injektionsstelle wie Indurationen. gelegentliche Nebenwirkungen: Vertigo, Myalgie, grippeähnliche Beschwerden. seltene[gelbe-liste.de]
Dunkler Urin
  • Nicht immer jedoch treten Symptome der akuten Leberentzündung (Gelbsucht, Entfärbung von Stuhl, dunkler Urin) auf und das Beschwerdebild bleibt unspezifisch (Appetitlosigkeit, Übelkeit, Druck im rechten Oberbauch).[infektiologikum.de]
  • Übelkeit, Erbrechen, Abneigung gegen Fett und Alkohol, Abgeschlagenheit, rasche Ermüdbarkeit, Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, Fieber, in 30 % der Fälle Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten, dunkler Urin, heller Stuhl).[gesundheitsamt-bw.de]
  • Treten doch Symptome auf, sind diese unspezifisch und können unter Umständen grippeähnlich sein – zum Beispiel Gelenkschmerzen, Fieber und Übelkeit, aber auch heller Stuhl, dunkler Urin oder eine leichte Gelbfärbung unter den Augen beziehungsweise unter[focus.de]
  • Typisch sind gelb gefärbte Haut und Augen, dunkler Urin, extreme Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Beschwerden können wochenlang anhalten, oft brauchen Erkrankte einige Monate, bis sie sich von der Infektion erholt haben.[pharmazeutische-zeitung.de]

Diagnostik

Die Patienten können mit einem breiten Spektrum an Symptomen vorstellig werden. Verschiedene Labortests werden durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen, darunter Leberenzymstudien wie Aspartat-Aminotransferase (ALT) und Alanin-Aminotransferase (AST), die bei akuter Hepatitis stark erhöht sind. ALT ist in der Regel höher als AST, aber wenn AST höher als ALT ist, dann muß eine Zirrhose berücksichtigt werden. γ-Glutamyltransferase (γ-GT, GGT) und alkalische Phosphatase werden ebenfalls erhoben.
Ein großes Blutbild und Gerinnungsstatus sind ebenfalls notwendig. Serologische Tests auf Antikörper, Antigene und HBV-DNA sind wichtig um den Status der Infektion zu bestimmen.

Als bildgebende Verfahren können abdominaler Ultraschall, CT und MRT eingesetzt werden. Die histologische Untersuchung zeigt bei Fällen chronischer Hepatitis Milchglashepatozyten. Histologisch ist die akute Hepatitis durch Einzelzellnekrosen (sog. Councilman-Bodies) gekennzeichnet. Außerdem ist ein portales Infiltrat durch Lymphozyten, Histiozyten und wenige Plasmazellen sichtbar. Sobald die Diagnose bestätigt wird, ist es notwendig eine sofortige Behandlung zu planen [7].

Hepatozelluläres Karzinom
  • Karzinom Patienten mit Migrationshintergrund aus Regionen mit erhöhter Hepatitis-B-Prävalenz Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern Aktiven und ehemaligen Benutzern von intravenösen Drogen Angehörigen und Partnern von Patienten mit HBV-Infektion[aerztezeitung.de]
  • Die Folgen einer zum Teil jahrzehntelangen Infektion können eine zunehmende Zerstörung des Lebergewebes (Fibrose) bis hin zur Leberzirrhose sowie unabhängig hiervon die Entwicklung von Leberkrebs (hepatozelluläres Karzinom, HCC) sein.[infektiologikum.de]
  • . … Bitte abonnieren oder Kennlernartikel anfordern – Schlagworte zum Artikel Hepatitis B, Impfung, Hepatozelluläres Karzinom, Leberzellkarzinom, Hepatitis C, Leberzirrhose, Lamivudin, Telbivudin, Entecavir, Adefovirdipivoxil, Tenofovirdisoproxilfumarat[der-arzneimittelbrief.de]
  • Das Therapieziel der chronischen Hepatitis B ist die dauerhafte Suppression der HBV-Replikation, um eine Progression der Hepatopathie zur Leberzirrhose und hepatozellulären Karzinom zu verhindern.[infekt.ch]
  • Karzinom (hepatocelluläres Carcinom, HCC; Leberzellkrebs).[gesundheits-lexikon.com]

Therapie

Die Behandlung der Hepatitis B bei akuten Fällen erfolgt oft auf der Intensivstation mit Nukleosidanaloga (Lamivudin, Adefovir, Entecavir, Telbivudin und Tenofovir). Die Therapie mit Nukleosidanaloga wird auch bei Komplikationen wie Zirrhose und Fibrose, bei HBV-DNA-positiven und chronischen Fällen, die während Chemotherapie reaktivieren, empfohlen. Pegyliertes Interferon (Peginterferon α) wird ebenfalls als antivirale Therapie eingesetzt. Das Ziel ist es, den Fortschritt der Krankheit zu stoppen.

