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Prostatakarzinom

Prostatakrebs

Das Prostatakarzinom ist eine häufige Ursache von Morbidität weltweit und die zweithäufigste Form von malignen Neubildungen bei Männern, mit höherer Inzidenz bei älteren Personen. Die Progression ist langsam und die meisten Fälle werden in der asymptomatischen Phase identifiziert. Allerdings ist das Screening für diese Erkrankung umstritten.


Symptome

Betroffene Männer können Symptome einer benignen Prostatahyperplasie zeigen und wenn eine Operation durchgeführt wird, kann das Prostatakarzinom zufällig diagnostiziert werden oder es kann auf der Grundlage von abnorme Werten des Prostata-spezifischen Antigens oder abnomaler digital-rektaler Untersuchung bei asymptomatischen Patienten vermutet werden. Raucher scheinen ein höheres Risiko zu haben, die Erkrankung zu entwickeln [1]. Darüber hinaus scheint die Krankheit in dieser Populationsgruppe zum Zeitpunkt der Diagnose aggressiver zu sein [2]. Ein längerer klinischer Verlauf ist üblicherweise zu beobachten und die meisten Patienten mit Prostatakarzinom versterben letztlich an anderen Ursachen [3]. Wenn die Krankheit nicht klinisch unauffällig ist, klagen Patienten über einen veränderten Harnstrahl, Inkontinenz, Hämaturie, Rückenschmerzen oder Urinretention. Gesteigerter Harndrang und Dysurie können aber auch auf eine Harnwegsinfektion hindeuten, die bei älteren Männern nicht ungewöhnlich ist. In der lokal invasiven Phase verursacht die Krankheit Inkontinenz, Nykturie, Hämaturie, Hämatospermie, schmerzhafte Ejakulation, suprapubische und perineale Schmerzen, Impotenz, rektale Tenesmen und manchmal Anurie oder andere Anzeichen einer akuten oder chronischen Nierenerkrankung. Die fortgeschrittene und metastatische Erkrankungen geht mit Inapetenz und Gewichtsverlust oder mit klinischen Symptomen im Zusammenhang mit Knochenmetastasen (Schmerzen und pathologische Frakturen), Rückenmarkskompression (Paraplegie), Gefäßobstruktion (Lymphödem und Schmerzen in den unteren Extremitäten oder tiefe Venenthrombosen) oder Obstruktion der Ureter (Urämie), sowie Lethargie, verursacht durch Urämie oder Anämie, einher. Die klinische Untersuchung sollte gründlich durchgeführt werden und kann Kachexie, Adenopathie oder eine aufgetriebene Blase zeigen. Die digitale rektale Untersuchung gilt als unzuverlässig bei der Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Prostata-Erkrankungen, aber ist nützlich in der Bestimmung des Tonus des äußeren Schließmuskels, der bei Rückenmarkskompression vermindert ist. Diese Methode kann den Tumorverdacht erhöhen, wenn Veränderungen im Laufe der Zeit festgestellt werden, wenn ein Knoten, eine Asymmetrie oder unterschiedliche Texturen verschiedener Bereiche festgestellt werden. Wenn der klinische Verdacht auf ein Karzinom der Prostata besteht, muss der Patient über die verfügbaren Behandlungsmodalitäten und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität informiert werden [4].

