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Orale Leukoplakie

Leukoplakie des Mundes

Als Leukoplakie werden flächige Läsionen von Haut und Schleimhaut bezeichnet, die leicht über das umgebende Gewebe erhaben sind. Diese Läsionen stehen nicht im Zusammenhang mit einer spezifischen Krankheit, prädisponieren aber für die Entwicklung von bösartigen Tumoren. Am häufigsten tritt die Leukoplakie als orale Leukoplakie im Bereich der Mundschleimhaut auf. Zuweilen wird anstelle des Terminus Leukoplakie auch der Begriff Weißschwielenkrankheit verwendet.


Symptome

Per definitionem handelt es sich bei der oralen Leukoplakie um singuläre oder multiple, nicht abwischbare, weißlich gefärbte Plaques im Bereich der Mundschleimhaut, die keiner anderen Pathologie zugeordnet werden können [1] [2]. Die orale Leukoplakie kann sämtliche Schleimhautareale betreffen, so zum Beispiel an den Innenseiten der Wangen, auf dem Mundboden und an der Zunge, im Bereich der Alveolarfortsätze aber auch an Lippen und Gaumen. Sie kann bei beiden Geschlechtern auftreten, betrifft jedoch etwas häufiger Männer im mittleren und höheren Erwachsenenalter [3].

Das makroskopische Erscheinungsbild der Plaques lässt eine Unterscheidung von homogenen und inhomogenen Formen zu, wobei nicht bekannt ist, welche Faktoren zu der Entwicklung der einen oder anderen Variante beitragen. Tatsächlich zeigen sich bei einigen Patienten sogar homogene und inhomogene Plaques [4].

  • Die homogene orale Leukoplakie oder Leukoplakia simplex kennzeichnet sich durch recht kräftig weiß gefärbte Plauques, die sich kaum über die umgebende Schleimhaut erheben und deren Oberfläche meist glatt, mitunter aber auch leicht wellig ist. Oberflächliche Furchen können vorhanden sein. Die Patienten sind sonst überwiegend asymptomatisch.
  • Die inhomogene orale Leukoplakie charakterisiert sich durch eine irreguläre Oberfläche, die flache aber auch knotig oder warzenartig erhabene Areale umfassen kann [3] [4]. Die entsprechenden Subtypen der Leukoplakie sind die noduläre und verruköse Leukoplakie. Neben weißlichen Bereichen sind oft auch rötliche, erodierte Anteile zu sehen, sodass mitunter von einer Erythroleukoplakie gesprochen wird. Betroffene beschreiben manchmal eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit oder ein Brennen im Bereich der Läsionen.

Diagnostik

Die orale Leukoplakie ist eine Präkanzerose, die für die Bildung von Karzinomen der Mundhöhle prädisponiert. Die Wahrscheinlichkeit der malignen Entartung ist im Fall der Leukoplakia simplex gering, bei inhomogenen Plaques jedoch deutlich erhöht: Schätzungen zufolge entwickelt sich in einem Drittel dieser Fälle eine bösartige Neoplasie [1] [2] [5] [6]. Auf der anderen Seite ist eine spontane Remission möglich, wenn Risikofaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum, chronische mechanische Reizungen durch schlecht sitzende Prothesen oder Mängel in der Ernährung korrigiert werden [1] [2] [3] [4] [6] [7].

Die Diagnose der oralen Leukoplakie erfolgt anhand des klinischen Bildes, bedarf jedoch aufgrund des zuvor beschriebenen Entartungsrisikos einer pathohistologischen Bestätigung. Grundsätzlich sind Leukoplakie verdächtig auf maligne Erkrankungen, bis das Gegenteil erwiesen ist. Auch Differentialdiagnosen wie Soor (Infektionen mit Candida spp.), Haarleukoplakie (besonders im Zusammenhang mit einer erworbenen Immunschwäche), Autoimmunerkrankungen wie Lichen planus und Lupus erythematodes, Leukodema, Friktionskeratose, Verbrennungen und Verätzungen müssen ausgeschlossen werden [1] [2]. Dazu muss eine Biopsie durchgeführt werden [1] [2] [3]. Charakteristische histologische Befunde sind ortho- und parakeratotische Hyperkeratose, Akanthose und dysplastische Veränderungen unterschiedlichen Grades. Bezüglich der Dysplasie werden leichte, mittelschwere und schwere Dysplasien sowie ein Carcinoma in situ unterschieden. Der Grad der Dysplasie ist von prognostischer Relevanz und ist neben der Größe der Läsionen für den Staging-Prozess bedeutsam [1].