Patienten mit chronischer Hepatitis und Leberversagen sollte für eine Lebertransplantation in Betracht gezogen werden, falls die Krankheit fortschreitet [8] [9]. Aktive oder passive Immunisierung sollte beim Neugeborenen einer HBsAg-positiven Mutter verabreicht werden. Auch bei einer Nadelstichverletzung oder Kontakt mit infektiösem Material, sollte eine Immunisierung durchgeführt werden und die Laborparameter regelmäßig [10] überprüft werden.

Prognose

Die Prognose ist schlecht, da fast eine Million Menschen jährlich an Hepatitis B sterben. Die tödlichen Ausgänge sind diejenigen, die auf Leberzellkarzinom und Leberzirrhose zurückzuführen sind. Alter, geringe Immunität, Alkoholkonsum, Infektionen, Leberzirrhose, Thrombozytopenie und bestimmte Mutationen können das Risiko an Leberzellkarzinom zu erkranken, erhöhen. Personen mit negativem HBeAg und HBV-DNA haben eine gute Prognose und geringere Komplikationen [6].

Ätiologie

Die Hepatitis B wird durch das Hepatitis B-Virus (HBV), ein DNA-Virus, verursacht. Die Erkrankung wird durch Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel, Sperma und Vaginalsekret von infizierten Person übertragen. Daher sind die gemeinsame Nutzung von Nadeln oder Klingen, sexueller Kontakt mit einer infizierten Person oder Verfahren wie Bluttransfusionen und Organtransplantation mögliche Infektionsquellen. Hepatitis B wird auch auf das Neugeborene durch die infizierte Mutter während der Geburt übertragen. Verschiedene Gene scheinen mit der Krankheit assoziiert zu sein, dies wird zur Zeit aber noch untersucht [1] [2] [3].

Epidemiologie

Die Hepatitis B ist bei Menschen afrikanischer, asiatischer und spanischer Herkunft häufig. Personen mit einer hohen Zahl an Sexualpartnern, Drogenkonsumenten und Personen mit niedrigem Bildungsniveau haben laut Untersuchungen ein erhöhtes Risiko.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Das Hepatitis B-Virus ist ein partiell doppelsträngiges DNA-Virus, das extremen Temperaturen standhalten kann. Es besitzt 4 Gene, die man als S, P, C, und X bezeichnet. Das S-Gen codiert für das Hüllprotein des Virus. Das Kernantigen (C) umschließt virale DNA und wird auf Hepatozyten während der Immunantwort gefunden. Das X-Gen kodiert ein Protein, das die virale Replikation unterstützt und spielt möglicherweise eine Rolle in der Karzinogenese. Das P-Gen codiert für die DNA-Polymerase, die für die Replikation des Virus notwendig ist.

Nach der Behandlung werden Antikörper gegen HBsAg entwickelt, die zeigen, dass der Patient sich von einer HBV-Infektion erholt. Auch wenn eine Person geimpft wurde, sind HBsAg-Antikörper positiv. Anti-HBc-IgM zeigen das Vorliegen einer akuten Hepatitis. Anti-HBe können in der Heilungsphase einer akuten Hepatitis auftreten, aber auch HBeAg-negative Stämme existieren [4]. Wenn das Immunsystem HBV auf der Oberfläche von Hepatozyten erkennt, werden unter anderem Zytokine aktiviert, was gemeinsam mit anderen wachstumsfördernden Eigenschaften der Immunreaktion die Entstehung von Tumoren begünstigt.

Es gibt fünf Stadien der Krankheitsprogression:

  • Stadium 1: Die Inkubationszeit beträgt Wochen, in denen der Patient asymptomatisch bleibt. Das Virus vermehrt sich ohne jede Manifestation von Symptomen oder Erhöhung der Leberfunktionsparameter.
  • Stadium 2: In diesem Stadium entstehen die entzündlichen Veränderungen. Es dauert 3 bis 4 Wochen und HBeAg kann im Serum identifiziert werden. HBV-DNA beginnt abzunehmen bei den Patienten, die die Infektion überstanden haben.
  • Stufe 3: Dieses Stadium ist ein inaktives, chronisches Stadium, mit meist langsamer Virusreplikation. HBsAg ist im Serum vorhanden.
  • Stufe 4: Dies ist das Stadium der chronischen Krankheit. Eine HBeAg-negative Erkrankung kann vorliegen.
  • Stufe 5: Dies ist eine Phase der Wiederherstellung, wenn HBV-DNA und HBsAg nicht mehr im Blut nachgewiesen werden können. In der chronischen Phase können Leberzirrhose, Glomerulonephritis und Leberzellkarzinom entstehen [5].

Prävention

Hepatitis B wird von der Mutter auf das Kind während der Geburt übertragen, daher ist das Screening der Mutter während der Schwangerschaft für Hepatitis B notwendig [11]. Wenn das Neugeborene möglicherweise infiziert wurde, ist eine passive Immunisierung innerhalb von 12 Stunden nach der Geburt indiziert. Anschließend sollte dem empfohlenen Impfschema für Kinder gefolgt werden [12]. Personen in Risikogruppen oder mit beruflichem Risiko sollten geimpft sein.

