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Morbus Wolman

Wolman-Krankheit

Morbus Wolman, auch Wolman-Krankheit oder Wolman-Syndrom genannt, ist eine seltene, autosomal rezessiv vererbte, lysosomale Speicherkrankheit. Die Erkrankung manifestiert sich in Form unspezifischer Symptome bereits beim Säugling. Es wurde versucht, die Krankheit über eine Transplantation von Knochenmark oder Stammzellen aus Nabelschnurblut zu heilen, aber die Mortalität ist nach wie vor sehr hoch.

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Symptome

MW ist eine schwerwiegende Erkrankung, die sich bereits in den ersten Wochen oder Monaten nach der Geburt manifestiert. Die Eltern der betroffenen Kinder berichten häufig über Probleme beim Füttern sowie Unpässlichkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall beim Kind. Die gastrointestinalen Beschwerden sind unter anderem durch die Akkumulation von Fetten in den Mikrovilli bedingt, und diese Kondition geht auch mit einer verminderten Absorption von Nährstoffen und einer Wachstumsverzögerung einher. Die genannten Symptome werden unter Umständen von Fieber begleitet. In der klinischen Untersuchung kann schon in frühen Stadien der Erkrankung eine Hepatosplenomegalie bei stark aufgeblähtem Bauch festgestellt werden [1] [2].

Das anfänglich sehr unspezifische klinische Bild sowie erhöhte Konzentrationen von Entzündungsmarkern im Blut lässt so manchen Arzt auf eine Infektion schließen, aber das Kind spricht nicht auf eine Therapie mit Antibiotika an. Innerhalb weniger Wochen nach Erstmanifestation kommt es zu einer wesentlichen Verschlechterung des Allgemeinzustandes und schließlich zum Leber- und Multiorganversagen [3]. Die allermeisten Patienten versterben, bevor sie ein halbes Jahr alt werden.

Anämie
  • Ursachen Vererbung (Chromosom 10) Symptome enteral: Durchfälle, Erbrechen, Blähungen, aufgetriebener Leib Vergrößerung: Leber, Milz Nebennieren: verkalkt, vergrößert Gedeihstörungen Anämie Malabsorption Diagnose Anamnese: Klinik Apparative Diagnostik:[medizin-kompakt.de]
  • Folgende Resultate sind charakteristisch für MW: Anämie Leukozytose Schaumzellen im peripheren Blut Hyperlipidämie mit Anstieg des Serumgehalts an Cholesterin und Triglyceriden Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase erhöht Gesamtbilirubin[symptoma.com]
  • Dies sind gastrointestinale Beschwerden (Erbrechen und Durchfall), geblähter Leib, Atrophie und Anämie, sowie eine vergrößerte Leber und Milz (Hepatosplenomegalie). Häufig sind die Transaminasen, Cholesterin und LDL erhöht.[de.wikipedia.org]
  • Dies sind gastrointestinale Beschwerden (Erbrechen und Durchfall), geblähter Leib, Atrophie und Anämie, sowie eine vergrößerte Leber und Milz (Hepatosplenomegalie). [5] Die Patienten haben durch Nekrosen vergrößerte und verkalkte Nebennieren . [9] Prävalenz[biologie-seite.de]
Gedeihstörung
  • Ursachen Vererbung (Chromosom 10) Symptome enteral: Durchfälle, Erbrechen, Blähungen, aufgetriebener Leib Vergrößerung: Leber, Milz Nebennieren: verkalkt, vergrößert Gedeihstörungen Anämie Malabsorption Diagnose Anamnese: Klinik Apparative Diagnostik:[medizin-kompakt.de]
Hepatosplenomegalie
  • In der klinischen Untersuchung kann schon in frühen Stadien der Erkrankung eine Hepatosplenomegalie bei stark aufgeblähtem Bauch festgestellt werden.[symptoma.com]
  • Dies sind gastrointestinale Beschwerden (Erbrechen und Durchfall), geblähter Leib, Atrophie und Anämie, sowie eine vergrößerte Leber und Milz (Hepatosplenomegalie). Häufig sind die Transaminasen, Cholesterin und LDL erhöht.[de.wikipedia.org]
  • Bildnachweise Hepatosplenomegalie bei einem 24-jährigen Patienten mit LAL-D/ C. Lampe, Thorax mit Herz/ yodiyim / shutterstock, Tablet/ Berlin-Chemie AG, Anatomie des menschlichen Herzens/ Lars Neumann / Getty Images / iStock[springermedizin.de]
  • Die Säuglinge gedeihen nicht und entwickeln in den ersten Monaten eine Hepatosplenomegalie. Unbehandelt kommt es in den ersten Lebensmonaten zum Tod. Die zweite, milder verlaufende Form ist die Cholesterinester-Speicherkrankheit (CESD).[aerzteblatt.de]
  • Dies sind gastrointestinale Beschwerden (Erbrechen und Durchfall), geblähter Leib, Atrophie und Anämie, sowie eine vergrößerte Leber und Milz (Hepatosplenomegalie). [5] Die Patienten haben durch Nekrosen vergrößerte und verkalkte Nebennieren . [9] Prävalenz[biologie-seite.de]
Hepatomegalie
  • Neben Auffälligkeiten der Leber ( Hepatomegalie ), Hypercholesterinämie und Hyperlipidämie treten Erbrechen, Durchfall und ein vergrößertes Abdomen auf. 4 Diagnostik Über eine laborchemische Blutanalyse kann das veränderte Lipidmuster bestimmt werden,[flexikon.doccheck.com]
  • Zu den Lebererkrankungen zà hlen Hepatomegalie, Erhöhung der Transaminasen und potentielle Zirrhose-Entwicklung, sowie Leberversagen.[lysosuisse.ch]

