Edit concept Question Editor Create issue ticket

Mononukleose durch Zytomegalievirus

Die Mononukleose durch Zytomegalievirus ist die seltenere Form der Erkrankung; häufiger tritt die Mononukleose durch Epstein-Barr-Virus als Pfeiffersches Drüsenfieber auf. Beide Erkrankungen ähneln sich sehr und sind nur durch direkten oder indirekten Nachweis des Erregers zu unterscheiden.


Symptome

Die Mononukleose durch Zytomegalievirus (IM-ZMV) ist klinisch nicht von der Mononukleose durch Epstein-Barr-Virus (IM-EBV) zu unterscheiden, weshalb diese Erkrankungen zuweilen als zwei Formen einer Infektionskrankheit, der infektiösen Mononukleose, bezeichnet werden. Die klassische Symptomtrias, die zur Vorstellung beim Arzt führt, umfasst in beiden Fällen vermehrte Müdigkeit, Fieber und Lymphadenopathie [1] [2]:

  • Auch wenn vermehrte Müdigkeit als subjektive Einschätzung verstanden werden kann, schließen beinahe alle Beschreibungen der infektiösen Mononukleose dieses Symptom ein.
  • Die Körpertemperatur kann auf nahezu 41 °C ansteigen und dieses hohe Fieber kann mehr als eine Woche anhalten.
  • Lymphknoten in verschiedenen Körperregionen sind an der infektiösen Mononukleose beteiligt, vor allem die zervikalen und mesenterialen Lymphknoten. Die Lymphadenopathie der Lnn. cervicales kann mit einer Störung der Lymphdrainage aus dem Gesicht einhergehen, was beispielsweise eine Schwellung des Augenlids hervorrufen kann. Eine schmerzhafte Schwellung der Lnn. mesenterici kann abdominelle Schmerzen provozieren, die durch eine gleichzeitig bestehende Hepatosplenomegalie noch verstärkt werden. Manche Autoren vertreten die Meinung, dass Lidödem und Beteiligung der Mesenteriallymphknoten bei einer IM-ZMV wesentlich stärker ausgeprägt sind als bei einer IM-EBV, und sehen darin eine Möglichkeit zur klinischen Unterscheidung der Erkrankungen.

Weitere Symptome, die vom Patienten mit infektiöser Mononukleose beschrieben oder im Rahmen der klinischen Untersuchung regelmäßig festgestellt werden, sind Halsschmerzen, Pharyngitis, Hypertrophie der Tonsillen und teilweise eitrige Plaques auf den Tonsillen [2] [3].

Immunologische Befunde, wie sie im folgenden Abschnitt beschrieben werden, ermöglichen eine fundierte Unterscheidung von IM-ZMV und IM-EBV. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die IM-ZMV gegen Antibiotika zu sensibilisieren vermag, und wenn ein Patient unter diesen Umständen mit Antibiotika behandelt wird, kann dies zu einem makulären, papulösen oder makulopapulösen Hautausschlag führen, der an die Röteln erinnert [4] [5]. Der Pathomechanismus, der für diese Entwicklung verantwortlich ist, konnte noch nicht geklärt werden. Bevor ein Exanthem als Hinweis auf eine IM-ZMV gewertet werden kann, müssen unbedingt alternative Trigger des Ausschlags ausgeschlossen werden.

Hypertrophie der Tonsillen
  • Weitere Symptome, die vom Patienten mit infektiöser Mononukleose beschrieben oder im Rahmen der klinischen Untersuchung regelmäßig festgestellt werden, sind Halsschmerzen, Pharyngitis, Hypertrophie der Tonsillen und teilweise eitrige Plaques auf den Tonsillen[symptoma.com]
Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Die Mononukleose durch Zytomegalievirus ist die seltenere Form der Erkrankung; häufiger tritt die Mononukleose durch Epstein-Barr-Virus als Pfeiffersches Drüsenfieber auf.[symptoma.com]
  • [hr style “single“] Pfeiffersches Drüsenfieber durch Herpes Virus Pfeiffersches Drüsenfieber ( Mononukleose ) tritt verhältnismäßig häufig auf und wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) welches zu den Herpes Viren zählt ausgelöst und kann in jedem Alter[guertelrose-infektion.de]
  • Pfeiffersches Drüsenfieber Das Pfeiffersche Drüsenfieber, von Medizinern als Infektiöse Mononukleose bezeichnet, ist eine durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) hervorgerufene Erkrankung, die meist junge Erwachsene befällt.[mein-gesundheitsnetz.com]
Schwellung des Augenlids
  • Die Lymphadenopathie der Lnn. cervicales kann mit einer Störung der Lymphdrainage aus dem Gesicht einhergehen, was beispielsweise eine Schwellung des Augenlids hervorrufen kann.[symptoma.com]