Zusammenfassung

Die Hepatitis B ist eine Virusinfektion der Leber, die in etwa 90 % der Fälle akut verläuft. Erreger der Hepatitis B ist das Hepatitis-B-Virus, ist ein partiell doppelsträngiges DNA-Virus aus der Familie der Hepadnaviridae.

Es wird geschätzt, dass weltweit mehr als 350 Millionen Menschen an chronischer Hepatitis B-Virus-Infektion leiden. Der Verlauf der Krankheit kann sehr variabel sein, je nach dem Alter des Patienten und dem Immunstatus. Komplikationen der Hepatitis B sind Progression zu Leberzellkarzinom und Leberzirrhose. Die Hepatitis B ist eine häufige Erkrankung weltweit und etwa ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) infiziert, der über Körperflüssigkeiten übertragen wird. Der Patient kann für Monate, bevor die klinischen Symptomen manifest werden, asymptomatisch bleiben. 

Die Übertragung der Erkrankung erfolgt durch Blut und Körperflüssigkeiten. Zur präventiven Vorbeugung einer Hepatitis B-Infektion existiert heutzutage eine hoch effektive Impfung. Als Postexpositionsprophylaxe kann durch Anwendung eines Hepatitis-B-Hyperimmunglobulins eine passive Immunisierung erfolgen.

Patientenhinweise

Die Hepatitis B ist eine Viruserkrankung, die weltweit vorkommt. Sie wird über kontaminiertes Blut, Speichel, Sperma und Vaginalsekret übertragen. Die gemeinsame Nutzung von Klingen, Nadeln, und Rasierzeug, sowie ungeschützter Geschlechtsverkehr sollten vermieden werden. Mütter sollten während der Schwangerschaft auf Hepatitis B untersucht werden, die die Krankheit auf das Kind übertragen werden kann.

Die Symptome reichen von keiner bis milder Symptomatik bis hin zu Leberkrebs (Leberzellkarzinom), der zum Tod führen kann. Häufige Symptome sind leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen, Gelbsucht, Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im rechten oberen Quadranten. Die Labortests bei Hepatitis B zeigen veränderte Leberwerte und Blutbild. Die Behandlung zielt auf die Eindämmung des Fortschritts der Krankheit und die Vermeidung von Komplikationen ab.

Quellen

Artikel

  1. Thursz MR, Thomas HC, Greenwood BM, Hill AV. Heterozygote advantage for HLA class-II type in hepatitis B virus infection. Nat Genet. 1997 Sep;17(1):11-2.
  2. Jouanguy E, Lamhamedi-Cherradi S, Altare F, Fondanèche MC, et al. Partial interferon-gamma receptor 1 deficiency in a child with tuberculoid bacillus Calmette-Guérin infection and a sibling with clinical tuberculosis. J Clin Invest. 1997 Dec 1;100(11):2658-64.
  3. Zhou J, Chen DQ, Poon VK, Zeng Y, et al. A regulatory polymorphism in interferon-gamma receptor 1 promoter is associated with the susceptibility to chronic hepatitis B virus infection. Immunogenetics. 2009 Jun;61(6):423-30.
  4. Gish RG, Locarnini S. Chronic hepatitis B viral infection. In: Yamada T, ed. Textbook of Gastroenterology. 5th ed. Oxford, UK: Blackwell Publishing; 2009:2112-38.
  5. Kuo A, Gish R. Chronic hepatitis B infection. Clin Liver Dis. 2012 May;16(2):347-69.
  6. Heidrich B, Serrano BC, Idilman R, Kabaçam G, et al. HBeAg-positive hepatitis delta: virological patterns and clinical long-term outcome. Liver Int. 2012 Oct;32(9):1415-25
  7. Papatheodoridis G, Buti M, Cornberg M, et al. For the European Association for the Study of the Liver. EASL clinical practice guidelines: Management of chronic hepatitis B virus infection. J Hepatol. 2012 Jul;57(1):167-85.
  8. Liaw YF, Leung N, Kao JH, Piratvisuth T, et al. Asian-Pacific consensus statement on the management of chronic hepatitis B: a 2008 update. Hepatol Int. 2008 Sep;2(3):263-83.
  9. Sherman M, Shafran S, Burak K, Doucette K, et al. Management of chronic hepatitis B: consensus guidelines. Can J Gastroenterol. 2007 Jun;21 Suppl C:5C-24C.
  10. Kennedy PT, Lee HC, Jeyalingam L, Malik R, et al. NICE guidelines and a treatment algorithm for the management of chronic hepatitis B: a review of 12 years experience in west London. Antivir Ther. 2008;13(8):1067-76.
  11. Rajbhandari R, Chung RT. Screening for Hepatitis B Virus Infection: A Public Health Imperative. Ann Intern Med. 2014 Jul 1; 161(1):76-7.
  12. Chang MH, Chen CJ, Lai MS, Hsu HM, et al. Universal hepatitis B vaccination in Taiwan and the incidence of hepatocellular carcinoma in children. Taiwan Childhood Hepatoma Study Group. N Engl J Med. 1997 Jun 26;336(26):1855-9.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 16:02