Therapie

  • Auch die Histologie der Läsionen (sie wurden vor und nach der 12-wöchigen Therapie biopsiert) besserte sich bei 21,4 Prozent gegenüber 9,1 Prozent in der Placebogruppe.[biokrebs.de]
  • Orale Behandlung Experten haben davor gewarnt, dass bekam oralen Leukoplakie müssen rechtzeitig und zielgerichtete Therapie, nicht wegen seiner Nachlässigkeit die beste Behandlungszeit verpasst, zusätzliche Zahnbehandlung Experten darauf hingewiesen,[athenadental.de]
  • Medikamente, Operationen und andere Therapien sind als Behandlung von oraler Leukoplakie versucht worden.[cochrane.org]
  • Therapie und Prognose für die Zukunft Die Behandlung Leukoplakie der Mundhöhle ist die Quelle der Irritation zu beseitigen – eine Ablehnung von schlechten Gewohnheiten, rechtzeitige Behandlung der Zähne, scharfe Kanten und Rohrleitungen richtige Auswahl[de.nextews.com]
  • Auflage 2004, ISBN 3-540-00332-0. a b Michael Reiß: Facharztwissen HNO-Heilkunde: Differenzierte Diagnostik und Therapie, 2009, ISBN 978-3-540-89440-7. Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema.[de.wikipedia.org]

Prognose

  • In der Regel günstiger ist die Prognose für die Behandlung von Leukoplakie genug, vor allem, wenn die Behandlung der Krankheit begann in einer angemessenen Weise.[de.nextews.com]
  • Verlauf und Prognose Die orale Leukoplakie ist die häufigste prämaligne (potentiell maligne) Veränderung der Mundschleimhaut. Prinzipiell kann jede orale Leukoplakie maligne transformieren.[gesundheits-lexikon.com]
  • Die ungünstigste Prognose haben Krebserkrankungen von Zunge, Mundboden und Rachen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Frauen bei 64 Jahren, für Männer bei 60 Jahren.[zahngesundheit-online.com]

Quellen

Artikel

  1. Brouns EREA, Baart JA, Bloemena E, Karagozoglu H, van der Waal I. The relevance of uniform reporting in oral leukoplakia: Definition, certainty factor and staging based on experience with 275 patients. Med Oral Patol Oral Cir Bucal. 2013;18(1):e19-e26.
  2. Van der Waal I. Oral leukoplakia, the ongoing discussion on definition and terminology. Medicina Oral, Patología Oral y Cirugía Bucal. 2015;20(6):e685-e692.
  3. Mutalik S, Mutalik VS, Pai KM, Naikmasur VG, Phaik KS. Oral Leukoplakia – Is Biopsy at the Initial Appointment a Must? Journal of Clinical and Diagnostic Research : JCDR. 2014;8(8):ZC04-ZC07.
  4. Parlatescu I, Gheorghe C, Coculescu E, Tovaru S. Oral Leukoplakia – an Update. Mædica. 2014;9(1):88-93.
  5. Fan J-H, Wang J-B, Qu C-X, et al. Association between Oral Leukoplakia and Upper Gastrointestinal Cancers: A 28-year Follow-up Study in the Linxian General Population Trial. Oral Oncol. 2014;50(10):971-975.
  6. Yanik EL, Katki HA, Silverberg MJ, Manos MM, Engels EA, Chaturvedi AK. Leukoplakia, oral cavity cancer risk, and cancer survival in the U.S. elderly. Cancer Prev Res (Phila). 2015;8(9):857-863.
  7. Petti S. Pooled estimate of world leukoplakia prevalence: a systematic review. Oral Oncol. 2003;39(8):770-780.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 14:53