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Postkommotionelles Syndrom

Ein postkommotionelles Syndrom (PKS) kann diagnostiziert werden, wenn die im Zusammenhang mit einer Commotio cerebri, einer Gehirnerschütterung, auftretenden Symptome länger als gewöhnlich anhalten. Betroffene leiden oft über mehrere Wochen an verstärkter Müdigkeit und Kopfschmerzen, an emotionaler Instabilität, Angst, Schlafstörungen und einer generell verminderten Lebensqualität.


Symptome

Schädel-Hirn-Traumata rufen unterschiedlich starke akute Beschwerden hervor, aber Betroffene können auch Folgeschäden entwickeln, die ihre Lebensqualität und ihr Vermögen zur Bewältigung des Alltags dauerhaft einschränken. Die Commotio cerebri oder Gehirnerschütterung ist eine recht milde Form des Schädel-Hirn-Traumas. Patienten, die eine Commotio cerebri erleiden, verlieren meist kurzzeitig das Bewusstsein und klagen über Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Regelmäßig wird auch eine retrograde Amnesie beschrieben, darüber hinaus möglicherweise psychiatrische Auffälligkeiten, eine leichte kognitive Beeinträchtigung und Schlafstörungen. Diese Symptome resultieren aus einer mechanischen Schädigung des Hirnparenchyms, ohne dass bildgebende Studien des Kopfes abnorme Befunde liefern würden [1]. Die genannten Beschwerden treten binnen kurzer Zeit nach dem auslösenden Ereignis auf und klingen in der Regel innerhalb einiger Tage wieder ab, wenn sich der Patient ausreichend schont.

Das PKS ist definiert als ein Andauern der zuvor beschriebenen Symptome über mehrere Wochen, seltener auch über Monate [2] [3]. Dabei kann zwischen den anfänglichen Symptomen und der Manifestation des PKS eine mehrtägige, mehr oder weniger beschwerdefreie Zeit liegen. Es wird geschätzt, das etwa 10% der Patienten mit einer Gehirnerschütterung ein PKS entwickeln [4]. Zusätzlich zu vermehrter Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind in solchen Fällen vor allem emotionale Instabilität, Reizbarkeit und Angst, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber akustischen und optischen Reizen, Sehstörungen und eine Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit festzustellen [2] [3] [5] [6]. Langfristig kann sich gar eine Depression einstellen [1] [7].