Diagnostik

Blutanalysen sind essenziell zur Diagnose der IM-ZMV. Die Analyse von Blutbild und Blutchemie ergibt zumeist eine Leukopenie, Lymphozytose und >10% atypischer Lymphozyten, was charakteristisch für beide Formen der infektiösen Mononukleose ist, nicht jedoch für eine Infektion mit dem humanen Immunschwächevirus, einer möglichen Differenzialdiagnose. Die atypischen Lymphozyten werden auch als Virozyten bezeichnet und gelten als pathognomonisch für die infektiöse Mononukleose [2] [6]. Zuweilen kann auch eine Thrombozytopenie festgestellt werden, und zwar häufiger bei einer IM-ZMV als bei einer IM-EBV [2] [7]. Darüber hinaus sind die hepatischen Transaminasen oft erhöht [8].

Eine IM-ZMV kann erst dann sicher diagnostiziert werden, wenn Antikörper der Klassen IgG oder IgM gegen das Zytomegalievirus nachgewiesen werden. Allerdings ist eine vollständige immunologische Aufarbeitung mit hohen Kosten verbunden. Tsaparas et al. [9] haben deshalb einen Algorithmus entwickelt, der auf dem Ausschluss weiterer Differenzialdiagnosen basiert:

  • Zunächst wird auf heterophile Antikörper untersucht, wozu Testverfahren eingesetzt werden, die im angloamerikanischen Sprachraum als Monospot-Tests bezeichnet werden. Heterophile Antikörper können bei einer IM-EBV nachgewiesen werden, sprechen aber gegen eine IM-ZMV.
  • Verlaufen serologische Untersuchungen auf Epstein-Barr-Virus-spezifische IgM-Antikörper negativ, kann eine IM-EBV dagegen ausgeschlossen werden.
  • Liefern derartige Untersuchungen dagegen negative Resultate, sollte auf Zytomegalievirus-spezifische IgM-Antikörper hin untersucht werden. Die Ergebnisse lassen eine Bestätigung oder den Ausschluss der IM-ZMV zu.

Wenn bis hierher eine infektiöse Mononukleose nicht bestätigt werden konnte und auch eine Infektion mit dem humanen Immunschwächevirus ausgeschlossen wurde, kann weiter auf Hepatits A, Hepatitis B, Hepatitis C, humanes Herpesvirus 6 und Toxoplasmose untersucht werden.

Eine Alternative zur immunologischen Diagnostik bietet die Molekularbiologie, und hier konkret der Nachweis von Zytomegalievirus-DNA oder pp65-Antigen mittels Polymerase-Kettenreaktion [10].

Die bildliche Darstellung der Leber mittels Sonografie empfiehlt sich vor allem, wenn Alanin- und Aspartat-Aminotransferase erhöht sind oder andere Befunde auf eine Leberschädigung hinweisen. Mit Hilfe des Ultraschalls können auch die Milz und die Mesenteriallymphknoten beurteilt werden [2].

Aspartat-Aminotransferase erhöht
  • Die bildliche Darstellung der Leber mittels Sonografie empfiehlt sich vor allem, wenn Alanin- und Aspartat-Aminotransferase erhöht sind oder andere Befunde auf eine Leberschädigung hinweisen.[symptoma.com]

Therapie

  • Etoricoxib (Arcoxia )). b) Akupunktur c) Physikalische Therapie - z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik,.. 2.[doctorhelp.de]
  • Um die akute Erkrankung und die langfristigen Komplikationen (Hör- und Sehschäden, Intelligenzminderung etc.) zu behandeln, sollte ebenfalls frühzeitig eine virustatische Therapie mit Ganciclovir oder Valganciclovir begonnen werden.[amboss.miamed.de]
  • Therapie Bei immungesunden Personen ist in der Regel keine Therapie angezeigt. Auch bei Personen, die seropositiv für CMV sind (Antikörper gegen CMV tragen), sind keine speziellen Maßnahmen erforderlich.[deximed.de]
  • Therapie: symptomatische Therapie Prognose der Erkrankung: Der Körper kann Epstein Barr-Viren nach einmal erfolgter Infektion nicht wieder eliminieren. Endogene Reaktivierungen sind somit bei schlechter Abwehrlage möglich![laborlexikon.de]
  • Für die Therapie der chronischen Migräne stehen mit Topiramat, Botulinumtoxin und monoklonalen Antikörpern neue ebenfalls potente Möglichkeiten zur Verfügung. zum DFP-Literaturstudium zum Fragebogen Gesundheit, Ernährung, Umweltschutz - das sind die drei[aerztezeitung.at]

