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Ischiasneuralgie

Die Ischiasneuralgie, auch als Ischialgie oder Ischiassyndrom bezeichnet, beschreibt einen Schmerzzustand im Versorgungsbereich des Nervus ischiadicus.


Symptome

Ischiasneuralgie verursacht meist sehr typische Symptome, die oft charakteristisch genug sind, um eine Diagnose zu stellen. Die Symptome sind vor allem neurologischer Art und bezogen auf den Bewegungsapparat. Die Schmerzen treten im unteren Rücken und Gesäß auf und strahlen in das Bein aus. Taubheitsgefühle und Parästhesien in der betroffenen Extremität können auftreten. Die Symptome betreffen meist nur eine Extremität. Irreversible Nervenschäden, die zu anhaltenden Schmerzen führen und teilweiser oder vollständiger Verlust der Empfindung in der betroffenen Extremität können besonders in chronischen Fällen auftreten.

Häufige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Inschiasneuralgie sind:

Ischiasneuralgie
  • Der vorgewölbte Anulus fibrosus kann eine Ischiasneuralgie verursachen.[symptoma.com]
  • Haben Sie Fragen, Kommentare, Anregungen, Erfahrungen oder Erkenntnisse über Ischias dh ischiasneuralgie? In diesem Fall einen Kommentar unten! Siehe Diskussion über Ischias ...[vollenriel.com]
  • Hier ist der Saft das bisher unübertroffene Heilmittel der westlichen Pflanzenheilkunde, insbesondere bei Trigeminusneuralgie und Ischiasneuralgie bzw. Ischiassyndrom.[naturheilpraxis.de]
  • Ursachen von Ischiasschmerzen, die überwiegend den ganzen Verlauf des Nervs betreffen: • Echte Ischiasneuralgie, die als eigenständige Krankheit auftritt.[doctorhelp.de]
Sensibilitätsstörungen
  • Treten neben der Neuralgie („Nervenschmerz“) im Versorgungsgebiet dieses Nerven weitere neuropathische Beeinträchtigungen auf, zum Beispiel Muskelschwächen oder Sensibilitätsstörungen, wird auch von Ischiassyndrom gesprochen; ungebräuchliche ältere Benennungen[de.wikipedia.org]
Grippaler Infekt
  • Es gibt Obst, Gemüse und Kräuter, die, richtig angewendet, Krebs vorbeugen und auch heilen können, die Prostataleiden, Magen-Darminfektionen und damit verbundene Beschwerden beseitigen, die lockere Zähne wieder fest machen, die grippale Infekte verhindern[books.google.de]
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  • Infekten, sondern auch gegen Virusgrippe (Influenza-Virus Typ A und B einschließlich H1N1 bzw.[naturheilpraxis.de]
Rückenschmerz
  • Ein auf diese Weise eingeklemmter Ischiasnerv verursacht nicht nur typische Rückenschmerzen und Schmerzen im Bein, es können auch Gefühlsstörungen und Lähmungen auftreten.[nervenschmerz-ratgeber.de]
  • Rückenschmerzen können durch Spieß manchmal Gesäß, Oberschenkel und Beine ausstrahlen, aber niemals unterhalb des Knies. Wenn ja, dann gibt es Ischias. 5.[vollenriel.com]
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Beinschmerz
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Diagnostik

Die Diagnose basiert auf einer vollständigen Anamnese und körperlichen Untersuchung. Weitere Methoden sind:

  • Lasegue-Zeichen: Dabei wird das betroffene Bein passiv zwischen 30 bis 70 Grad gebeugt und wenn der Schmerz auftritt oder sich verschlimmert, deutet dies auf eine Ischiasneuralgie hin.
  • Computertomographie (CT): Durch eine Computertomographie können mögliche Ursachen für Ischiasneuralgie wie Bandscheibenvorfälle oder lumbale Spinalkanalstenosen festgestellt werden [7].
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Diese Untersuchung kann Wirbelsäulenverletzungen oder Tumore darstellen.

Therapie

Die Behandlung der Ischiasneuralgie umfasst Bettruhe, Physiotherapie und schmerzlindernde Medikamente [8], wenn nötig. Der Symptomatik vergeht, wenn die zugrunde liegende Ursache erkannt und behandelt wird.

