Edit concept Question Editor Create issue ticket

Kompressionsfraktur der Lendenwirbelsäule

Eine Kompressionsfraktur der Lendenwirbelsäule ist meist das Resultat einer chronischen Demineralisierung der Knochen. Deshalb wird sie in der Regel bei postmenopausalen Frauen diagnostiziert, die an einer Osteoporose leiden. Aber auch im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen kann es zu solchen Frakturen kommen. Die Aufarbeitung umfasst daher nicht nur die Diagnose der Fraktur, sondern auch die Suche nach deren Ursache.


Symptome

Obwohl Kompressionsfrakturen grundsätzlich entlang der gesamten Wirbelsäule auftreten können, betreffen sie meist die untere Brustwirbelsäule mit den Wirbeln T8 bis T12 sowie die Lendenwirbelsäule [1]. Die Inzidenz derartiger Frakturen steigt mit zunehmendem Alter der Patienten.

Kompressionsfrakturen der Lendenwirbelsäule rufen nicht notwendigerweise klinische Symptome hervor und werden nicht selten zufällig entdeckt, wenn eine bildgebende Untersuchung des unteren Rückens aus anderen Gründen veranlasst wird [2] [3]. In anderen Fällen manifestieren sie sich in Form schleichend einsetzender, aber an Intensität zunehmenden Rückenschmerzen. Dieser Krankheitsverlauf resultiert aus der Tatsache, dass die Grunderkrankung - in der Regel eine Osteoporose [4] - ebenfalls langsam fortschreitet und die Knochendichte immer weiter abnimmt. Deshalb bestehen die Schmerzen zuweilen auch über die Frakturheilung hinaus [3]. Die Schmerzen können von den Patienten um die Wirbelsäule lokalisiert werden und werden oft als stechend beschrieben. Sie strahlen nicht in umgebende Gewebe aus, können aber so stark sein, dass sie den Patienten in der Bewältigung seines Alltags einschränken. Die Betroffenen verschaffen sich Erleichterung, indem sie sich in Rückenlage begeben. Im Stand und vor allem bei Bewegung setzen die Schmerzen jedoch unverzüglich wieder ein. Langfristig erleiden Patienten mit verminderter Knochendichte oft multiple Kompressionsfrakturen der Lendenwirbelsäule [5], was dazu führt, dass ihre Körpergröße abnimmt und sie eine lumbare Lordose bei thorakaler Kyphose entwickeln [1]. Diese abnorme Haltung bedingt eine dauerhafte Belastung der Rückenmuskulatur, die die Betroffenen ermüdet. In schweren Fällen kann die Funktion der Brust- und Bauchorgane beeinträchtigt sein.

Seltener treten Kompressionsfrakturen der Lendenwirbelsäule im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen auf. Zwar besteht auch hier eine gewisse Prädisposition bei Patienten mit skelettärer Vorerkrankung, aber die meisten Individuen in dieser Patientengruppe sind junge Erwachsene mit normaler Knochendichte. Mit dem Trauma setzen starke Schmerzen im unteren Rücken ein und oft sind neurologische Defizite festzustellen, die sich aus einer Kompression oder Durchtrennung der Spinalnerven und/oder des Rückenmarks ergeben.

Nachtschweiß
  • Eine aktuelle B-Symptomatik aus Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust macht diese Diagnose wahrscheinlicher. Zur weiteren Abklärung empfehlen sich dann ergänzende bildgebende Studien (z.B.[symptoma.com]
Rückenschmerz
  • In anderen Fällen manifestieren sie sich in Form schleichend einsetzender, aber an Intensität zunehmenden Rückenschmerzen.[symptoma.com]

Diagnostik

Keilförmige Deformitäten der Lendenwirbel, wie sie in Röntgenaufnahmen erkennbar sind, erlauben eine Diagnose von Kompressionsfrakturen der Lendenwirbelsäule [6]. Diese Deformitäten korrelieren mit dem Punkt der maximalen Schmerzempfindlichkeit bei Palpation oder Bewegung. Allerdings sollte auch die übrigen Lendenwirbel sowie mindestens die unteren Brustwirbel genau betrachtet werden, um weitere, vielleicht noch weniger auffällige Kompressionsfrakturen zu erkennen. Insgesamt fällt auf den Röntgenaufnahmen meist eine verminderte Knochendichte auf, die mit einer Grunderkrankung zu assoziieren ist. Hierbei handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um eine Osteoporose. Ein solcher Verdacht liegt nahe, wenn der Patient weiblichen Geschlechts und älter als 50 Jahre ist. Aber auch an ein multiples Myelom oder metastasierende Malignome muss gedacht werden [7]. Eine aktuelle B-Symptomatik aus Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust macht diese Diagnose wahrscheinlicher. Zur weiteren Abklärung empfehlen sich dann ergänzende bildgebende Studien (z.B. Computertomographie oder Positronen-Emissions-Tomographie) sowie die Untersuchung eines Knochenmarkbioptats.

Prognose

  • Mißbildungen 395 Skoliosen bei Ollierscher Krankheit 397 b Oculovertebrales Syndrom 398 Skoliose bei anderen seltenen Erkrankungen 399 Schädelskoliosen und Plagiocephalie 407 Die Folgeerkrankungen der Kyphoskoliose und ihre röntgenologische Symptomatik 410 Prognose[books.google.de]

Quellen

Artikel

  1. Wei Y, Tian W, Zhang GL, Lv YW, Cui GY. Thoracolumbar kyphosis is associated with compressive vertebral fracture in postmenopausal women. Osteoporos Int. 2017.
  2. Alacreu E, Moratal D, Arana E. Opportunistic screening for osteoporosis by routine CT in Southern Europe. Osteoporos Int. 2017; 28(3):983-990.
  3. Blauth M, Lange UF, Knop C, Bastian L. [Spinal fractures in the elderly and their treatment]. Orthopade. 2000; 29(4):302-317.
  4. Bula P, Lein T, Strassberger C, Bonnaire F. [Balloon kyphoplasty in the treatment of osteoporotic vertebral fractures: indications - treatment strategy - complications]. Z Orthop Unfall. 2010; 148(6):646-656.
  5. Ashida A, Fujii Y, Matsumura H, Tamai H. A case of multiple vertebral compression fractures due to glucocorticoid-induced osteoporosis in a pediatric patient with nephrotic syndrome. Int J Clin Pharmacol Ther. 2017; 55 (2017)(3):264-269.
  6. Papa JA. Conservative management of a lumbar compression fracture in an osteoporotic patient: a case report. J Can Chiropr Assoc. 2012; 56(1):29-39.
  7. Dominkus M, Krepler P, Schwameis E, Kotz R. [Surgical therapy of spinal metastases]. Orthopade. 1998; 27(5):282-286.

Frage stellen

5000 Zeichen übrig Text Formatierung mit: # Überschrift, **fett**, _kursiv_. Kein HTML Code.
Mit dem Abschicken der Frage stimmen Sie den AGB und der Datenschutzerklärung zu.
• Verwenden Sie einen aussagekräftigen Titel für Ihre Frage.
• Fragen Sie präzise und führen Sie Alter, Geschlecht, Symptome, Art und Dauer einer Behandlung an.
• Respektieren Sie Ihre Privatsphäre und jene Anderer und geben Sie niemals volle Namen oder Kontaktinformationen ein.
• Unpassende Fragen werden gelöscht.
• In dringenden Fällen suchen Sie einen Arzt oder ein Krankenhaus auf oder wählen den Notruf!
Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 12:52