Prognose

  • Wichtige Eckpfeiler beim Management der COPD sind Sekundärprävention und Rehabilitation, da eine schwere Exazerbation häufig eine schlechtere Prognose hat als ein Myokardinfarkt. zum DFP-Literaturstudium zum Fragebogen Update Helicobacter pylori Eine[aerztezeitung.at]
  • Wie ist die Prognose? Die Prognose des Pfeifferschen Drüsenfiebers ist im Allgemeinen gut. Die betroffenen Patienten gesunden in der Regel wieder komplett, wenngleich lange Genesungszeiten vorkommen können.[netdoktor.at]
  • Therapie: symptomatische Therapie Prognose der Erkrankung: Der Körper kann Epstein Barr-Viren nach einmal erfolgter Infektion nicht wieder eliminieren. Endogene Reaktivierungen sind somit bei schlechter Abwehrlage möglich![laborlexikon.de]
  • Verlauf und Prognose: Die meisten Infektionen verlaufen asymptomatisch, das heißt ohne Beschwerden zu verursachen, bzw. milde.[gesundheits-lexikon.com]

Epidemiologie

  • Aufgrund der Epidemiologie ist davon auszugehen, dass 10-25% aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine EBV-Primärinfektion durchmachen von denen etwa 25%-50% zur Mononukleose führen.[uni-saarland.de]
  • VCA (Virus-Kapsid-Antigen) EBNA (EBV-spezifisches nukleäres Antigen) EA (early antigen) Weitere Befunde: Morphologie des Virus: Infektionsweg: Risikogruppen: Infektion meist im Kinder- oder Jugendalter Epidemiologie: Pathogenese : Bei einer Infektion[laborlexikon.de]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

Quellen

Artikel

  1. Cengiz AB, Cultu-Kantaroğlu O, Seçmeer G, Ceyhan M, Kara A, Gürgey A. Infectious mononucleosis in Turkish children. Turk J Pediatr. 2010; 52(3):245-54.
  2. Medović R, Igrutinović Z, Radojević-Marjanović R. Clinical and laboratory differences between Epstein–Barr and cytomegalovirus infectious mononucleosis in children. Srp Arh Celok Lek. 2016 Jan-Feb; 144(1-2):56-62.
  3. Balasubramanian S, Ganesh R, Kumar JR. Profile of EBV associated infectious mononucleosis. Indian Pediatr. 2012; 49(10):837-8.
  4. Cohen JI, Corey GR. Cytomegalovirus infection in the normal host. Medicine (Baltimore). 1985 Mar; 64(2):100-14.
  5. Klemola E, Von Essen R, Henle G, Henle W. Infectious-mononucleosis-like disease with negative heterophil agglutination test. Clinical features in relation to Epstein-Barr virus and cytomegalovirus antibodies. J Infect Dis. 1970 Jun; 121(6):608-14.
  6. Balasubramanian S, Ganesh R, Kumar JR. Profile of EBV associated infectious mononucleosis. Indian Pediatr. 2012; 49(10):837-8.
  7. Son KH, Shin MY. Clinical features of Epstein–Barr virus-associated infectious mononucleosis in hospitalized Korean children. Korean J Pediatr. 2011; 54(10):409-13.
  8. Van den Bruel A, Thompson MJ, Haj-Hassan T, et al. Diagnostic value of laboratory tests in identifying serious infections in febrile children: systematic review. BMJ. 2011; 342:d3082.
  9. Tsaparas YF, Brigden ML, Mathias R, Thomas E, Raboud J, Doyle P. Proportion positive for Epstein-Barr virus, cytomegalovirus, human herpesvirus 6, Toxoplasma, and human immunodeficiency virus types 1 and 2 in heterophile-negative patients with an absolute lymphocytosis or an instrument-generated atypical lymphocyte flag. Arch Pathol Lab Med. 2000;124:1324–30.
  10. Franco RF, Montenegro RM, Machado AB, Paris F, Menezes DS, Manfro RC. Evaluation of diagnostic tests for cytomegalovirus active infection in renal transplant recipients. J Bras Nefrol. 2017 Mar; 39(1):46-54.

Frage stellen

5000 Zeichen übrig Text Formatierung mit: # Überschrift, **fett**, _kursiv_. Kein HTML Code.
Mit dem Abschicken der Frage stimmen Sie den AGB und der Datenschutzerklärung zu.
• Verwenden Sie einen aussagekräftigen Titel für Ihre Frage.
• Fragen Sie präzise und führen Sie Alter, Geschlecht, Symptome, Art und Dauer einer Behandlung an.
• Respektieren Sie Ihre Privatsphäre und jene Anderer und geben Sie niemals volle Namen oder Kontaktinformationen ein.
• Unpassende Fragen werden gelöscht.
• In dringenden Fällen suchen Sie einen Arzt oder ein Krankenhaus auf oder wählen den Notruf!
Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 12:59