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Post-Polycythaemia-vera-Myelofibrose

Als Post-Polycythaemia-vera-Myelofibrose wird eine Erkrankung bezeichnet, in der Polycythämia vera (eine Krankheit mit abnormer Vermehrung der Erythozyten) eine maligne Transformation der blutbildenden Stammzellen hervorruft und eine Vernarbung des Knochenmarks verursacht. Die Diagnose beruht auf Laborwerten und der Bestimmung einer JAK2 V617F Mutation, die in über 95% der Fälle bestätigt werden kann.

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Symptome

Die Symptome können entweder schleichend oder abrupt auftreten. Zu den häufigsten zählen Nachtschweiß, unerklärliches Fieber von > 37.5°C und Gewichtsverlust von mehr als 10% in den vergangenen sechs Monaten [1]. Klinische Befunde können Splenomegalie zeigen, die stets aufgrund extramedullärer Hämatopoese entsteht [2]. Gastrointestinale Irritation, portale Hypertension und profuse Schwäche, die zu verminderter körperlicher Aktivität führt, können ebenso beobachtet werden und gehören zu den wesentlichen Ursachen von Morbidität [2].

Schwäche
  • Gastrointestinale Irritation, portale Hypertension und profuse Schwäche, die zu verminderter körperlicher Aktivität führt, können ebenso beobachtet werden und gehören zu den wesentlichen Ursachen von Morbidität.[symptoma.com]
Gewichtsverlust
  • Zu den häufigsten zählen Nachtschweiß, unerklärliches Fieber von 37.5 C und Gewichtsverlust von mehr als 10% in den vergangenen sechs Monaten. Klinische Befunde können Splenomegalie zeigen, die stets aufgrund extramedullärer Hämatopoese entsteht.[symptoma.com]
Fieber
  • Zu den häufigsten zählen Nachtschweiß, unerklärliches Fieber von 37.5 C und Gewichtsverlust von mehr als 10% in den vergangenen sechs Monaten. Klinische Befunde können Splenomegalie zeigen, die stets aufgrund extramedullärer Hämatopoese entsteht.[symptoma.com]
Nachtschweiß
  • Zu den häufigsten zählen Nachtschweiß, unerklärliches Fieber von 37.5 C und Gewichtsverlust von mehr als 10% in den vergangenen sechs Monaten. Klinische Befunde können Splenomegalie zeigen, die stets aufgrund extramedullärer Hämatopoese entsteht.[symptoma.com]
Splenomegalie
  • Klinische Befunde können Splenomegalie zeigen, die stets aufgrund extramedullärer Hämatopoese entsteht.[symptoma.com]

Diagnostik

Die diagnostische Abklärung gründet auf der eingehenden Anamnese. Eine vorangegangene Diagnose von Polycythämia vera bei Vorhandensein von konstituionellen Symptomen sollte auf jeden Fall den Verdacht auf post-Polycythaemia-vera-Myelofibrose lenken. Erythrozytose kann mit einer Vielzahl von physiologischen und pathologischen Erkrankungen einhergehen, wie etwa hypoxischen Zuständen, verschiedenen Malignomen, Verwendung von Erythropoietin, Nierenleiden, etc. Aus diesem Grund wurden spezifische klinische Kriterien implementiert [3] [4]:

  • Hauptkriterien: Hämoglobinwerte von > 18.5 g/dL bei Männern und > 16.5 g/dL bei Frauen, Indikatoren von erhöhtem Volumen der roten Blutkörperchen (deutlich erhöhter Hämatokrit, Erhöhung der Erythrozytenmasse von mehr als 25% über dem durchschnittlichen Wert) oder Vorhandensein von V617F oder anderen ähnlichen JAK Mutationen.
  • Nebenkriterien: EPO-Spiegel unter dem Normalwert, endogene Produktion von erythroiden Zellen in vitro (bei Abwesenheit von EPO) oder Hyperzellularität und markante Proliferation von erythroiden, granulozytischen und megakaryozytischen Linien, zu sehen in einer Knochenmarkbiopsie (bekannt als Panmyelose) [5]

Um die Diagnose Polyzythämie zu bestätigen, müssen entweder zwei Haupt- und ein Nebenkriterium oder ein Haupt- und zwei Nebenkriterien erfüllt sein. Mithilfe dieser Kriterien kann eine 97% Erfolgsrate bestimmt werden [3]. Neben Polyzythämie ist mäßige bis schwere Fibrose des Knochenmarks (2–3 auf der 0–3 Skala oder Grad 3–4 auf der 0–4 Skala) ein Hauptkennzeichen von post-Polycythaemia-vera-Myelofibrose. Klinische Befunde von Splenomegalie und konstitutionellen Symptomen unterstützen die Diagnose zusätzlich [1].

Quellen

Artikel

  1. Barosi G, Mesa RA, Thiele J, Cervantes F, Campbell PJ, Verstovsek S,et al. Proposed criteria for the diagnosis of post-polycythemia vera and post-essential thrombocythemia myelofibrosis: a consensus statement from the international working group for myelofibrosis research and treatment. Leukemia. 2008;22:437–438.
  2. Randhawa J, Ostojic A, Vrhovac R, Atallah E, Verstovsek S. Splenomegaly in myelofibrosis—new options for therapy and the therapeutic potential of Janus kinase 2 inhibitors. J Hematol Oncol. 2012;5:43.
  3. Tefferi A, Thiele J, Orazi A, Kvasnicka HM, Barbui T, Hanson CA, et al. Proposals and rationale for revision of the World Health Organization diagnostic criteria for polycythemia vera, essential thrombocythemia, and primary myelofibrosis: recommendations from an ad hoc international expert panel. Blood 2007;110:1092-1097.
  4. Means RT. JAK2 V617F and the evolving paradigm of polycythemia vera. Korean J Hematol. 2010;45(2):90-94.
  5. Barbui T, Barosi G, Birgegard G, et al. Philadelphia-negative classical myeloproliferative neoplasms: critical concepts and management recommendations from European LeukemiaNet. J Clin Oncol. 2011;29(6):761-770.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:33