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Hepatozelluläres Karzinom

Primärer bösartiger epithelialer Leberzelltumor (primäres Leberzellkarzinom; hepatozelluläres Karzinom) Stadium 1

Das hepatozelluläre Karzinom (HZK) ist eine von den Hepatozyten ausgehende maligne Neoplasie und gleichzeitig der bösartige Lebertumor mit der höchsten Inzidenz. Infektionskrankheiten wie Hepatitis B und Hepatitis C, alkoholische und nicht-alkoholische Steatohepatitis, sowie der Verzehr von Nahrungsmitteln, die mit Aflatoxinen belastet sind, prädisponieren für Leberzirrhose und HZK. Wenn eine Resektion nicht möglich ist, wird meist eine Lebertransplantation erforderlich. Die mittlere Überlebensdauer beträgt weniger als ein Jahr.

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Symptome

Viele Patienten bleiben asymptomatisch, bis der Tumor eine beachtliche Größe erreicht hat. Wenn Symptome auftreten, so sind diese meist sehr unspezifisch. Betroffene klagen zum Beispiel über allgemeine Schwäche, eine verminderte Leistungsfähigkeit, Inappetenz und Gewichtsverlust [1]. Schmerzen im Oberbauch werden ebenso häufig beschrieben, und aufgrund der Umfangsvermehrung kann es zu gastrointestinalen Beschwerden kommen. In diesem Zusammenhang sei auf Übelkeit und Erbrechen, ein vorzeitiges Sättigungsgefühl und Völlegefühl im oberen Bauchbereich als mögliche Symptome hingewiesen [2]. Leberspezifische Symptome wie Pruritus, Ikterus, periphere Ödeme und Aszites treten erst in fortgeschrittenen Stadien auf. Dann sind Betroffene mitunter schon kachektisch. Je nach Größe des HZK kann dieses in einer Allgemeinuntersuchung ertastet werden. Druckempfindlichkeit wurde wiederholt beschrieben.

Fieber
  • Gelegentlich manifestiert sich das hepatozelluläre Karzinom durch eine Dekompensation einer bestehenden Leberzirrhose und/oder durch paraneoplastisch bedingte Symptome wie Fieber. 6 Diagnostik Das hepatozelluläre Karzinom wird bei klinischem Verdacht[flexikon.doccheck.com]
  • Gelegentlich manifestiert sich das hepatozelluläre Karzinom durch eine Dekompensation einer bestehenden Leberzirrhose und/oder durch paraneoplastisch bedingte Symptome wie Fieber.[de.wikipedia.org]
  • […] übertragen werden A65-A69 Sonstige Spirochätenkrankheiten A70-A74 Sonstige Krankheiten durch Chlamydien A75-A79 Rickettsiosen A80-A89 Virusinfektionen des Zentralnervensystems A92-A99 Durch Arthropoden übertragene Viruskrankheiten und virale hämorrhagische Fieber[dimdi.de]
  • Eine begleitende antiemetische und analgetische Therapie zur Verhinderung des Postembolisationssyndroms (Schmerz, Übelkeit, Erbrechen, Fieber) ist selbstverständlich günstig.[aerzteblatt.de]
Gewichtsverlust
  • Betroffene klagen zum Beispiel über allgemeine Schwäche, eine verminderte Leistungsfähigkeit, Inappetenz und Gewichtsverlust.[symptoma.de]
Ikterus
  • Leberspezifische Symptome wie Pruritus, Ikterus, periphere Ödeme und Aszites treten erst in fortgeschrittenen Stadien auf. Dann sind Betroffene mitunter schon kachektisch.[symptoma.de]