Lethargie
  • Zusammenhang mit Knochenmetastasen (Schmerzen und pathologische Frakturen), Rückenmarkskompression (Paraplegie), Gefäßobstruktion (Lymphödem und Schmerzen in den unteren Extremitäten oder tiefe Venenthrombosen) oder Obstruktion der Ureter (Urämie), sowie Lethargie[symptoma.com]
Schmerz
  • (Lymphödem und Schmerzen in den unteren Extremitäten oder tiefe Venenthrombosen) oder Obstruktion der Ureter (Urämie), sowie Lethargie, verursacht durch Urämie oder Anämie, einher.[symptoma.com]
  • Im fortgeschritten Stadium kann die Prostata unter anderem folgende Symptome verursachen: Blutbeimengung im Urin, Schmerzen und Missempfindungen im Bereich der Prostata , Schmerzen im Ischias, die durch Metastasen im Knochen hervorgerufen werden und/oder[mhh-urologie.de]
  • Später können Probleme mit der Harnblasenentleerung, Schmerzen der Knochen und Gewichtsverlust bzw. Anämie auftreten. Häufig sind bei der Diagnosestellung bereits Tumorabsiedlungen in die Lymphknoten oder in das Skelett vorhanden.[dr-w-koch.de]
  • Die Symptome sind in der Regel nicht vorhanden, bis das Tumorwachstum Hämaturie und/oder Obstruktion mit Schmerzen bewirkt.[msdmanuals.com]
Gewichtsverlust
  • Im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden wie Blasenentleerungsstörungen, Knochenschmerzen und später Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten.[uniklinikum-saarland.de]
  • Im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden wie Knochenschmerzen, teilweise auch Blasenentleerungsstörungen und später auch Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten.[josef-hospital.de]
  • Später können Probleme mit der Harnblasenentleerung, Schmerzen der Knochen und Gewichtsverlust bzw. Anämie auftreten. Häufig sind bei der Diagnosestellung bereits Tumorabsiedlungen in die Lymphknoten oder in das Skelett vorhanden.[dr-w-koch.de]
  • Die fortgeschrittene und metastatische Erkrankungen geht mit Inapetenz und Gewichtsverlust oder mit klinischen Symptomen im Zusammenhang mit Knochenmetastasen (Schmerzen und pathologische Frakturen), Rückenmarkskompression (Paraplegie), Gefäßobstruktion[symptoma.com]
Lymphödem
  • […] fortgeschrittene und metastatische Erkrankungen geht mit Inapetenz und Gewichtsverlust oder mit klinischen Symptomen im Zusammenhang mit Knochenmetastasen (Schmerzen und pathologische Frakturen), Rückenmarkskompression (Paraplegie), Gefäßobstruktion (Lymphödem[symptoma.com]
Schmerz in den unteren Extremitäten
  • […] in den unteren Extremitäten oder tiefe Venenthrombosen) oder Obstruktion der Ureter (Urämie), sowie Lethargie, verursacht durch Urämie oder Anämie, einher.[symptoma.com]
Perinealer Schmerz
  • In der lokal invasiven Phase verursacht die Krankheit Inkontinenz, Nykturie, Hämaturie, Hämatospermie, schmerzhafte Ejakulation, suprapubische und perineale Schmerzen, Impotenz, rektale Tenesmen und manchmal Anurie oder andere Anzeichen einer akuten oder[symptoma.com]
Tenesmus
  • Kotabsatzstörungen wie Tenesmus oder Obstipation treten wesentlich häufiger als Beschwerden bei der Miktion auf.[de.wikipedia.org]
Knochenschmerz
  • Stärkere Zeichen der Erkrankung sind Knochenschmerzen und Knochenbrüche. Durch die Verwendung von ZOMETA wird die Anzahl solcher Knochenkomplikationen gesenkt. Wirkweise Der Wirkstoff in ZOMETA ist ein Bisphosphonat.[uro-freiburg.de]
  • Im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden wie Blasenentleerungsstörungen, Knochenschmerzen und später Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten.[uniklinikum-saarland.de]