Prognose

Ischiasneuralgie tritt meist nach Trauma oder durch degenerative Veränderungen auf. Auch ruckartige Bewegungen oder Änderungen der Körperhaltung, können die Schmerzen auslösen [6]. Unabhängig von der Ursache ist der Schmerz oft plötzlich in seiner Entstehung und klingt nach einiger Zeit allmählich ab. Die Ischiasneuralgie hat die Tendenz, wieder aufzutreten, oft ohne ersichtliche Ursache oder Prädisposition. Der Schmerz dauert einige Tage oder Wochen bevor er wieder nachlässt. Bettruhe, Medikamente und Physiotherapie beschleunigen den Prozess der Linderung der Schmerzen.

Ätiologie

Ischiasneuralgie entsteht durch Erkrankungen oder Traumata, die eine Kompression der Nervenwurzeln von L4 bis S3 verursachen. Ischiasneuralgie kann unter anderem bei den folgenden Erkrankungen [2] auftreten:

  • Bandscheibenvorfall: Die Bandscheiben bestehen aus einem inneren weichen Abschnitt, dem Nucleus pulposus, der von einem äußeren, stärkeren Ring, dem Anulus fibrosus umgeben ist. Die Integrität des äußeren Faserrings hält den Nucleus pulposus an Ort und Stelle. Durch einen Riss, insbesondere am posterio-lateralen Aspekt des Rings kann der innere Gallertkern nach außen gedrückt werden. Dieser Vorfall kann Druck auf die Nervenwurzeln ausüben oder eine entzündliche Reaktion, die die Nervenwurzeln beschädigen könnte, begünstigen.
  • Bandscheibenprotrusion: Diese Erkrankung ist ähnlich dem Bandscheibenvorfall. Der Unterschied ist, dass der Anulus fibrosus in diesem Fall intakt ist. Der vorgewölbte Anulus fibrosus kann eine Ischiasneuralgie verursachen.
  • Degenerativen Bandscheibenerkrankungen: Alter, Trauma und Entzündungen im Bereich der Lendenwirbelsäule, können Schäden an den Bandscheiben verursachen, die zu Ischiasneuralgie führen können.
  • Lumbale Spinalkanalstenose: Bandscheibenvorfälle, Entzündungen, Tumore oder Osteophyten können den Wirbelkanal verengen. Diese Stenose des lumbalen Wirbelkanals verursacht Schäden an der Cauda equina oder den Nervenwurzeln.
  • Piriformis-Syndrom: Bei etwa 15% der Menschen, verläuft der Ischiasnerv durch oder unter dem Musculus piriformis. Eine Kontraktion des Muskels kann übermäßigen Druck auf den Nerv verursachen und Ischiasneuralgie hervorrufen.
  • Schwangerschaft: In einigen Schwangerschaften kann das Gewicht des Fötus, Druck auf den Nerv ausüben.

Epidemiologie

Die genaue Prävalenz der Ischiasneuralgie ist nicht bekannt und kann nur durch die Häufigkeit der zugrunde liegenden Erkrankungen abgeschätzt werden. Die Erkrankung kommt weltweit vor. Ischiasneuralgie ist bei älteren Menschen aufgrund der altersbedingten Abnutzung der Bandscheiben und Wirbelsäule häufiger [1]. Einige Studien zeigen eine höhere Prävalenz bei Männern.

Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Pathophysiologie

Der Ischiasnerv hat seinen Ursprung an 5 Nervenwurzeln, beginnend ab L4. bis S3. In manchen Fällen können Nervenfasern aus L3 ebenfalls beteiligt sein. Aus dem lumbosakralen Plexus zieht der Ischiasnerv unter dem Musculus piriformis, durch das Foramen ischiadicum majus in das Bein, wo er sich sich in den Nervus tibialis und Nervus peroneus (fibularis) communis aufzweigt [3].

Schädigung der Nervenwurzeln aufgrund verschiedener Ursachen, führt zu Schmerzen in den Regionen die der Nerv versorgt. Diese Regionen sind der unteren Rücken, Gesäß, und untere Extremität. In manchen Fällen kann die gesamte untere Extremität involviert sein, manchmal nur der proximale Teil oder der distale Abschnitt in Abhängigkeit von der Nervenwurzel, die beteiligt ist. Ischiasneuralgie tritt meist unilateral auf, es sei denn, eine signifikante Wirbelsäulenverletzung liegt vor [4].