Diagnostik

Die Mehrzahl der betroffenen Kinder hat blutsverwandte Eltern, weshalb diese Information in der Anamnese eingeholt werden sollte. Darüber hinaus ist das klinische Bild sehr unspezifisch und erst die Darstellung von Verkalkungen in beiden Nebennieren liefert einen eindeutigen Hinweis auf MW. Dazu ist mindestens eine Sonographie oder Röntgenuntersuchung des Abdomens durchzuführen [4] [5], aber auch aufwendigere Techniken wie die Computertomographie kommen zum Einsatz [6].

Zudem sollte Blut genommen und untersucht werden. Folgende Resultate sind charakteristisch für MW [1] [2]:

Die bis hierher erhobenen Befunde zeigen vor allem eine deutlich eingeschränkte Leberfunktion und eine Störung des Fettstoffwechsels an und rechtfertigen die Durchführung einer Leberbiopsie. In Extrakten des gewonnenen Gewebes lässt sich dünnschichtchromatographisch eine Akkumulation von Cholesterinestern nachweisen.

Die Aktivität der LSL wird bevorzugt in getrocknetem Blut oder in aus Hautbiopsieproben angezüchteten Fibroblasten gemessen [7] [8]. Im Gegensatz zur Cholesterinester-Speicherkrankheit liegt die LSL-Aktivität bei MW meist unter der Detektionsgrenze [9].

Eine Sequenzierung des Gens, das für LSL kodiert, offenbart in der Regel den kausalen Gendefekt [2] [10].

Aspartat-Aminotransferase erhöht
  • Folgende Resultate sind charakteristisch für MW: Anämie Leukozytose Schaumzellen im peripheren Blut Hyperlipidämie mit Anstieg des Serumgehalts an Cholesterin und Triglyceriden Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase erhöht Gesamtbilirubin[symptoma.com]
Indirektes Bilirubin erhöht
  • Bilirubin erhöht C-reaktives Protein und Blutsenkungsgeschwindigkeit erhöht Koagulopathie mit verlängerter aktivierter partieller Thromboplastinzeit, reduziertem Quick-Wert und verlängerter Thrombinzeit Die bis hierher erhobenen Befunde zeigen vor allem[symptoma.com]
Bilirubin erhöht
  • erhöht C-reaktives Protein und Blutsenkungsgeschwindigkeit erhöht Koagulopathie mit verlängerter aktivierter partieller Thromboplastinzeit, reduziertem Quick-Wert und verlängerter Thrombinzeit Die bis hierher erhobenen Befunde zeigen vor allem eine deutlich[symptoma.com]