Diagnostik

Wie im vorherigen Absatz beschrieben, verursacht ein HZK meist über lange Zeit keinerlei Symptome. Umso wichtiger ist es, Patienten, die an chronischen Lebererkrankungen leiden, regelmäßig auf die Entwicklung eines HZK zu untersuchen. Halbjährliche Routineuntersuchungen auf HZK beinhalten dabei eine sonographische Darstellung der Leber und eine Messung der Serumkonzentration des Alpha-Fetoproteins [3]. Es wurde jedoch wiederholt darauf hingewiesen, dass die Bestimmung des Serumspiegels des Alpha-Fetoproteins eine wenig sensitive Methode ist, da nur stark erhöhte Werte diagnostisch relevant sind und diese bei weniger als 50% der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose vorliegen [3] [4]. Andere Experten bezeichnen diese Diagnostik gar als inadäquat [5].

Werden verdächtige Befunde erhoben, sind hochauflösende bildgebende Methoden wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie anzuwenden, um diese abzuklären. In CT-gestützten angiographischen Untersuchungen wie Leberarteriographie und Portographie, lässt sich in der Regel eine Hypervaskularisierung des Tumors zeigen. Zuverlässige Rückschlüsse auf Tumorgröße, -zahl und -lokalisation können gezogen werden, wenn die Läsion eine Minimalgröße nicht unterschreitet. Mit entsprechender Erfahrung sollte auch ein Staging auf Basis der Angiographie möglich sein, wenn der Knoten nicht zu klein ist [6]. Zudem sind Kenntnisse zur Blutversorgung des HZK unbedingte Voraussetzung für die Durchführung einer arteriellen Chemoembolisation [7].

Sollten bei der Routinediagnostik tumorverdächtige Läsionen mit einem Durchmesser von weniger als einem Zentimeter aufgefallen sein, sollte die Sonographie nach drei Monaten wiederholt werden, bevor die vorgenannten Techniken zum Einsatz kommen [8]. Es wird momentan untersucht, wie sich auch kleinste Lebertumoren bildlich charakterisieren lassen [9] [10]. Die Alternative zu bildlichen Darstellung und Goldstandard der HZK-Diagnose ist die histopathologische Untersuchung einer Biopsieprobe [11]. Praktisch ist es jedoch eine große Herausforderung, kleinste Lebertumore zu biopsieren.

Histopathologische Befunde, die auf ein HZK hinweisen, sind zytologische Atypien, mitotische Aktivität, mehr als drei Zellen breite Trabekel, starke Vaskularisierung, Invasion in vaskuläre Strukturen, Verlust von Retikulinfasern und Abwesenheit von Kupffer-Zellen [12]. Bei der histologischen Beurteilung des Gewebes müssen pathologische Veränderungen, die mit der Grunderkrankung einhergehen, ebenfalls berücksichtigt werden. Überraschenderweise entwickelt sich das HZK nicht unbedingt in fibrotischem Lebergewebe [12].

Therapie

  • Bisher gibt es noch nicht ausreichend Daten um diese Therapie generell zu empfehlen.[gesund.at]
  • Die mediane Überlebenszeit ohne Therapie liegt bei etwa 6 Monaten. Eine Ausnahme bildet das fibrolammeläre Karzinom.[flexikon.doccheck.com]
  • Die mediane Überlebenszeit ohne Therapie, d. h. die Überlebenszeit, nach der ohne Therapie noch 50 % der Patienten am Leben sind, liegt bei etwa 6 Monaten.[de.wikipedia.org]
  • Systemische Therapien Der Multikinaseinhibitor Sorafenib ist die derzeit einzige zugelassene Therapie des metastasierten oder lokal nicht kontrollierbaren HCC.[aerzteblatt.de]