Prävention

Durch die Vermeidung der häufigsten Risikofaktoren wie unsachgemäßes Training, plötzliche, abrupte Drehbewegungen und eine sitzende Lebensweise, kann Ischiasneuralgie in einigen Fällen verhindert werden. Auch eine gesunde Ernährung, sowie die Prävention von Knochenerkrankungen und Muskelschädigungen kann das Risiko [10] verringern.

Zusammenfassung

Die Ischiasneuralgie ist ein häufigtes Krankheitsbild, das den Versorgungsbereich des Nervus ischiadicus teilweise oder zur Gänze betrifft.

Die häufigste Ursache sind Bandscheibenvorfälle im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule, aber auch Trauma, Infektionen oder Raumforderungen können den Symptomkomplex hervorrufen.

Das Hauptsymptom sind charakteristische, ziehende oder reißende, in das Bein ausstrahlende Schmerzen. Der Schmerz kann von Parästhesien begleitet werden.

Patientenhinweise

Definition

Ischiasneuralgie bezeichnet Schmerzen im unteren Rücken, die in das Gesäß und das Bein ausstrahlen. Die Beschwerden werden häufig von Taubheitsgefühl oder Kribbeln in der betroffenen Extremität begleitet.

Ursache

Ischiasneuralgie entsteht aufgrund der Reizung, Schädigung oder Kompression der Ischiasnerv. Die Beschwerden entstehen am häufigsten durch Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen.

Symptome

Taubheit, Kribbeln und Schmerzen in den Beinen sind das häufigste Symptom. Der Schmerz kann lokalisiert sein oder das gesamten Bein von der Hüfte bis zum Fuß betreffen. Der Schweregrad der Schmerzen variiert von mild bis sehr stark.

Behandlung

Die Therapie umfasst längere Bettruhe und Physiotherapie. Die zugrunde liegende Ursache, sollte identifiziert und behandelt werden [9].

Quellen

Artikel

  1. Anderssen GBJ. Epidemiologic features of chronic low back pain. Lancet. 1999;354:581-5
  2. Nachemson Al, Waddell G, Norland AL. Nachemson AL, Jonsson E (eds.). Epidemiology of Neck and Low Back Pain, in. Neck and Back Pain: The scientific evidence of causes, diagnoses, and treatment. Philadelphia: Lippincott Williams & Wilkins; 2000:165-187.
  3. Mooney V. Presidential address. International Society for the Study of the Lumbar Spine. Dallas, 1986. Where is the pain coming from?. Spine (Phila Pa 1976). Oct 1987;12(8):754-9.
  4. Wheeler AH, Murrey DB. Chronic lumbar spine and radicular pain: pathophysiology and treatment. Curr Pain Headache. 2001;Rep 6:97-105.
  5. Mooney V. Presidential address. International Society for the Study of the Lumbar Spine. Dallas, 1986. Where is the pain coming from?. Spine (Phila Pa 1976). Oct 1987;12(8):754-9.
  6. Haldeman S. North American Spine Society: failure of the pathology model to predict back pain. Spine (Phila Pa 1976). Jul 1990;15(7):718-24.
  7. National Center for Health Statistics (1976):. Surgical operations in short stay hospitals by diagnosis, United States. 1973. Series 13, No.24.
  8. van Tulder MW, Scholten RJ, Koes BW, Deyo RA. Nonsteroidal anti-inflammatory drugs for low back pain: a systematic review within the framework of the Cochrane Collaboration Back Review Group. Spine (Phila Pa 1976). Oct 1 2000;25(19):2501-13
  9. Breivik H, Hesla PE, Molnar I, et al. Treatment of chronic low back pain and sciatica. Comparison of caudal epidural injections of bupivacaine and methylprednisolone with bupivacaine followed by saline. In: Bonica JJ, Albe-Fessard D, eds. Advances in pain research and therapy. Vol 1. New York: Raven Press; 1976:927-32.
  10. Weber H. Lumbar disc herniation. A controlled, prospective study with ten years of observation. Spine (Phila Pa 1976). Mar 1983;8(2):131-40.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:44