Therapie

  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome Medikamentöse Therapie: Enzymzufuhr Operative Therapie: Polypenentfernung gg[medizin-kompakt.de]
  • Eine Abgrenzung zu anderen lysosomalen Speicherkrankheiten erfolgt durch enzymatische Aktivitätstests bzw. genetische Untersuchen zur Identifikation von Mutationen in den entsprechend bekannten Genen. 5 Therapie Die symptomatische Therapie zielt darauf[flexikon.doccheck.com]
  • Erste klinische Studien zur Entwicklung einer Enzym-Ersatz-Therapie für die lysosmale saure Lipase (LAL) sind etabliert und rekrutieren weltweit Patienten.[de.wikipedia.org]
  • Sie führt üblicherweise bereits in früher Kindheit, meist schon im Alter von drei bis sechs Monaten, in jedem Fall im ersten Lebensjahr, zum Tod. [5] Therapie Es gibt derzeit keine spezifische Therapie für die Wolman-Krankheit.[biologie-seite.de]
  • Das Medikament wird als Orphan Drug vorzeitig zugelassen, da es für die Wolman-Krankheit keine andere effektive Therapie gibt.[aerzteblatt.de]

Prognose

  • […] gastrointestinale Beschwerden (Erbrechen und Durchfall), geblähter Leib, Atrophie und Anämie, sowie eine vergrößerte Leber und Milz (Hepatosplenomegalie). [5] Die Patienten haben durch Nekrosen vergrößerte und verkalkte Nebennieren . [9] Prävalenz und Prognose[biologie-seite.de]

Zusammenfassung

Morbus Wolman (MW) ist eine seltene, hereditäre Erkrankung, die durch einen Mangel am Enzym lysosomale saure Lipase (LSL) bedingt ist. Dieses Enzym wird zur Metabolisierung von Triacylglyceriden und Cholesterinestern benötigt und aufgrund der Enzymdefizienz kommt es bei MW-Patienten zu einer Akkumulation dieser Fette und zum Leberversagen. Das Gen, das für die LSL kodiert, liegt auf dem langen Arm von Chromosom 10 an Position q23.2–23.3. Es sind verschiedene Mutationen bekannt, die MW hervorrufen können, wobei die Krankheit autosomal rezessiv vererbt wird.

Menschen, die an der Cholesterinester-Speicherkrankheit leiden, weisen ebenfalls einen Mangel an LSL auf. Es handelt sich bei MW und der Cholesterinester-Speicherkrankheit jedoch um zwei verschiedene Entitäten.

Quellen

Artikel

  1. Goméz-Najera M, Barajas-Medina H, Gallegos-Rivas MC, et al. New diagnostic method for lysosomal acid lipase deficiency and the need to recognize its manifestation in infants (Wolman disease). J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2015; 60(3):e22-24.
  2. Lohse P, Maas S, Sewell AC, van Diggelen OP, Seidel D. Molecular defects underlying Wolman disease appear to be more heterogeneous than those resulting in cholesteryl ester storage disease. J Lipid Res. 1999; 40(2):221-228.
  3. Yanir A, Allatif MA, Weintraub M, Stepensky P. Unfavorable outcome of hematopoietic stem cell transplantation in two siblings with Wolman disease due to graft failure and hepatic complications. Mol Genet Metab. 2013; 109(2):224-226.
  4. Shenoy P, Karegowda L, Sripathi S, Mohammed N. Wolman disease in an infant. BMJ Case Rep. 2014; 2014.
  5. Stein J, Garty BZ, Dror Y, Fenig E, Zeigler M, Yaniv I. Successful treatment of Wolman disease by unrelated umbilical cord blood transplantation. Eur J Pediatr. 2007; 166(7):663-666.
  6. Fulcher AS, Das Narla L, Hingsbergen EA. Pediatric case of the day. Wolman disease (primary familial xanthomatosis with involvement and clacification of the adrenal glands). Radiographics. 1998; 18(2):533-535.
  7. Guy GJ, Butterworth J. Acid esterase activity in cultured skin fibroblasts and amniotic fluid cells using 4-methylumbelliferyl palmitate. Clin Chim Acta. 1978; 84(3):361-371.
  8. Hamilton J, Jones I, Srivastava R, Galloway P. A new method for the measurement of lysosomal acid lipase in dried blood spots using the inhibitor Lalistat 2. Clin Chim Acta. 2012; 413(15-16):1207-1210.
  9. Tylki-Szymanska A, Jurecka A. Lysosomal acid lipase deficiency: wolman disease and cholesteryl ester storage disease. Pril (Makedon Akad Nauk Umet Odd Med Nauki). 2014; 35(1):99-106.
  10. Lee TM, Welsh M, Benhamed S, Chung WK. Intragenic deletion as a novel type of mutation in Wolman disease. Mol Genet Metab. 2011; 104(4):703-705.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 15:35