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Sekundäre Syphilis

Syphilis im Stadium 2

Syphilis ist eine Geschlechtskrankheit, die durch Spirochäten der Art Treponema pallidum ausgelöst wird. Es werden vier Stadien der Syphilis unterschieden, nämlich die primäre, sekundäre, latente und tertiäre Syphilis. Die sekundäre Syphilis geht mit einem generalisierten, makulopapulösen Exanthem einher.


Symptome

Nach einer Inkubationszeit von bis zu drei Monaten bilden sich an der Stelle der Inokulation sogenannte Schanker [1] [2]. Dabei handelt es sich um ulzerierende Läsionen, die im Bereich der äußeren Geschlechtsorgane, perianal oder in der Mundschleimhaut auftreten können. Sie sind das Leitsymptom der primären Syphilis und heilen nach wenigen Wochen ab. In dieser Phase der Erkrankung entwickeln viele Patienten auch eine regionale Lymphadenopathie, die längere Zeit bestehen bleiben kann [3].

Das Stadium der sekundären Syphilis kann bereits einsetzen, während der Schanker abheilt, aber auch Verzögerungen von mehreren Wochen sind keine Seltenheit. Die sekundäre Syphilis charakterisiert sich durch heterogene Haut- und Schleimhautläsionen sowie weitere Symptome [4]:

Eine detaillierte Übersicht zum Erscheinungsbild und zur Verteilung der einzelnen Hautläsionen ist in der Arbeit von Baughn und Musher zu finden [4].

Ähnlich wie bei der primären Syphilis kommt es auch hier nach mehreren Wochen zur Spontanremission. Ein bis drei Monate nach Auftreten des Exanthems sind die Patienten damit symptomfrei und die Syphilis geht in die latente Phase über, aus der sich nach Jahren eine tertiäre Syphilis entwickeln kann.

Kopfschmerz
  • Papeln werden häufig Pusteln beobachtet, die über weite Körperbereiche verteilt sind Im Bereich der Hautläsionen Hyper- und Depigmentierung Condylomata lata Alopezie Generalisierte Lymphadenopathie Schwäche, Fieber und Gewichtsverlust Uveitis, Iritis Kopfschmerzen[symptoma.de]
Fieber
  • Fußsohlen In Abwesenheit von Maculae und Papeln werden häufig Pusteln beobachtet, die über weite Körperbereiche verteilt sind Im Bereich der Hautläsionen Hyper- und Depigmentierung Condylomata lata Alopezie Generalisierte Lymphadenopathie Schwäche, Fieber[symptoma.de]
Exanthem
  • Die sekundäre Syphilis geht mit einem generalisierten, makulopapulösen Exanthem einher. Nach einer Inkubationszeit von bis zu drei Monaten bilden sich an der Stelle der Inokulation sogenannte Schanker.[symptoma.de]
Alopezie
  • Entwicklung von Papeln auch auf den Handflächen und Fußsohlen In Abwesenheit von Maculae und Papeln werden häufig Pusteln beobachtet, die über weite Körperbereiche verteilt sind Im Bereich der Hautläsionen Hyper- und Depigmentierung Condylomata lata Alopezie[symptoma.de]
Generalisierte Lymphadenopathie
  • Lymphadenopathie Schwäche, Fieber und Gewichtsverlust Uveitis, Iritis Kopfschmerzen und neurologische Defizite im Rahmen einer Neurosyphilis Eine detaillierte Übersicht zum Erscheinungsbild und zur Verteilung der einzelnen Hautläsionen ist in der Arbeit[symptoma.de]
Schanker
  • Nach einer Inkubationszeit von bis zu drei Monaten bilden sich an der Stelle der Inokulation sogenannte Schanker.[symptoma.de]

Diagnostik

Der Hinweis auf einen syphilitischen Schanker, der in den vorangegangenen Wochen bestanden hat, sollte die Diagnose der sekundären Syphilis wesentlich erleichtern. Allerdings sind Schanker nicht schmerzempfindlich und mitunter sehr klein, sodass sie oft unbemerkt bleiben. Diesbezügliche Angaben dürfen daher nicht als Ausschlusskriterium betrachtet werden. Von Bedeutung sind auch Angaben zu einem Risikoverhalten, wie beispielsweise bei Männern, die Sex mit Männern haben.

Die Diagnose erfolgt über den Nachweis von Antikörpern gegen Treponema pallidum bzw. gegen Kardiolipin, wobei die Detektion von Anti-Kardiolipin-Antikörpern kein spezifisches Resultat darstellt, da diese auch im Zusammenhang mit Autoimmunkrankheiten und anderen Pathologien gebildet werden können. Der direkte Nachweis von Treponema pallidum in der Dunkelfeldmikroskopie oder mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion spielt im Stadium der sekundären Syphilis nur eine untergeordnete Rolle, da bei diesen Patienten die Infektion seit einiger Zeit besteht und die Serumkonversion bereits stattgefunden hat. Zudem ist die Detektion von Spirochäten in sekundären Läsionen wesentlich schwieriger als im primären Schanker.

Weiterhin sind Blutuntersuchungen zu realisieren, um den Allgemeinzustand des Patienten und die Funktion der inneren Organe beurteilen zu können. In einigen Fällen können so Hinweise auf eine subklinische Hepatitis oder Glomerulonephritis gefunden werden [3] [6].

Syphilis-Patienten sollten immer auch auf eine Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus getestet werden [7].

Quellen

Artikel

  1. Bjekic M, Markovic M, Sipetic S. Clinical manifestations of primary syphilis in homosexual men. Braz J Infect Dis. 2012; 16(4):387-389.
  2. Eccleston K, Collins L, Higgins SP. Primary syphilis. Int J STD AIDS. 2008; 19(3):145-151.
  3. Henao-Martinez AF, Johnson SC. Diagnostic tests for syphilis: New tests and new algorithms. Neurol Clin Pract. 2014; 4(2):114-122.
  4. Baughn RE, Musher DM. Secondary syphilitic lesions. Clin Microbiol Rev. 2005; 18(1):205-216.
  5. Dylewski J, Duong M. The rash of secondary syphilis. Cmaj. 2007; 176(1):33-35.
  6. Makker J, Bajantri B, Nayudu SK. Secondary Syphilis With Hepatitis and Nephrotic Syndrome: A Rare Concurrence. J Clin Med Res. 2016; 8(7):550-554.
  7. Rosa G, Procop GW, Schold JD, Piliang MP. Secondary syphilis in HIV positive individuals: correlation with histopathologic findings, CD4 counts, and quantity of treponemes in microscopic sections. J Cutan Pathol. 2016; 43(10):847-851.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:42