  • Im fortgeschrittenen Stadium können Beschwerden wie Knochenschmerzen, teilweise auch Blasenentleerungsstörungen und später auch Gewichtsverlust und Blutarmut auftreten.[josef-hospital.de]
Prostatavergrößerung
  • Anders als die gutartige Prostatavergrößerung (BPH) verursacht es in den gewöhnlicherweise keine Beschwerden beim Wasserlassen. Viele Männer entschließen sich daher erst zur Untersuchung, wenn die ersten Probleme auftreten.[caritasstjosef.de]
  • Erst in fortgeschrittenem Stadium treten - wie bei der gutartigen Prostatavergrößerung - Probleme beim Wasserlassen oder Schmerzen auf. Das Prostatakarzinom kann früh in die Lymphknoten und das Knochengerüst metastasieren, d. h.[maennergesundheit.info]
  • Darüber hinaus ist der bösartige Prostatakrebs, der mit einer Vergrößerung der Prostata einhergeht, von der gutartigen Prostatavergrößerung, der benignen Prostatahyperplasie (BPH), zu unterscheiden.[mhh-urologie.de]
Hämaturie
  • Wenn die Krankheit nicht klinisch unauffällig ist, klagen Patienten über einen veränderten Harnstrahl, Inkontinenz, Hämaturie, Rückenschmerzen oder Urinretention.[symptoma.com]
  • Die Symptome sind in der Regel nicht vorhanden, bis das Tumorwachstum Hämaturie und/oder Obstruktion mit Schmerzen bewirkt.[msdmanuals.com]
  • Sichtbares Blut im Urin ( Hämaturie ) oder Ejakulat ( Hämatospermie ) ist hingegen selten.[de.wikipedia.org]
Harninkontinenz
  • Auch die Strahlentherapie führt in einem ähnlichen Ausmaß zur Gliedversteifungsstörung, selten zur Harninkontinenz, aber in wenigen Fällen zu unangenehmen Reizzuständen des Enddarms.[urologe-schwerin.de]
  • Wichtige Nebenwirkungen bei Operation oder Strahlentherapie: Harninkontinenz (Unfähigkeit, den Harn zurück zu halten) und Verlust der sexuellen Potenz können nach der operativen wie auch der Strahlenbehandlung auftreten.[uro.at]
  • Eine weitere häufige Folge, ebenfalls vor allem nach der Operation, ist ungewolltes Wasserlassen (Harninkontinenz), das sich aber meist wieder zurückbildet.[oncology-guide.com]
Hitzewallung
  • Die Nebenwirkungen sind Hitzewallungen, Brustschmerzen und Brustvergrößerung. Da Testosteron zu 90 % in den Hoden produziert wird, hat die Hormonentzugsspritze das Ziel, diese Produktion zu hemmen.[jameda.de]
  • Es kommt üblicherweise zum Verlust der Erektionsfähigkeit (Gliedsteifigkeit) und zu einem Verlust des Geschlechtstriebes, weiterhin zu individuell sehr unterschiedlich starken Hitzewallungen, mentalen Beeinträchtigungen und nachlassendem Bartwuchs, in[urologe-schwerin.de]
  • Die Hormontherapie (Testosteronentzug) hat insbesondere Hitzewallungen, eine Abnahme des sexuellen Antriebs und meist Impotenz zur Folge.[oncology-guide.com]
  • Als Nebenwirkungen bei beiden Kastrationsverfahren kommt es meist zu Testosteronmangelsymptomen, unter anderem kann es zu Hitzewallungen, zu depressiven Zuständen, zu Anämie, Muskelabbau und als Langzeitwirkung zu Osteoporose kommen, wobei bei Orchiektomie[de.wikipedia.org]
Dysurie
  • Gesteigerter Harndrang und Dysurie können aber auch auf eine Harnwegsinfektion hindeuten, die bei älteren Männern nicht ungewöhnlich ist.[symptoma.com]
  • Irritative Beschwerden sind vermehrter oder überwiegend nächtlich auftretender Harndrang ( Nykturie ), häufiges Lassen geringer Urinmengen ( Pollakisurie ), erschwertes Wasserlassen ( Dysurie ) oder Schmerzen beim Wasserlassen (Algurie).[de.wikipedia.org]

