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Sinusitis maxillaris

Kieferhöhlenentzündung

Der Terminus Sinusitis maxillaris beschreibt eine Entzündung der Schleimhaut der beiden größten Nasennebenhöhlen, den Kieferhöhlen. Hierbei handelt es sich um eine sehr häufige Erkrankung, die meist im Rahmen einer Erkältung auftritt.


Symptome

Die Sinusitis, eine Entzündung der Schleimhäute der Nasennebenhöhlen, gehört zu den häufigsten Gründen der Vorstellung beim Arzt. Unter allen Sinusitiden hat die Sinusitis maxillaris die höchste Inzidenz [1] [2] [3]. Zu einer Sinusitis maxillaris und weiteren Sinusitiden kommt es häufig im Rahmen einer viralen Infektion der oberen Atemwege [4] [5]. Allerdings ist auch an entzündliche Prozesse in der Mundhöhle und odontogene Infektionen zu denken, die sich auf die Kieferhöhlen ausdehnen können [4] [6] [7].

Die Becherzellen der Schleimhäute der Nasennebenhöhlen produzieren Schleim, der durch die permanente Aktivität der Zilien bewegt und in die Nasenhöhle drainiert wird. Bezüglich der Kieferhöhlen besteht über das jeweilige Ostium naturale ein Zugang zum mittleren Nasengang. Die Drainage weiterer Nasennebenhöhlen erfolgt über Ostien, die dem Ostium naturale sehr nahe liegen, weshalb in das Krankheitsgeschehen meist mehrere Nasennebenhöhlen einbezogen sind.

Betroffene leiden an Fieber und Kopfschmerzen und beschreiben ein Gefühl erhöhten Druckes beiderseits der Nasenflügel [2] [3] [4]. Dieser Druck ist das Resultat einer Akkumulation von Schleim in den Kieferhöhlen aufgrund einer Abflussbehinderung über das Ostium naturale. Die Nase ist typischerweise verstopft, aber auch ein verstärkter Nasenausfluss kann beobachtet werden. Durch Schneuzen kann in der Regel keine Linderung geschafft werden, sondern die Beschwerden nehmen kurzfristig noch an Intensität zu. Dagegen lassen Druck und Schmerz nach, wenn der Patient den Kopf in eine horizontale Position bringt.

Die Sinusitis maxillaris dauert in der Regel eine Woche, zuweilen auch etwas länger an und heilt dann spontan ab.

Kopfschmerz
  • Subfebrile Temperaturen, Müdigkeit, Kopfschmerzen.[eref.thieme.de]
  • […] folgende: Verletzung der Schleimhaut bei Zahnextraktion Radikuläre Zyste Infizierte follikuläre Zyste Intraossäre Implantate Oberkiefer osteomyelitis 4 Risikofaktoren Adenoide Vegetationen Nasenpolypen Pilzinfektionen Anatomische Engstellen 5 Symptome Kopfschmerzen[flexikon.doccheck.com]
  • Betroffene leiden an Fieber und Kopfschmerzen und beschreiben ein Gefühl erhöhten Druckes beiderseits der Nasenflügel.[symptoma.de]
Fieber
  • Nachweislich eitriger Entzündung mit starken Beschwerden und/oder Fieber 38 C.[eref.thieme.de]
  • Nasenpolypen Pilzinfektionen Anatomische Engstellen 5 Symptome Kopfschmerzen Pochende Schmerzen und Druckgefühl im Bereich der Wangenknochen Eitriges Nasensekret Eingeschränkte Nasenatmung Sinubronchiales Syndrom Parodontale Schmerzen Unterlid schwellung Fieber[flexikon.doccheck.com]
  • Betroffene leiden an Fieber und Kopfschmerzen und beschreiben ein Gefühl erhöhten Druckes beiderseits der Nasenflügel.[symptoma.de]

Diagnostik

Die Diagnose einer akuten Sinusitis maxillaris erfolgt in der Regel klinisch und bedarf keiner detaillierten Aufarbeitung. Eine chronische Entzündung, die über Monate andauert [1] [2], entsteht jedoch selten aus einer unkomplizierten Infektion der oberen Atemwege, sondern aus Grunderkrankungen wie Nasenpolypen oder einer Nasenseptumdeviation, die durch bakterielle Sekundärinfektionen kompliziert wurden. Dann ist eine Visualisierung der Kieferhöhlen notwendig, entweder mittels Röntgen oder Computertomographie oder durch eine endoskopische Untersuchung.

  • In Röntgen- und computertomographischen Aufnahmen stellt sich die knöcherne Kieferhöhle mit trabekulärer Struktur dar und wird von einer durchgehenden, gleichmäßig dicken, röntgendichteren Linie ausgekleidet [5]. Die Luft, die sich physiologischerweise in der Kieferhöhle befindet, ist strahlendurchlässig. Bei einer Akkumulation von Schleim, Eiter oder anderen Flüssigkeiten sind in der Kieferhöhle Verschattungen erkennbar. Veränderungen der Wandstruktur sind bei einer Sinusitis maxillaris nicht zu erwarten, sondern weisen eher auf ein malignes Geschehen oder eine invasive Infektion hin. Für letztere besteht eine Prädisposition bei immundefizienten Patienten.
  • Der endoskopische Zugang zur Kieferhöhle erfolgt über das Ostium naturale. Rhinoskopie und Sinuskopie erlauben eine eingehende Beurteilung der Schleimhäute und der anatomischen Strukturen, die die Nasen- und Nasennebenhöhlen bilden. In schweren Fällen, bei Therapieresistenz und Immundefizienz, sind Proben zur bakteriellen und mykologischen Kultur zu entnehmen [1] [2]. Zu den häufigsten bakteriellen Erregern einer Sinusitis maxillaris zählen Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, Streptococcus pneumoniae, Staphylococcus spp. und - meist aus der Mundhöhle stammend - Anaerobier wie Bacteroides spp. [2] [3] [6].

Quellen

Artikel

  1. Yehouessi-Vignikin B, Vodouhe SJ. Maxillary sinusitis: 1752 cases at the ear-nose-throat department of a teaching hospital in Cotonou, Benin. Eur Ann Otorhinolaryngol Head Neck Dis. 2013;130(4):183-187.
  2. Porter RS, Kaplan JL. Merck Manual of Diagnosis and Therapy. 19th Edition. Merck Sharp & Dohme Corp. Whitehouse Station, N.J; 2011
  3. Mandell GL, Bennett JE, Dolin R. Mandel, Douglas and Bennett's Principles and Practice of Infectious Diseases. 8th ed. Philadelphia, Pennsylvania: Churchill Livingstone; 2015.
  4. Bell GW, Joshi BB, Macleod RI. Maxillary sinus disease: diagnosis and treatment. Br Dent J. 2011;210(3):113-118.
  5. Fufezan O, Asavoaie C, Cherecheş Panta P, et al. The role of ultrasonography in the evaluation of maxillary sinusitis in pediatrics. Med Ultrason. 2010;12(1):4-11.
  6. Mehra P, Murad H. Maxillary sinus disease of odontogenic origin. Otolaryngol Clin North Am. 2004;37(2):347-364.
  7. Patel NA, Ferguson BJ. Odontogenic sinusitis: an ancient but under-appreciated cause of maxillary sinusitis. Curr Opin Otolaryngol Head Neck Surg. 2012;20(1):24-28.

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Zuletzt aktualisiert: 2019-07-11 19:41