Selbstverletzung
  • Drogenabhängigkeit 296 Störungen des Sozialverhaltens Dissozialität und Delinquenz 307 Störungen der Sexualentwicklung und des Sexualverhaltens 315 Körperliche Misshandlung und Vernachlässigung 326 Sexueller Missbrauch und sexuelle Misshandlung 332 Selbstverletzung[books.google.de]
Thrombose
  • Auch die Zeit danach war extrem stressig, weil dann die D-Dimere erhöht waren und da ich Schmerzen im Bein hatte, eine Thrombose vermutet wurde, ich mit Rettungswagen noch nachts in die Klinik gebracht wurde, am nächsten Tag nochmal zum Utraschall kommen[symptome.ch]
Kopfschmerz
  • Patienten, die eine Commotio cerebri erleiden, verlieren meist kurzzeitig das Bewusstsein und klagen über Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.[symptoma.com]
  • Gegen Kopfschmerzen können beispielsweise Schmerzmittel eingenommen werden.[chirurgie-portal.de]
  • Für den Zeitraum dieser Bewußtseinsstörung besteht nach Ende der Symptomatik eine Erinnerungslücke. übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel können zusätzlich auftreten.[link.springer.com]
  • Klinik: dumpfer Kopfschmerz (bei Witterungsumschwung zunehmend), Schwindel, Beeinträchtigung von schöpferisch-produktiver Intelligenz u. Denkinitiative, Einfalls-, Wort- u. Begriffsarmut, Gefühl geistiger Leere, Konzentrations- u.[gesundheit.de]
Reizbarkeit
  • Merkschwäche, Reizbarkeit, oberflächl. Schlaf, Empfindlichkeit gegen laute Geräusche, grelles Licht u. hohe Temp.; herabgesetzte Alkoholverträglichkeit. Abklingen meist nach 6 Wo. bis 1 J.[gesundheit.de]
  • Antworten Sortiert nach: Postkommotionelles Syndrom Nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma (Commotio cerebri), im Volksmund auch Gehirnerschütterung genannt, kann es unter anderem zu diffusem Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, rascher Ermüdbarkeit und Reizbarkeit[gutefrage.net]
  • In 10-20% können Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel, Müdigkeit, Geräuschempfindlichkeit Reizbarkeit, Depression, Angst, emotionale Labilität Subjektive Konzentrationsstörungen, Subjektive Gedächtnisprobleme, oder Subjektive intellektuelle Schwierigkeiten[de.answers.yahoo.com]
  • Das Medikament kann einerseits bei Kopfschmerzen hilfreich sein, andererseits bei Symptomen wie Reizbarkeit, Schwindel, Erschöpfung und Schlafstörungen helfen.[chirurgie-portal.de]
  • Bestehen über einen Zeitraum von Tagen, Wochen oder im Extremfall von Monaten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufschwäche, Reizbarkeit, Vergeßlichkeit oder Konzentrationsstörungen, spricht man von einem postkommotionellen Syndrom.[link.springer.com]
Schlafstörung
  • Betroffene leiden oft über mehrere Wochen an verstärkter Müdigkeit und Kopfschmerzen, an emotionaler Instabilität, Angst, Schlafstörungen und einer generell verminderten Lebensqualität.[symptoma.com]
  • Das Medikament kann einerseits bei Kopfschmerzen hilfreich sein, andererseits bei Symptomen wie Reizbarkeit, Schwindel, Erschöpfung und Schlafstörungen helfen.[chirurgie-portal.de]
  • Die Schlafstörungen äußern sich dabei meist in großer Tagesmüdigkeit, Durchschlafen und Einschlafstörungen, sowie frühmorgendlichem Aufwachen und Wachbleiben mit Kreisdenken.[stopconcussions.de]
  • Es ist aber ebenso möglich, dass Symptome, welche auf ein leichtes Schädel Hirn Trauma hinweisen erst verzögert, wie zum Beispiel Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen beziehungsweise Veränderungen des emotionalen Handelns, festgestellt werden können[kopf-hoch.net]
  • Syndrom (Dezerebrationssyndrom) ‒ Funktionsausfall des Großhirns Chronisch traumatische Enzephalopathie ("Störung der Gehirnfunktion") – durch repetitive leichte SHT Epilepsie Fatigue-Syndrom (möglicherweise auf Grund von Depressionen, Angstz uständen und Schlafstörungen[gesundheits-lexikon.com]
Schlafstörung
  • Betroffene leiden oft über mehrere Wochen an verstärkter Müdigkeit und Kopfschmerzen, an emotionaler Instabilität, Angst, Schlafstörungen und einer generell verminderten Lebensqualität.[symptoma.com]
  • Das Medikament kann einerseits bei Kopfschmerzen hilfreich sein, andererseits bei Symptomen wie Reizbarkeit, Schwindel, Erschöpfung und Schlafstörungen helfen.[chirurgie-portal.de]
  • Die Schlafstörungen äußern sich dabei meist in großer Tagesmüdigkeit, Durchschlafen und Einschlafstörungen, sowie frühmorgendlichem Aufwachen und Wachbleiben mit Kreisdenken.[stopconcussions.de]
  • Es ist aber ebenso möglich, dass Symptome, welche auf ein leichtes Schädel Hirn Trauma hinweisen erst verzögert, wie zum Beispiel Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen beziehungsweise Veränderungen des emotionalen Handelns, festgestellt werden können[kopf-hoch.net]
  • Syndrom (Dezerebrationssyndrom) ‒ Funktionsausfall des Großhirns Chronisch traumatische Enzephalopathie ("Störung der Gehirnfunktion") – durch repetitive leichte SHT Epilepsie Fatigue-Syndrom (möglicherweise auf Grund von Depressionen, Angstz uständen und Schlafstörungen[gesundheits-lexikon.com]
Vertigo
  • […] mater und Arachnoidea akutes subdurales Hämatom Symptome: Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit chronisches subdurales Hämatom Symptome: uncharakteristische Beschwerden wie beispielsweise Druckgefühl im Kopf, Cephalgie (Kopfschmerzen), Vertigo[gesundheits-lexikon.com]
Nausea
  • Symptome: Nausea (Übelkeit)/Erbrechen, in 20-25 % der Fälle initiale Bewusstlosigkeit gefolgt von einem mehrstündigen wachen Intervall und einer erneuten Bewusstlosigkeit; Pupillenerweiterung auf der betroffenen Seite; Trepanation ("Öffnung des Schädels[gesundheits-lexikon.com]
Sehstörung
  • Sehstörungen (Flimmern vor den Augen) betrifft 10%, übelkeit und Erbrechen 15% der Patienten. Copyright information Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000 Authors and Affiliations W. Paulus 1 C. D. Reimers 1 B. J. Steinhoff 1 1. Abt.[link.springer.com]
  • Zusätzlich zu vermehrter Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind in solchen Fällen vor allem emotionale Instabilität, Reizbarkeit und Angst, erhöhte Empfindlichkeit gegenüber akustischen und optischen Reizen, Sehstörungen und eine Beeinträchtigung[symptoma.com]
  • Weitere Beschwerden bei einer Gehirnerschütterung sind Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, Benommenheit, Sehstörungen oder Kopfschmerzen.[frauenzimmer.de]
  • Ich leide seit dem letzten Boxtraining unter ununterbrochen schrecklichen Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Erschöpfung usw. mit keiner Besserung in Sicht. Das postkommentielle Syndrom engl.[board.netdoktor.de]