Diagnostik

Die labormedizinische Aufarbeitung bietet begrenzte Informationen in beginnenden Stadien, aber Nieren-und Leberfunktionsparameter sind obligatorisch bei Patienten mit fortgeschrittener Krankheit. Die Urinanalyse kann in einigen Fällen eine Infektion zeigen. Ein Computertomographie ist in Fällen angezeigt, in denen Lymphknotenmetastasen vermutet werden. Die endgültige Diagnose wird durch die Biopsie gestellt, aber es werden mehrere Biopsien benötigt, um das Risiko falsch negativer Ergebnisse zu verringern. Darüber hinaus muss die histologische Beurteilung mit dem Prostata-spezifischen Antigenwert bestätigt werden. Die Prognose wird mit dem Gleason-Score bestimmt, basierend auf dem Grad des normalen Drüsenmusters.

Kein Prostata-spezifischer Antigenwert kann sicherstellen, dass ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden kann. Je höher der Wert dieses Parameters ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Neoplasien. Die Anstiegsgeschwindigkeit des PSA ist ein weiterer Parameter, der verwendet werden kann, wenn klinischer Verdacht vorliegt, unter Berücksichtigung des Anstiegs der Zahl der Männer, die einer Biopsie unterzogen werden [5]. In Fällen, in denen knöcherne Metastasen vermutet werden, bietet die Knochenszintigraphie mit Technetium-99m relevante Informationen, während Rezidive am besten zu bewerten sind, wenn 11C-Cholin-Positronenemissionstomographie verwendet wird [6].

Screening für das Prostatakarzinom ist umstritten aufgrund des unvorhersehbaren klinischen Verlaufs der Krankheit. Die meisten Fälle zeigen eine niedrige Progressionsrate, aber aggressive Verläufe wurden beschrieben. Eine Methode, die identifiziert zu welcher Gruppe der Patient gehört, muss noch erforscht werden. Einige postulieren, dass zu diesem Zeitpunkt das Screening die 10-jährige Sterblichkeit nicht zu reduzieren scheint [7], während andere eine 20%ige Verringerung der tödlichen Fälle von Prostatakrebs festgestellt haben, wenn das Screening durchgeführt wird [8].

Therapie

  • Die Therapie des Prostatakarzinoms ist sehr vielschichtig.[netdoktor.at]
  • Die Therapien folgen den interdisziplinären Leitlinien der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms der Deutschen Krebsgesellschaft.[radioonkologie.uniklinikum-leipzig.de]
  • Die Therapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom ist die radikale Prostatektomie mit ausgedehnter pelviner Lymphadenektomie bzw. die externe Strahlentherapie, ggf. in Kombination mit einer Androgendeprivation (Anti-Hormon-Therapie).[journalonko.de]
  • Medikamentöse Therapien In unserer Klinik werden alle derzeit zugelassenen medikamentöse Therapien durchgeführt.[uniklinikum-jena.de]
  • Medikamentöse Therapie Ebenso überblicken wir die neuesten medikamentösen Therapien bei allen Stadien des Prostatakrebses.[asklepios.com]

Prognose

  • Die Prognose wird mit dem Gleason-Score bestimmt, basierend auf dem Grad des normalen Drüsenmusters. Kein Prostata-spezifischer Antigenwert kann sicherstellen, dass ein Prostatakarzinom ausgeschlossen werden kann.[symptoma.com]
  • Die Prognose ist für die meisten Patienten mit Prostatakarzinom, insbesondere bei lokalisierter oder regionaler Erkrankung (in der Regel bevor sich die Symptome entwickeln), sehr gut. Mehr Männer sterben mit als an einem Prostatakarzinom.[msdmanuals.com]
  • Ein metastasiertes Prostatakarzinom vor einem Alter von 50 Jahren ist mit einer signifikant schlechteren Prognose assoziiert.[gesundheits-lexikon.com]

Epidemiologie

  • Sie sind hier: Startseite Prostata Krankheiten Prostatakarzinom Kastrationsresistentes Prostatakarzinom Diese Webseite durchsuchen: Prostatakarzinom (1/10): Definition, Epidemiologie und Ursachen Prostatakarzinom (2/10): Pathologie Prostatakarzinom (3[urologielehrbuch.de]
  • Epidemiologie Verlauf der Sterblichkeit (Ordinate in Todesfälle pro 100.000 Einwohner) beim Prostatakrebs in Abhängigkeit vom Alter (Abszisse) Das Prostatakarzinom ist in Deutschland die häufigste diagnostizierte Krebserkrankung des Mannes und steht nach[de.wikipedia.org]
Geschlechtsverteilung
Altersverteilung

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:45