Prognose

  • Weitere palliative Verfahren sind: Radiofrequenzablation (RFA) Mikrowellenablation (MWA) Laserinduzierte Thermotherapie (LITT) Selective internal radiation therapy (SIRT) Kryotherapie 7.1 Prognose Die Prognose eines hepatozellulären Karzinoms ist meist[flexikon.doccheck.com]
  • Kryotherapie Selektive interne Radiotherapie (SIRT) Da die meisten HCC oft erst spät entdeckt werden und die oft zugrunde liegende Leberzirrhose die therapeutischen Möglichkeiten limitiert, ist die Behandlung der Erkrankung nach wie vor schwierig und die Prognose[de.wikipedia.org]
  • Eine systemische Metastasierung stellt keine absolute Kontraindikation gegen eine Chemoembolisation dar, da beispielsweise ein Lymphknotenbefall die Prognose des Patienten nicht wesentlich verändert ( 34 ).[aerzteblatt.de]

Epidemiologie

  • Jahresbericht der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie Zeitschriftenheft Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie; Becher, Heiko; Braun-van der Hoeven, Elke ( Universität Ulm , 2008 ) Die „Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) e.[vts.uni-ulm.de]
  • Chlorkohlenwasserstoffe wie Vinylchlorid Zustände von "Insulinresistenz" Übergewicht bei Männern Diabetes mellitus Typ 2 Nicht-alkoholbedingte Steatohepatitis (NASH) Das HCC-Risiko korreliert mit der Ätiologie, Dauer und Aktivität der Lebererkrankung. 3 Epidemiologie[flexikon.doccheck.com]
  • Grafik 1 Vorgehen bei der Literaturrecherche eKasten 1 Risikofaktoren, Epidemiologie, Prävention Patienten mit einer Leberzirrhose haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines HCC ( 7 ).[aerzteblatt.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Sun VC, Sarna L. Symptom management in hepatocellular carcinoma. Clin J Oncol Nurs. 2008; 12(5):759-766.
  2. Marrero JA, Ahn J, Rajender Reddy K. ACG clinical guideline: the diagnosis and management of focal liver lesions. Am J Gastroenterol. 2014; 109(9):1328-1347; quiz 1348.
  3. Bialecki ES, Di Bisceglie AM. Diagnosis of hepatocellular carcinoma. HPB (Oxford). 2005; 7(1):26-34.
  4. Sherman M. Current status of alpha-fetoprotein testing. Gastroenterol Hepatol (N Y). 2011; 7(2):113-114.
  5. Fitzmorris P, Singal AK. Surveillance and Diagnosis of Hepatocellular Carcinoma. Gastroenterol Hepatol (N Y). 2015; 11(1):38-46.
  6. Kudo M. Multistep human hepatocarcinogenesis: correlation of imaging with pathology. J Gastroenterol. 2009; 44 Suppl 19:112-118.
  7. Takada K, Toyoda H, Tada T, et al. Accurate and rapid identification of feeding arteries with multidetector-row angiography-assisted computed tomography for transarterial chemoembolization for hepatocellular carcinoma. J Gastroenterol. 2015; 50(12):1190-1196.
  8. Song DS, Bae SH. Changes of guidelines diagnosing hepatocellular carcinoma during the last ten-year period. Clin Mol Hepatol. 2012; 18(3):258-267.
  9. Hwang J, Kim SH, Lee MW, Lee JY. Small (≤ 2 cm) hepatocellular carcinoma in patients with chronic liver disease: comparison of gadoxetic acid-enhanced 3.0 T MRI and multiphasic 64-multirow detector CT. Br J Radiol. 2012 Jul;85(1015):e314-22.
  10. Yu MH, Kim JH, Yoon JH, et al. Small (</=1-cm) hepatocellular carcinoma: diagnostic performance and imaging features at gadoxetic acid-enhanced MR imaging. Radiology. 2014;271:748–760.
  11. Parisi G. Should a radiological diagnosis of hepatocellular carcinoma be routinely confirmed by a biopsy? Yes. Eur J Intern Med. 2012; 23(1):34-36.
  12. Schlageter M, Terracciano LM, D'Angelo S, Sorrentino P. Histopathology of hepatocellular carcinoma. World J Gastroenterol. 2014; 20(43):15955-15964.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-06-28 08:45