Diagnostik

Dem behandelnden Arzt sollte klar sein, dass die frühzeitige Diagnose der Commotio cerebri und das Einleiten einer adäquaten Therapie für die Langzeitprognose entscheidend sind. Diese Tatsache wird insbesondere bei jungen, fitten Patienten, die in einen Sportunfall verwickelt waren, unterschätzt. Es ist in jedem Fall eine gründliche Allgemein- oder neurologische Untersuchung vorzunehmen, wobei anamnestische Angaben zum Hergang des Schädel-Hirn-Traumas, zur Intensität der mechanischen Energien, die auf den Schädel gewirkt haben, und zur Entwicklung der Symptome zu berücksichtigen sind [1]. Im Detail wird folgender Algorithmus zur Aufarbeitung einer Gehirnerschütterung vorgeschlagen [1]:

  • Selbstevaluierung durch den Patienten, der einen entsprechenden Fragebogen ausfüllt
  • Beurteilung einer eventuellen Bewusstseinsstörung anhand der Glasgow-Koma-Skala
  • Test auf kognitiver Beeinträchtigung
  • Überprüfung von Gleichgewicht und Koordination

Es empfiehlt sich weiterhin, bestimmte Untersuchungen auch unter körperlicher Belastung - beispielsweise während der Patient auf einem Laufband läuft - zu wiederholen, da die Symptome in solchen Situationen nicht selten verstärkt auftreten [2] [8]. Es ist ebenfalls möglich, dass der Patient angibt, sich erholt zu haben, weil er unter Ruhebedingungen symptomfrei ist, dass die Beschwerden aber erneut einsetzen, sobald er einer körperlichen Aktivität nachgeht. Ein solcher Befund macht ein PKS sehr wahrscheinlich. Es sei an dieser Stelle erwähnt, das Subjektivität in den vorgenannten Analysen ein Problem darstellen kann [2].

Bildgebende Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomographie des Kopfes liefern im Fall von Commotio cerebri und PKS keine auffälligen Befunde, können jedoch angezeigt sein, um Differenzialdiagnosen auszuschließen.

Therapie

  • Dem behandelnden Arzt sollte klar sein, dass die frühzeitige Diagnose der Commotio cerebri und das Einleiten einer adäquaten Therapie für die Langzeitprognose entscheidend sind.[symptoma.com]
  • Darum gibt es derzeit noch keine spezifische Therapie. Wichtig ist, die Hoffnung der Patienten zu stärken.[chirurgie-portal.de]
  • Hast du eine geeignete Therapie oder dergleichen gefunden? Ich bin selbst Betroffen, durch einen Wegeunfall, meine div.[board.netdoktor.de]
  • „austherapiert“ – kein ende, sondern ein neuanfang als spezialist und partner in außerklinischer therapie setzt das naturheilzentrum bottrop bei patienten mit schädel-hirn-trauma (sht) auf eine gezielte reiztherapie. erfahrung, sinnvoll aufeinander abgestimmte[naturheilzentrum.com]
  • Behandlung Die beste Therapie bei einer Gehirnerschütterung ist Ruhe. Körperliche Arbeit und Sport sollten ebenso gemieden werden wie Computerarbeit, Fernsehen oder langes Lesen.[frauenzimmer.de]

Prognose

  • Bei leichter traumatische Hirnverletzung (Synonym Commotio cerebri) sind die Prognosen des Störungsbildes gut, mit vollständiger Genesung ist innerhalb von einem bis drei Monaten zu rechnen.[de.answers.yahoo.com]

Quellen

Artikel

  1. McCrory P, Meeuwisse W, Johnston K, et al. Consensus statement on concussion in sport: 3rd International Conference on Concussion in Sport held in Zurich, November 2008. Clin J Sport Med 2009;19(3):185-200.
  2. Leddy JJ, Sandhu H, Sodhi V, Baker JG, Willer B. Rehabilitation of Concussion and Post-concussion Syndrome. Sports Health. 2012;4(2):147-154.
  3. WHO (World Health Organization) International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems. 2010. [October 3, 2013]. (10th Revision. [Online version.]). http://apps.who.int/classifications/icd10/browse/2010/en.
  4. Willer B, Leddy JJ. Management of concussion and post-concussion syndrome. Curr Treat Options Neurol. 2006;8(5):415-426.
  5. American Psychiatric Association. Diagnostic and statistical manual of mental disorders. Fifth Edition. Arlington, VA: American Psychiatric Publishing; 2013.
  6. Dischinger PC, Ryb GE, Kufera JA, Auman KM. Early predictors of postconcussive syndrome in a population of trauma patients with mild traumatic brain injury. J Trauma. 2009;66(2):289-96;296-297.
  7. Iverson GL. Misdiagnosis of the persistent postconcussion syndrome in patients with depression. Arch Clin Neuropsychol. 2006;21(4):303-310.
  8. Leddy JJ, Kozlowski K, Donnelly JP, Pendergast DR, Epstein LH, Willer B. A preliminary study of subsymptom threshold exercise training for refractory post-concussion syndrome. Clin J Sport Med. 2010;20(1):21-27.

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Zuletzt aktualisiert: 2018-06-21 13:42